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> Politik, Gesellschaft > Wird die Frau von der Männerwelt versklavt
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Politik, Gesellschaftskritik
Buch Leseprobe Wird die Frau von der Männerwelt versklavt, D. Sami Assassa
D. Sami Assassa

Wird die Frau von der Männerwelt versklavt



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Inhaltsverzeichnis


6   - Über den Titel dieses Buches

9   - Die Frau in den erotischen Zeitungsanzeigen 

15 - Die „bessere" Investitionsbranche

18 - Die Frau, Mutter der Zivilisation

21 - Das Eigentum

22 - Prostitution

24 - Die Prostitution und die Herrschaft in der dritten Welt

25 - Die Frau, als Ziel der Männer

30 - Die „preiswerte" Frau aus der dritten Welt

32 - Die Gleichberechtigung

34 - Die Versuchung

38 - Mitschuld der Frau

47 - Das trübe Schicksal

48 - Nur schöne Frauen?

50 - Die Mode und der „verrückt" werdende Jugendliche

56 - Gesellschaftsdame

59 - Erotische Video Clips und Filme

63 - Sonstige Folgen einer aufpeitschenden Sex-Werbung

66 - Sechsjährige Kinder und Sex-Gewalt

70 - Werbespots im TV

72 - Für meine Karriere tue ich alles

77 - Die unbefriedigende Jugendpolitik

81 - Umschalten oder ausschalten - Soll das die Lösung sein?

82 - Unter 16 Jahren nicht!

86 - Fatale Wirkung auf die dritte Welt

93 - Weitere Bücher des Verfassers

94 - ...auf der Suche nach einem Verlag


 





Über den Titel dieses Buches


Ursprünglich wollte ich mein heutiges Buch unter dem Titel:


„Die aufgezwungene Fehlemanzipation der Frau" veröffentlichen.


Vielen Freunden und Bekannten, Erwachsene und junge Männer und Frauen, Studenten und Studentinnen, habe ich das Manuskript gesendet und um ihre Meinungen gebeten. Ich habe gemerkt, dass der Titel missverstanden wurde. Man hat darin etwas anderes wahrgenommen, als ich meine. Wertvolle Notizen habe ich erhalten.


Sachliche Bemerkungen habe ich berücksichtigt. Andere, mit deren Inhalt ich nicht einverstanden war, blieben unverarbeitet. Ich habe schließlich dieses Buch nicht aus schierer Liebhaberei geschrieben, oder nur um Applaus zu ernten, sondern werfe damit eine Fülle kritischer Fragen auf, die auf eine gerechte, gesellschaftsfreundliche Antwort warten.


Eine aufmerksame Leserin las das Manuskript, war mit dem Inhalt grundsätzlich einverstanden, machte aber zwei Anmerkungen, die ich hier behandele. Ich tue es, weil viele Leser und vor allem Leserinnen die gleichen Anmerkungen äußern könnten.


Die erste Bemerkung war, dass viele Frauen freiwillig den ältesten Beruf der Welt wählen. Bei manchen finge es aus Spaß an der Sache an, andere wollen einfach Geld verdienen, ohne einen festen Beruf ausüben zu müssen.


Diese Frauen sind in meiner Studie überhaupt nicht gemeint. Solange sie in einem kleinen individuellen Rahmen, unauffällig „arbeiten", bleiben sie eine Minderheit, deren Aktivitäten am Rande des gesellschaftlichen Geschehens bleiben. Wenn ihre „Aktivität" auffällt, oder wenn eine von ihnen aus eigener Kraft versucht, im Rotlichtmilieu Fuß zu fassen, wird sie mit ziemlicher Sicherheit von den machtvollen, rücksichtslosen und organisierten Menschenhändlern erfasst und gleichgeschaltet. Diese Männer lassen keine Prostituierte arbeiten, wenn sie nicht „geschützt" wird. Und wenn sie soweit ist, wird sie ein „nummerierter" Bestandteil der Organisationen, deren Aktivitäten ein Dorn in den Augen der Menschlichkeit darstellt.


