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Wirtschaftbücher
Buch Leseprobe Die Bilanzierung immaterieller, Daniel Mader
Daniel Mader

Die Bilanzierung immaterieller


Vermögenswerte nach HGB und IFRS

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Der sich vollziehende Wandel von einer Industrie- hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft bewirkt, dass immaterielles Vermögen für die Unternehmen gegenüber materiellen Werten immer mehr an Bedeutung gewinnt. Für die führenden Industrienationen stellen immaterielle Vermögenswerte häufig wesentliche Produktionsfaktoren dar, welche deshalb auch nicht ohne Grund als die Werttreiber eines Unternehmens gelten und eine wichtige Rolle im Wertschöpfungsprozess spielen.


 


Speziell im Rahmen von Unternehmenserwerben ist in den letzten Jahren immer häufiger eine zunehmende Differenz zwischen Kaufpreis und bilanziertem Eigenkapital des erworbenen Unternehmens festzustellen. Neben stillen Reserven, welche den Vermögens- und Erfolgsausweis beeinflussen und vielfach verfälschen, sind hierfür vor allen Dingen nicht bilanzierte immaterielle Vermögensgegenstände die verursachende Kraft.


 


Trotz ihrer zunehmenden Relevanz im Wirtschaftsleben werden immaterielle Güter auch als die Problemkinder der Bilanzierung angesehen. Objektivierungsschwierigkeiten vor allem beim Vermögenszugang und bei der Ermittlung der Höhe ihres Bilanzansatzes sind aufgrund der Unkörperlichkeit von Immaterialwerten und der damit verbundenen Schwierigkeit, einen aktiven Markt zur Identifikation von Marktpreisen zu finden, zu konstatieren.


 


Aufgrund des besonderen Status, den immaterielle Vermögensgegenstände wegen oben genannter Entwicklungen und bestehender Bilanzierungsschwierigkeiten innehaben, ist eine nähergehende Betrachtung gerechtfertigt. So soll u.a. das Ziel vorliegender Arbeit sein, die Bilanzierung immaterieller Werte nach deutschem sowie nach international geltendem Recht vergleichend darzulegen und aktuelle Entwicklungen in der Gesetzgebung beider Rechnungslegungssysteme aufzugreifen.


 


Zu Beginn soll kurz auf die Ziele und Grundsätze der Rechnungslegung nach HGB und IFRS eingegangen werden, um einen Überblick über die unterschiedliche Philosophie beider Normensysteme zu erhalten.


 


Der Hauptteil widmet sich dann der Bilanzierung von Immaterialwerten. Im Einzelnen werden dabei die Bilanzierungsfähigkeit und der Bilanzansatz, die Bewertung sowie der Ausweis und die Anhangangaben erläutert. Dabei erfolgt im handelsrechtlichen Teil ein Vergleich zwischen dem derzeit geltenden Recht des HGB für die Bilanzierung von immateriellen Vermögensgegenständen und der Gesetzestextänderung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG). Dabei sollen einleitend die Hintergründe und Ziele der Bilanzrechtsmodernisierung Beachtung finden. Im IFRS-Teil wird zunächst die Bilanzierung von intangible assets gemäß „Full IFRS“ erörtert. Darauffolgend wird der „Exposure Draft IFRS for Small and Medium-sized Entities”, Rechnungslegungsstandards speziell für kleine und mittelgroße Unternehmen bereitstellen soll, vorgestellt und die sich ergebenden Änderungen in Bezug auf die Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte vorgestellt.


 


Das 5. Kapitel widmet sich unter Einbezug des IDW RS HFA 16 der bilanziellen Abbildung von immateriellen Vermögenswerten im Rahmen eines Unternehmenserwerbs. Hierbei soll neben den einzelnen Schritten der Kaufpreisallokation auch die zur Wertermittlung von fair values vorgesehenen Bewertungsverfahren dargelegt werden.


 


Unter Gliederungspunkt sechs wird die Vorgehensweise des Abschlussprüfers bei der Prüfung von immateriellen Vermögensgegenständen erläutert. Dabei wird anhand der Vorstellung des vom Prüfer anzuwendenden Risikomodells insbesondere auf den risikoorientierten Prüfungsansatz unter Einbezug der inhärenten Risiken, Kontroll- und Entdeckungsrisiken eingegangen.


 


In der Schlussbetrachtung der Arbeit sollen neben der kritischen Würdigung der wichtigsten Änderungen durch die Bilanzrechtsmodernisierung und durch den ED-IFRS for SME auch die Vor- und Nachteile des derzeitig gültigen HGB und der „Full IFRS“ Beachtung finden.


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