Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern


Kategorien
> Science Fiction > Geheimakte Eden
Belletristik Bücher
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Science Fiction
Buch Leseprobe Geheimakte Eden, Kerstin Ax
Kerstin Ax

Geheimakte Eden


Jedes Ende hat auch einen Anfang

Bewertung:
(26)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
2120
Dieses Buch jetzt kaufen bei:
Drucken Empfehlen

Bitu Jahr 1

Langsam erwachte Christian Knox. Er spürte Gras, das bei jedem Windhauch über seine Beine strich.
Er wusste nicht, wo er war, wer er war und woher er kam. Seine Augen waren geschlossen und er tastete ohne sie zu öffnen den Boden, auf dem er lag, ab. Ein feiner Geruch umspielte seine Nase und er roch zum ersten Mal in seinem neuen Leben den Duft des Grases.
Mit einem tiefen Atemzug sog er ihn tief in seine Nase und er spürte, wie sich seine Lungen füllten. Er fuhr mit seinen Händen nun die Linien seines Körpers ab. Er ertastete die raueren Haare an seinem Oberschenkel und fuhr mit seiner Hand über seinen Bauch.
Fühlte das die Stellen, an denen keine Haare wuchsen, glatt und weich waren. Ein Geräusch holte ihn aus seinem Dämmerzustand und er öffnete langsam die verklebten Augenlieder. Die ersten Bilder, die er wahrnahm, waren verschwommen und er konnte nur schemenhaft die Umrisse eines anderen Wesens wahrnehmen. Dessen Körper bewegte sich langsam auf ihn zu. Wie aus einem Reflex rieb er sich seine Augen und das Bild wurde klarer.
Sein gegenüber schaute ihn an. Er sah an seinem Körper hinab und entdeckte das sein Gegenüber bis auf ein paar Unterschiede den gleichen Körper hatte wie er.
Langsam erhob er sich auf seine Knie und krabbelte vorsichtig zu dem Wesen.
Etwa einen halben Meter vor ihm hielt er inne und untersuchte mit seinen Augen sein Gegenüber intensiver.
Als er es für ungefährlich einschätzte, hob er seine Hand und berührte den Kopf des anderen Wesens.
Er strich über dessen Haare, die viel länger waren als seine. Sie waren so hell, dass ihm durch das darauf reflektierende Sonnenlicht, schon fast seinen Augen wehtaten.
Das andere Wesen zitterte am ganzen Leib. Mit einem Finger fuhr er über die komischen andersfarbigen Streifen im unteren Teil des Gesichtes des Wesens.
Nun fing das Wesen auch an seinen Körper zu betasten und hörte erst auf, als es an seinen Fußspitzen angelangt war.
Er blieb ganz ruhig sitzen. Als es fertig war, nahm er die Haare des Wesens in seine Hand und roch daran. Nachdem er den Duft tief eingesogen hatte, betaste er seinen Kopf und fühlte nur kurzes Haar, das nicht so lang und weich war wie das seines Gegenübers.
Er konnte nicht verstehen, warum er nicht auch so etwas besaß, und deutete abwechselnd auf seinen Kopf und den des anderen Wesens.
Das andere Wesen kniff seine Augen zusammen und über seiner Nase bildeten sich kleine Fältchen. Nach einigen Sekunden hellte sich seine Miene wieder auf und es strich zuerst über Christians Beine und dann über seine, nahm anschließend dessen Hand in seine,
lenkte seine Hand zuerst über das eigene Bein und dann über seines. Langsam fingen beide an zu begreifen, dass es doch mehrere Unterschiede zwischen ihnen gab.
Sie fingen an abwechselnd stellen am Körper des anderen zu betasten und dann die gleichen an ihrem Körper, jedes Mal wenn sie einen Unterschied bemerkten, ergriffen sie des anderen Hand, um ihm zu zeigen, welchen Unterschied sie entdeckt hatten.
Sie nahmen gar nicht wahr das noch andere Wesen rings um sie herum saßen, krabbelten oder auf dem Rücken lagen.
Unter den anderen befanden sich Wesen, die genauso aussahen wie er. Es gab aber auch Wesen, die genauso aussahen wie sein Gegenüber. Die Gruppe wurde durch einen Schrei aufgeschreckt, der so schrill war, dass sich einige von ihnen instinktiv die Ohren zuhielten. Christian schaute in die Richtung,
aus welcher er den Schrei vernommen hatte. In 5 Metern Entfernung saßen sich zwei Wesen gegenüber. Das eine hatte seine Zähne tief in den Arm des anderen gegraben.
Nach einigen Sekunden ließ es von dem anderen ab, starrte mit weit aufgerissenen Augen auf die rote Flüssigkeit, die aus der Wunde des Opfers perlte. Durchsichtige Flüssigkeit rann aus den Augen des Opfers und es wimmerte. Zum ersten Mal seit seiner Ankunft empfand Christian Mitleid. Ein Gefühl, das so neu war. Und es brauchte Zeit, bis er begriff,
was das Gefühl zu bedeuten hatte. Er schaute sein Gegenüber an, und entdeckte,
dass es mit starrem, verängstigtem Blick auf das verletzte Wesen schaute. Christian wandte seinen Blick wieder herum, ein Impuls, der tief aus seinem Inneren zu kommen schien,
brachte ihn dazu sich langsam aufzurichten. Er hatte noch nicht einmal eine Sekunde gestanden, bevor er sein Gleichgewicht wieder verlor. Er fasste sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an sein Hinterteil. Die anderen Wesen hatten sich nun auf ihn konzentriert.
Christian schaute sich um, und versuchte es erneut. Nach unzähligen malen hatte er es geschafft. Leicht taumelnd und zwischendurch immer wieder hinfallend, bewegte er sich langsam auf das verletzte Wesen zu. Er setzte sich vor es und begann damit, die Flüssigkeit, die immer noch aus seinen Augen rann, mit dem Zeigefinger abzuwischen.
Das andere Wesen hatte sich zurückgezogen und schaute nun neugierig zu, wie Christian sich um das verletzte Wesen kümmerte. Als keine Flüssigkeit mehr aus seinen Augen rann, hörte Christian auf und wandte sich nun der Wunde zu, aus der noch kleine Rinnsale flossen. Auch die rote Flüssigkeit versuchte er wegzuwischen. Doch sie trat immer wieder erneut aus der Wunde aus. Hilflos schaute Christian zuerst das verletzte Wesen an, dann blickte er zu den anderen, die nur entgeistert zurückstarrten. Er neigte den Kopf leicht zur Seite und fing an zu überlegen. Nach einiger Zeit begann er die Wunde abzulecken.
Doch der salzige, metallische Geschmack, der sich nun in seinem Mund ausbreitete,
erregte Übelkeit bei ihm und er hörte sofort wieder damit auf. Leicht taumelnd näherte sich nun das erste Wesen, mit dem er Bekanntschaft geschlossen hatte. Es ließ sich neben ihnen auf seine Knie fallen und schaute interessiert auf die Wunde.
»Aaaah!« Das Wesen hatte einen Ton von sich gegeben und griff nach etwas. Es hatte ein dünnes, handgroßes Blatt eines Baumes aufgegriffen.


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



Sponsoren

© 2008 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!
suchbuch.de wird unterstützt von loadplanet.de


ExecutionTime: 0 secs