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Venusdüfte


Ätherische Öle in Liebe und Sexualität

von Gisa Braune

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ISBN13-Nummer:
9783839107836
Ausstattung:
152 Seiten, Paperback, Format: 17 x 22 cm
Preis:
14.90 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
BoD
Kontakt zum Autor oder Verlag:
info@venusduefte.info
Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

  • Teil 1: Die Theorie 

Eine lange Geschichte 13

Alles fängt im Kopf an 25

Die Pheromone – Botschafter des Inneren 27

Was ist ein Aphrodisiakum? 31

  • Teil 2: Die ätherischen Öle 

Was ist ein ätherisches Öl? 36

Die Klassiker: Da kann nichts schiefgehen 39

Sandelholz 40

Rose 42

Jasmin 46

Ylang Ylang 48

Neroli/Orangenblüten 50

Die Gewürzöle: mit Vorsicht zu genießen 53

Zimt 54

Schwarzer Pfeffer 56

Ingwer 58

Kardamon 60

Koriander 62

Geheimtipps – und andere Helfer 65

Patchouli 66

Vanille 68

Zedernholz 70

Tuberose 72

Rosenholz 74

Muskatellersalbei 76

Hydrolate 79

Zitrusöle: der Gute-Laune-Faktor 81

Pampelmuse/Grapefruit 82

Mandarine 84

Bergamotte 86

Orange 88

  • Teil 3: Action 91

Erotische Meditationen und Visualisierungen 93

Massage 98

Die Macht der Berührung 98

Die Ganzkörpermassage: mit Leib und Seele 101

Die Gesichtsmassage 102

Die Massage des Solar Plexus 104

Der Ritus der sechs Kostbarkeiten 108

Aromatische Tipps 110

Trockene Scheide 110

Yoni- und Lingampflege 112

Vorzeitige Ejakulation 113

Erektionsschwierigkeiten 114

Niedrige sexuelle Ansprechbarkeit 116

Dammriss und Dammschnitt 117

Empfindungslosigkeit in der Scheide 118

Liebeskummer 119

Mundgeruch 120

Das Deo 122

Eine romantische Atmosphäre schaffen 124

Wie man sich bettet… 128

…und kleidet… 128

…so liebt man. 128

Verhütung 128

Fruchtbarkeit und Schwangerschaft 129

Safer Sex 130

Einige Rezeptvorschläge 131

Praktische Hinweise 133

Vorsichtsmaßnahmen 133

Tipps und Dosierungen für Massage, Bad und Hautpflege 134

Lagerung und Haltbarkeit 136

Tipps für den Einkauf 137

Preislagen 138

Übersicht: Aphrodisische Eigenschaften der ätherischen Öle񗹤 143

Danksagung und Erwähnungen 145

Literaturverzeichnis 147

Stichwortverzeichnis 149

Anmerkungen 151

 

