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Endlich ist der Eisbär weg!


Humor

von Thomas Fricke

satire
ISBN13-Nummer:
9783842319486
Ausstattung:
108 Seiten, Broschiert, Format: 12x19
Preis:
7.95 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Books on Demand
Kontakt zum Autor oder Verlag:
th.fricke@onlinehome.de
Leseprobe

 

Am Strand

 

Träge liegt die faule Bande

An dem weißen Badestrande,

Sonnt sich bis zum Melanome,

Schmatzt das Eis mit lautem Tone,

Paart sich schamlos im Gelände

Und versaut die schönsten Strände.

 

Endlich ist der Eisbär weg!

 

"Ja endlich ist der Eisbär weg!",

So freut man sich schon bald,

"Und an den Polen Nord und Süd

Ist's gar nicht mehr so kalt.

 

Von Murmansk über'n Pol gefahr'n

Ist schnell man in Hawaii,

Das ist ein Spaß und bringt viel Geld,

Ist auch nicht einerlei.

 

Zwar Bangladesch und Amsterdam

Sind leider nicht mehr da,

Doch dafür baut man Städte jetzt

In ganz Antarktika."

 

Was schenke ich nur Tante Inge?

 

Was schenke ich nur Tante Inge

In diesem Jahr zum Weihnachtsfeste?

Die Tante meist ist guter Dinge,

Nur ihr Verstand war nie der beste,

Weshalb aus Verwirrung oder Spaß

Zu Ostern sie die Katze aß.

 

Ich wollte ihr so gerne schenken

Zu Weihnachten ein Katzenklo,

Das hätte nunmehr kein Niveau,

So muss was Neues ich ausdenken

Mir jetzt für meine Tante Inge.

Ob ich ihr nur was Tolles singe?

 

Klappentext

Ein Elefant in Liebesnöten, ein singender toter Waschbär aus der Oberlausitz, ein Tonnenfahrer, ein weissagender Raumfahrer, Städtebau in der Antarktis, eine Konferenz bei Teich TV – dieses humorvolle Buch ist reich an skurrilen und komischen Typen und Begebenheiten. Thomas Fricke schreibt sowohl heitere als auch satirische Gedichte und Kurzgeschichten. Der vorliegende Band enthält fünfundneunzig witzige, fast ausnahmslos gereimte Gedichte. Hinzu kommen vier schräge Kurzgeschichten, die von einer Kindheitserinnerung über fantastische Geschichten bis hin zu einer Märchenparodie reichen.

Rezension

Das Buch hat eine nicht geringe Bandbreite: Satire, anspruchsvoller Humor (Witz + Ernst), Heiteres, Melancholisches, Wortspielereien und "nur" Spaßiges. Lobenswert finde ich, dass hier Reim, Verstakt, Metrum usw. - kurzum die gebundene Verssprache gebraucht und benutzt werden, zu neuen Ehren gelangen, was, wie ich finde, höchst erfreulich ist.
Gefallen hat mir z. B.  "Der Moofrosch Maxe", der mit einer gewissen Colette im Internet chatten will. Babette aber, seine Frau, hat ihn durchschaut, weshalb sie ihm den Internetzugang sperrt. Was aber macht Maxe? Er macht das Objekt seiner Begierde schlecht, indem er behauptet, er finde Colette "zwar so ganz nett, / doch sehr kokett / und viel zu fett." Na ja, Männer eben. Zum Glück sind nicht alle so wie der Maxe. (Amazon.de / Mahina)