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Reiseberichte
Buch Leseprobe Kappadokien CD-Rom, Jürgen Süß
Jürgen Süß

Kappadokien CD-Rom



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Leseprobe der multimedialen Kappadokien-CD-ROM Helmuth von Moltke - Ein Preuße im Dienst des Sultans Hans Rott - Der genaue Beobachter Über den malerischen Ort Cavusin --------------------------------------------------------------------- Helmuth von Moltke - Ein Preuße im Dienst des Sultans Helmuth von Moltke (1800-1891), der spätere Generalfeldmarschall unter dem deutschen Kaiser Wilhelm I., unternahm 1835 als Offizier der Preußischen Armee eine private Reise ins Osmanische Reich, in dessen Verlauf er vom Sultan zu einer Tätigkeit als Militärberater überredet wurde. Von Moltke nahm an einem Feldzug der türkischen Armee gegen ein ägyptisches Heer teil (1). Ägypten und andere arabische Regionen begannen in dieser Zeit gegen die osmanische Besetzung zu rebellieren. Nach vier Jahren kehrte er nach Berlin zurück und veröffentlichte 1876 seine Erlebnisse in „Briefe und Zustände und Begebenheiten in der Türkei aus den Jahren 1835 bis 1839" (2). Zitat aus „Briefe und Zustände und Begebenheiten in der Türkei aus den Jahren 1835 bis 1839" (Berlin 1893) Brief 50: „Als am folgenden Morgen früh der Wolkenvorhang sich auseinander zog, stand vor uns der mächtige Riese Erdschiesch [heute Erciyes Dagi] (1); er hatte während der Nacht ein neues, schneeweißes Kleid angelegt, purpurn gefärbt von der Sonne, der er schon ins Antlitz schaute (2), obwohl sie für uns noch tief unter dem Horizont weilte; fünfzig Stunden weit bis nahe vor Konieh [heute Konya] sah ich den Giganten hoch über alle anderen Berge emporragen (3). Die Form dieses Berges ist überaus schön; der schroffe Gipfel spaltet sich in drei Zacken, die mit ewigem Schnee überschüttet sind, und rings umstehen diese Riesenpyramide eine Menge runder Bergkegel mit überaus abschüssiger Böschung, der Fuß ist mit endlosen Weinbergen bedeckt und verläuft sich in eine Ebene, aus der die Kuppeln und Minaretts des neuen Cäsarea emporstreben (4)." nach oben --------------------------------------------------------------------- Hans Rott - Der genaue Beobachter Zu den Reisenden, die am genauesten und eindrucksvollsten die Landschaft Kappadokiens beschreiben, gehört der deutsche Forscher Hans Rott, der über seine 1906 unternommene Reise in dem Werk „Kleinasiatische Denkmäler" ausführlich berichtet (1) (2). Zitat aus „Kleinasiatische Denkmäler" (Leipzig 1908) 209-210: "Man muss im Vollmondschein einer lichtvollen Nacht die Troglodytenlandschaften zwischen Indjesu [heute Incesu] und Newschehr [heute Nevsehir] gesehen haben, mit den gewundenen Labyrinthen ihrer Täler und ihren monströsen Gebilden, um die phantastischsten und schaurig-schönsten Eindrücke genossen zu haben (1). Die halbvergessenen Fabeln der Kindheit von Biskuithäuschen, von Hänsel und Gretel, von verwunschenen Schlössern und dämmerigen Grotten wie die Walpurgisnacht kamen mir immer und immer wieder in den Sinn (2). Hier führt unverhofft ein niedriger Gang zu einem heimlichen, säulengetragenen Winkel, dort tritt man plötzlich in große Hintergemächer mit völlig veränderter, fremdartiger Aussicht, hier weht mit einemal eine starke Zugluft herein, die von einem anderen Tälchen herkommt und bald weiß man nicht mehr, wo die liebe Sonne und der Mond steht (3). Dort steigen wir durch eine halbeingestürzte Decke in eine Kapelle hinab, in der uns wüst erbrochene Gräber mit ihren Gebeinen anstarren; dort kriecht man durch Rebengeschlinge und wilde Birnbaumhecken rückwärts durch ein enges Loch zu den Heiligen hinab, die allmählich Fleisch und Blut an den Wänden gewinnen, wenn die Augen sich von der blendenden Tageshelle zur Dunkelheit hingewöhnt haben; hier badet man tief im Wasser einer zum See verwandelten Kapelle, an deren Wänden Gräber eingeschnitten sind, deren Tote zum Bittgebet für ihr Seelenheil auffordern: Alles intime Wunder, die der Reisende bei einiger Ruhe des Verweilens an den Orten dieser 'maisons pyramidales' des Sieur Lucas erleben kann." nach oben ---------------------------------------------------------------------- Über den malerischen Ort Cavusin: Alt-Çavusin Çavusin gehört zu den imposantesten Dörfern in der Umgebung von Göreme. Wie eine Festung überragt der von Wohnhöhlen fast völlig durchlöcherte Hauptfelsen die Häuser (1). Seit den späten 50er Jahren des 20. Jahrhunderts verließ die Bevölkerung auf Grund von verstärkter Felssturzgefahr den alten Ortskern und zog in einen neu gebauten Ortsteil. Das alte Çavusin kann heute wie ein Freilichtmuseum besichtigt werden. Im Unterschied zum Open Air Museum von Göreme findet man hier Wohnstrukturen aus byzantinischer Zeit bis ins 20. Jahrhundert, darunter Kirchen und osmanische Bauten nebeneinander (2). Kirche des Täufers Kirche des Täufers Mittelpunkt des Burgfelsens bildet eine der ältesten Höhlenkirchen Kappadokiens, die Kirche des Täufers (3). Nikephoros Phokas Eine weitere Kirche, die an die 964/5 unternommene Pilgerfahrt des byzantinischen Kaisers Nikephoros II. Phokas zu den Klöstern dieser Gegend erinnert, bewahrt schöne Freskenbilder (1). Pittoreske Landschaft Nicht weit von Çavusin entfernt mündet eines der schönsten Täler der Umgebung - Güllü Dere. Es lädt zu einem Spaziergang ein, in dessen Verlauf man byzantinische Kirchen, verschwiegene kleine Täler (2) und schneeweiße Tuff-Felsen, die sich wie Gletschereis aus den Bergen in die Täler zu schieben scheinen (3), bestaunen kann. nach oben


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