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Tour de Plaisir


von Doris Sutter

reiseberichte
ISBN13-Nummer:
9783866751071
Ausstattung:
broschiert
Preis:
8.40 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
mohland
Kontakt zum Autor oder Verlag:
Doris@beluga-on-tour.de
Leseprobe

  

Unser Rhein.

Er ist der Inbegriff eines großen Stromes, das pulsierende Herz Europas.

 

Der Rhein ist, seit es Menschen gibt, eine natürliche Grenze. Vor mehr als 2000 Jahren trennte er Gallien von Germanien. Frankreich beanspruchte den Rhein Jahrhunderte lang, allerdings mit wechselhaftem Erfolg, als seine Grenze gegen Deutschland. Erstaunlicherweise war es die Anspruchshaltung der anderen, die ein  Gefühl der deutschen Gemeinsamkeit weckte. Wir wollten das Bedrohte verteidigen. Unser Rhein, unser majestätisches Symbol deutscher Herrlichkeit, sie sollen ihn nicht haben. Märchen, Sagen, Mythen  verbinden sich zu einer Rheinkultur, zu einer Art Nationalgott Rhein. Die Wacht am Rhein, das Deutschlandlied, es braust ein Ruf wie Donnerhall, zum Rhein, zum deutschen, deutschen Rhein. Der Rhein wurde zum Symbol der Feindschaft zwischen den Ländern. Und der Rhein ist immer  noch eine Grenze, eine innerdeutsche Grenze zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz, zwischen Wiesbaden und Mainz. Er trennt den Rheingau von Rheinhessen.  Und er ist eine Grenze in den Köpfen seiner „Anrheiner", er trennt die Sandhasen von der „ebschen Seit". Und solange von Mainz bis Koblenz keine vernünftige Verbindung der  beiden Ufer durch Brücken entsteht, wird sich hieran auch nichts ändern.

 

Auf dem Rhein verkehren ca. 12.000 Berufsschiffe aus ganz Europa. Er ist eine Wasserstraße auf der hart gearbeitet wird.

Und er ist heute immer noch das, was er schon seit Jahrhunderten ist: eine Vielvölkerstraße, die lebendige Chronik der Geschichte unseres Landes. Menschen ernährend und verschlingend, gefürchtet und bewundert. Er plätschert durch die Jahrhunderte in zeitloser Würde und Gelassenheit. Einfach unvergleichlich und wunderbar.

Klappentext

„Lass uns wieder nach Frankreich fahren. Lass uns all das machen, was wir in diesem Jahr vermisst haben. Grillen, Bowle trinken, mit skurrilen Typen in der Wiese am Lagerfeuer sitzen, dummes Zeug reden, vielleicht endlich den Pot-au-feu kochen, für den wir schon zwei Jahre den Topf spazieren fahren. Einfach nur relaxen und zufrieden sein." So lautet Doris' Vorschlag - und Manfred, ihr Ehemann, nickt dazu. Nachdem die beiden schon etliche abenteuerliche Reisen auf ihrer Motorjacht „Beluga" unternommen haben, soll es nun also eine vergnügliche Erholungstour werden. Was bietet sich da mehr an als eine Reise auf Frankreichs Wasserstraßen? Fast überall ist es erlaubt anzulegen, landschaftlich ist Frankreich überaus reizvoll, aufgrund der vielen Schleusen und Hebebrücken wird es nie langweilig oder gar zu ruhig und für gutes Essen sind die Franzosen eh berühmt ... Viel Spaß also auf der Tour de Plaisir auf Frankreichs Kanälen!

Rezension

Ich habe  das neue Reise-Buch  von Beluga-Doris gelesen.

 

Das Buch erzählt eine Bootstour durch Frankreich.


Beluga startete wie immer im Rheingau, fuhr über Rhein und  Mosel nach Frankreich. In Toul bogen sie ab  in den Canal Marne au Rhin bis Vitry-le-Francois, dann ging es in den Canal de la Marne a la Saône und in die Saône.
Nach einem Abstecher in die Seille, mitten ins Herz der Bresse  und der Erkundung des berühmten Bresse-Huhns ihn Louhans, ging die Reise weiter über den Doubs und den Canal Rhône au Rhin zurück in den Rhein.

 

Die Beschreibung dieser Wasserwege ist eine kurzweilige Mischung aus Historie, Lokalkolorit und Reiseführer. Die Beluga-Crew gibt viele informative Ratschläge über Anlegemöglichkeiten und Zustand des jeweiligen Wasserwegs.

Aber es gibt auch Tipps und Informationen für Frankreich-Anfänger. Von: wo bekomme ich Wasser - bis: wie verständige ich mich mit den Schleusenwärtern,  ist alles vorhanden, was der Wasserwanderer bei seiner Planung einer Frankreich-Tour gerne wissen möchte.

 

Mir wäre es auf jeden Fall sehr viel wohler, wenn ich diesen Ratgeber vor Reiseantritt  studiert hätte.

Außerdem macht das Lesen Spaß. Wer ihr Beluga-Nadelöhr-Buch kennt, der weiß ja was ihn in etwa erwartet.

Claus Beese