Eine lange Geschichte

Das Bemerkenswerteste gleich vorab: Wo auch immer in der Vergangenheit aromatische Pflanzen kultiviert wurden, wusste man um deren Wirkung auf die sexuelle und die spirituelle Ekstase. Diese Dualität von Sexualität und Religion zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des erotischen Parfüms. In früheren Zeiten wiesen schlechte Gerüche für die Menschen auf böse Mächte hin und angenehme Gerüche auf gute Mächte. Der hin-duistische Himmel und seine Götter dufteten lieblichst, genauso wie die griechischen Götter im Elysium oder das moslemische Paradies. Duftende Harze hielt man für Schweißtropfen oder Tränen der Götter und lieblichen Blütenduft für ein Werkzeug göttlicher Inspiration. Duft war das Bindeglied zwischen Diesseits und Jenseits. Durch Verbrennen wohlduftender Substanzen versuchte man, auf eine andere Ebene, sprich: in spirituelle Ekstase, zu gelangen und so mit den Göttern in Kontakt zu kommen; man glaubte auch, dass durch den auf-steigenden aromatischen Rauch die Gebete zum Himmel transportiert würden. Daher der Name „Parfüm“, von lateinisch per fumum – durch den Rauch. In der indischen und persischen Literatur treffen sich Liebespaare vor-zugsweise in duftenden Blütengärten. Da ist es kein Wunder, dass Mogul Jahangir im 16.Jh. für seine Gemahlin Nur einen Garten schuf, den er Shalimar, „Bleibe der Liebe“, nannte, und der heute nicht nur zu einem der schönsten Gärten in der ganzen Welt zählt, sondern auch dem bekannten Parfüm von Guerlain seinen Namen lieh. In Indien wurde die Geburt der Parfümerie dem Gott Indra zugeschrieben, einem hinduistischen Kriegsgott, dessen Brust mit Sandel-holz eingerieben ist. Im Kama Sutra ist oft von Düften und Parfümen die Rede. Die Kunst der erotischen Massage mit aromatischen Ölen wird in Indien seit langer Zeit gepflegt. Dabei massieren sich Liebende nicht nur gegenseitig – auch indische Elefantenkühe kommen in den Genuss einer Massage mit aphrodisischen Ölen, um ihren Bullen Lust auf die Paarung zu machen! Die gleichen Düfte, insbesondere Sandelholz, wurden und werden auch heute noch zum Meditieren und für andere religiöse Zeremonien verwendet. Im alten Ägypten findet man ebenfalls einen starken Zusammenhang zwischen Sexualität und Spiritualität. Die ägyptischen Priester waren außerordentlich geschickte Parfüm- und Kosmetikhersteller. Selber geschminkt und parfümiert, stellten sie liturgische Öle her, um damit u.a. ihre Götterstatuen zu parfümieren. Ursprünglich zu reinigenden Zwecken eingesetzte aromatische Salben für Frauen entwickelten sich bald zu echten Kosmetika. Nach dem Besuch im öffentlichen Bad – Hygiene und Körperpflege waren sehr wichtig – rieb man sich mit den von den Priestern hergestellten Pomaden ein: zur Hautpflege, um böse Geister fernzuhalten, als Anti-Aging-Mittel – und zu Verführungszwecken. Die Rezepte waren streng geheim, und es gab hunderte davon. Die gleichen aromatischen Kräuter wurden bei religiösen Zeremonien verbrannt, zum Einbalsamieren der Toten benutzt und kamen als Medikamente zum Einsatz. Neben Weihrauch und Myrrhe schätzte man auch Zimt, Zypresse, Wacholder und Iris. Der blaue Lotus (Nymphaea caerula) war wegen seiner aphrodisierenden und halluzinatorischen Wirkung sehr beliebt. Auch Kleopatra kannte natürlich die erotische Macht mancher Düfte und machte reichlich Gebrauch davon. Als Markus Antonius sie ans Ufer des Tibers bestellte, tränkte sie die Segel ihrer Barke mit Jasmin- und Rosenessenzen, so dass man sie schon von weitem riechen konnte. Und natürlich verfehlte dieser Trick nicht seine Wirkung. Markus Antonius verliebte sich unsterblich in sie. Die erste Liebesnacht verbrachten die beiden angeblich auf einem Teppich aus Rosenblättern. In der Sklaverei in Ägypten lernte das Volk Israel die Kunst der Par-fümerie kennen und trug sie später nach Palästina, in sein Heimatland. In der Bibel finden sich zahlreiche Hinweise auf duftende Salben, Räucherwerk und andere aromatische Substanzen. Sie wurden für die persönliche Hygiene benutzt, um Körper und Kleidung zu parfümieren, um Insekten fernzuhalten, Essen und Wein zu würzen, die Köpfe der Gäste zu ölen und die Toten zu bestatten. Judith parfümierte sich, um Holofernes zu verführen und ihm den Kopf abzuschlagen, und im Buch Esther kann man nachlesen, dass sich eine Jungfrau „sechs Monate mit Balsam und Myrrhe“ und sechs Monate mit anderen Pflegeprodukten auf ihre erste Nacht mit dem König Ahasverus vorbereiten musste, bevor sie in sein Harem überführt wurde. Die drei Weisen aus dem Morgenland brachten dem Jesuskind Weihrauch und Myrrhe dar, Maria Magdalena strich später mit ihren Haaren kostbare Nardensalbe auf seine Füße, und nach der Kreuzigung wurde er mit Myrrhe und Aloe einbalsamiert. Im antiken Griechenland waren ebenfalls alle Bereiche des täglichen Lebens von angenehmen Düften durchdrungen. Man schrieb den Ursprung und Gebrauch von Duft den Göttern zu. Diese besaßen ganz besondere Parfüme, die den Menschen nicht zugänglich waren. Die Götterverehrung war daher von lieblichen Düften begleitet, und duftende Kräuter mit ihren heilenden Eigenschaften galten als Geschenk der Götter an die Menschen. Besonders unter dem persischen Einfluss während der Regierungszeit Alexanders des Großen machten die Griechen regen Gebrauch von wohlriechenden Kosmetika. Die Frauen rieben sich ihre Brüste und Schenkel zum Vorspiel mit parfümierten Ölen ein. Mit Parfümen gefüllte kleine Vasen waren beliebte erotische Geschenke zwischen Verliebten und Geliebten beiderlei Geschlechts. Der griechischen Liebesgöttin Aphrodite, die der Legende nach mit einem weißen Rosenstrauch aus dem Schaum des Meeres geboren wurde, verdanken wir den Begriff „Aphrodisiakum“. Ihr zu Ehren feierte man alljährlich ein Fest, die Aphrodisia.

Klappentext

Wie kann ich anziehender auf andere wirken?

Welche ätherischen Öle haben eine aphrodisische Wirkung?

Wie kann ich damit mein Liebesleben verbessern?

Was tun bei vorzeitiger Ejakulation, Empfindungslosigkeit in der Scheide oder fehlender Libido?

Diese und viele andere Fragen werden in diesem anziehend bebilderten Buch eingehend behandelt. Der Leser erfährt alles, was sich zu wissen lohnt über die aphrodisische Wirkung ätherischer Öle und ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Die reichen von sinnlichen Massagen oder erotisierenden Meditationstechniken über magische Rezepte und Liebesrituale aus 1001er Nacht bis hin zu aromatischen Lösungen für ganz konkrete sexuelle Probleme.Gisa Braune ist in der Nähe von Göttingen geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur hat sie einige Jahre in Freiburg gelebt, bevor sie nach England gegangen und dort eine Ausbildung zur staatl. gepr. Aromatherapeutin absolviert hat. Seit 1999 lebt und arbeitet sie in Südfrankreich.