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Die Frau, Mutter der Zivilisation


Wie falsch können wir liegen, wenn wir behaupten, dass es ohne die Frau weder Zivilisation noch Kultur, noch Wissenschaften oder Industrie, noch Erfindungen und fortgeschrittene Ordnung und Religionen gegeben hätte?


Der erste und wichtigste Trieb eines Menschen überhaupt ist die Sicherung der eigenen Existenz. Der zweitwichtigste Trieb ist die Sicherung der Fortpflanzung, die mit dem Sexualtrieb verbunden ist. Es kann kein Zufall sein, dass die Liebe zur Frau und das unbeschreibliche Gefühl der Befriedigung beim Sex den Druck zur Paarung bildet und nährt. Sowohl beim Kampf um die eigene Existenz als auch bei dem Vollzug eines sexuellen Aktes zeigt sich die Ur- Animalität des Menschen. Um die Existenz kämpft er auf Leben und Tod. Und bei der Suche nach der Frau, die er begehrt, grenzt seine Kampfbereitschaft an den Einsatz seines eigenen Lebens.


In der Steinzeit wurde der stärkste Mann Herrscher über den Stamm. Der Stärkste war der beste Verteidiger der Individuen des Stammes. Er genoss Gehorsam und Respekt und bekam alles, was er sich wünschte. Dafür musste er die Verteidigung des Stammes übernehmen. Wenn er bei einem Kampf starb, entfesselte sich unter den Männern des Stammes ein Kampf um die Führung, wobei der Sieger zum neuen Häuptling wurde. Es kam jedoch auch vor, dass ein anderer Mann von den übrigen Männern auf Grund seiner besonderen Leistungen oder Fähigkeiten anerkannt wurde, so dass ein Machtkampf sich erübrigte.


Der starke Häuptling im Stamm bekam den Vortritt bei der Verteilung der gejagten Beute. Er eröffnet die Mahlzeit und alle anderen Stammesmitglieder kommen nach ihm. Dass derselbe Mann auch die, in seinen Augen, attraktivste Frau bekommt, ist nur selbstverständlich.


Mit der Zeit änderten sich langsam, aber ständig, die Voraussetzungen zur Machtausübung. Ein raffinierter Urmensch kann einige Sympathisanten um sich sammeln und mit deren Hilfe den amtierenden Häuptling stürzen. Dieser „Coup d'état" erfolgt meistens, wenn der Führungsstil des bisherigen Häuptling ungerecht ist. Der Mann, der auf den Sturz und die Ablösung des Häuptlings hinarbeitet muss positiv auffallen, damit er akzeptiert wird.


Ein sonst körperlich schwächerer Mann aus dem Stamm erkennt, dass die Anwendung eines scharfen Natursteins beim Kampf um die Beute, gute Ergebnisse erzielt und setzt diese „Erfindung" von nun an ein. Durch seine kluge Handlung, die zu einem besseren Schutz vor Angreifern und zu einer schnellen Überwältigung der Beute geführt hat, gewinnt er Sympathien. Die Frauen registrieren jede solche Kleinigkeit und neigen zu einer Annäherung an diesen „Erfinder", der sich durch seinen Geist profiliert hat. Dadurch erhöht sich sein Ansehen im Stamm. Und dieser Erfolg animiert ihn zu weiteren Verbesserungen der „Erfindung" oder zur Suche nach neuen Erfindungen. Andere Männer im Stamm registrieren ebenfalls die „Erfindung" und deren Wirkung auf die Person des Erfinders. Sie unternehmen nun auch Anstrengungen in diese Richtung.


In einer nächsten Phase spaltet der Erfinder oder ein anderer kreativer Kopf einen Stein, entdeckt seine schneidende Wirkung und gewinnt durch seine nützliche Anwendung zusätzliches Ansehen. Dieser Vorgang könnte zur Erfindung des Messers geführt haben.


