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Science Fiction
Buch Leseprobe Geheimprojekt ERP, Th. Pensator
Th. Pensator

Geheimprojekt ERP


Hilfe aus dem All - für eine Revolution ...

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Der Diktator Eniza hatte sein Volk ins Verderben gestürzt. Krowi, unser Vaterland, war aufgeteilt unter vier Nationen, die unser Land nie wieder sich selbst überlassen würden. Die Regierungen von Lumgo, Atola, Ristonien und Bosta hatten sich jeder einen Teil unseres Landes einverleibt, und die Bürger von Krowi durften für die fremden Herren schuften.  


Danach blieb es schwer, eine anständige Arbeit zu finden. Ich blätterte in einer Fachzeitschrift, um nach offenen Stellen zu suchen. Meist war der Raum für Inserate aber voll mit Adressen von Arbeit suchenden Fachkräften. Lustlos überflog ich Seite für Seite, rührte in meiner Tasse Kaffee, weder mit Milch noch mit Zucker, wischte dann gedankenverloren über die dicke Staubschicht, die sich auf meinem Schreibtisch gebildet hatte. Beinahe hätte ich ein kleines, eng geschriebenes Inserat übersehen.


 


--- Erfahrener Elektroniker gesucht!-


Sollte Mut mitbringen, auf völlig neuem Gebiet arbeiten zu wollen.


Senden Sie Ihr Bewerbungsschreiben mit den üblichen Unterlagen an:


 


INSITUT FÜR QUANTENPHÄNOMENE


z.H. Herrn Prof. Dr. Colsa


Oberer Steinweg 9


Tartana


Datenhighway: AQuantenW


 


Ich konnte mir weder etwas unter einem "Institut für Quantenphänomene" vorstellen, noch wußte ich, wozu sie einen Elektroniker brauchten. Da ich außer irgendwelchen Gelegenheitsarbeiten schon seit Jahren nicht mehr in meinem Beruf gearbeitet hatte, wollte ich es versuchen. Ich schlug schnell die Umschlagseite auf. Resigniert warf ich die Zeitschrift auf einen Haufen ähnlicher Publikationen, der in der Ecke lag. Ein zwei Monate altes Blatt! Irgend jemand hatte mir sicher schon längst die Arbeit vor der Nase weggeschnappt.


Im gleichen Augenblick kramte ich aber in der Schublade meines Schreibtisches und fand auch wenigstens in etwa das, was man so unter "üblichen Unterlagen" verstand. Zwischen irgendwelchen anderen unbrauchbaren Dingen fand ich noch einen einigermaßen sauberen Briefumschlag, verfaßte ein Anschreiben, warum gerade ich für diesen Posten in Frage kam, stopfte alles in den Umschlag, suchte noch eine Briefmarke und schrieb schnell die Adresse auf das Couvert. 


Eigentlich hätte ich alles sofort über die Datenautobahn an das Institut senden sollen, da ich aber dank meiner finanziellen Lage auf eine moderne Com-Station verzichtete, machte ich mich auf den Weg zu einem der letzten Briefkästen. Ich fand ihn etliche Straßen weiter an einem eisernen Zaun befestigt. Ich steckte den Brief hinein und ging langsam zurück nach Hause.


In meinem kleinen Zimmer wieder angekommen, trank ich den schon längst kalt gewordenen Kaffee aus und las wieder und wieder die Anzeige aus der zwei Monate alten Zeitschrift; die letzte Nummer, nachdem ich den Zahlungsforderungen der Versandstelle nicht mehr nachkommen konnte. 


Während ich ein paar alte, vertrocknete Kekse kaute und die vielen Ringe betrachtete, welche etlichen Tassen Kaffee, ohne Milch und Zucker, auf meinem Schreibtisch hinterlassen hatten, fiel mir ein, daß ich unbedingt etwas über "Quantenphänomene" herauskriegen mußte, damit ich bei dem Einstellungsgespräch, falls es dazu kommen sollte, nicht gänzlich versagen würde. Außerdem übte ich meinen Beruf schon lange nicht mehr aus. Wie konnte ich bei dieser Arbeit den Anforderungen gerecht werden, die man dort an mich stellt? 


- Ach was, da sitzt sowieso schon ein anderer und streicht das Geld ein. Ärgerlich fühlte ich die Bartstoppeln auf meinem Kinn. Die Vermieterin, Frau Iloya, eine watschelnde Vettel, klopfte heute morgen an die Tür und keifte dabei, wenn ich schon nicht die Miete bezahlen würde, sollte ich gefälligst auch das elektrische Rasieren lassen. Wo kämen wir hin, wenn sie für mich auch noch dauernd Strom bezahlen müßte. Es ging ihr nicht in den Kopf, daß dieses laute, summende Ding weniger Strom fraß als die nackte Glühbirne unter der Decke meines Zimmers.


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