Ein anderer Urmensch entdeckt, dass die Verwendung eines abgebrochenen spitzen Astes hilft, ein gefährliches Urtier zu überwältigen, ohne dass er sich auf einen gefährlichen körperlichen „Nahkampf" einlassen muss. Man kann sich die verängstigten, schwachen Mitglieder des Stammes, Männer, Frauen, Kinder und Alte, vorstellen, die, bei einem laufenden Kampf um Leben und Tod, zusehen, wie die Schlacht vor ihren Augen läuft, und wie der tapfere Mann mit dem spitzen Ast kämpft. Die Schärfung der Spitze des abgebrochenen Astes mit dem gespalteten Stein, der zwischenzeitlich durch Reiben gegen einen anderen Stein geschärft wurde, hat wahrscheinlich zur Erfindung der Lanze geführt.


Die Feststellung des Menschen, dass die Verwendung von Segmenten von Baumstämmen den Transport von großen Felsen ermöglicht, hat möglicherweise zur revolutionären Entdeckung des Rades geführt.


Der Rhythmus der Schaffung von Erneuerungen und Entwicklungen erfolgte sehr langsam. Es könnten am Anfang Jahre, Jahrzehnte oder Jahrhunderte zwischen zwei Stufen der Entwicklung einer Erfindung vergangen sein. Immer schneller wurde das Tempo der Verbesserungen. Heutzutage geschieht das so rasant, dass man kaum noch mitkommt.


Ob man es glaubt oder nicht, wir finden, dass die Liebe des Mannes zur Frau und der Drang des Mannes nach ihrer Wärme die uralte Grundlage der Entwicklung und der Erfindung bildet. Um der Frau zu gefallen, tut der Mann alles. Um ihre Bewunderung zu gewinnen, wird er erfinderisch. Wenn seine körperliche Stärke nicht wirkt, so muss er mit sonstigen Eigenschaften auffallen und sich profilieren.


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Das Eigentum


Mit der zunehmenden Sesshaftigkeit von Nomaden entwickelte sich die Notwendigkeit zur Errichtung von Bauten. Es entstand eine Vorliebe zum Sammeln von Objekten, welche in diesen Bauten Platz finden sollten. Die Neigung zum Sammeln von Wertobjekten entwickelte sich zu einer Gier nach persönlich bezogenen Gegenständen. So wurde das Eigentum zum Bestandteil des menschlichen Daseins. Es ergab sich eine Spaltung in Arme und Reiche. Der Reiche konnte sich mehr leisten. Ihm, dem wohlhabenden Mann, war es möglich, wenn er großzügig mit seinem Reichtum umging, die Frauen zu beeindrucken. So gelang es ihm, die reizvolleren jüngeren Männer ausstechen. Als der Mann entdeckte, dass Besitz und Vermögen ein Schlüssel zu den schönsten Frauen und zur Erfüllung jeglicher Wünsche im Leben sein kann, entfesselte sich ein Kampf um Geld und Vermögen. Der Reichtum ermöglichte die Ausübung von Macht. Sie ist im Grunde genommen Bestandteil und Folge der uralten Suche des Mannes nach der begehrten Frau. Diese Mechanismen sind im Hinterkopf gespeichert. Auch wenn man heute dies weder gesteht, noch darüber spricht.


Das angeberische Auftreten eines Mannes im täglichen Leben, verbunden mit provokativer Geldverschwendung in der Öffentlichkeit, macht bei sehr vielen Frauen alle Mängel der Männer wett. Das Vermögen eines Mannes verdeckt seine unpopulären Eigenschaften. In diesem Zusammenhang sei an die Antwort einer besonders hübschen, jungen, italienischen Darstellerin während einer Talkshow im Deutschen Fernsehen erinnert. Als der Moderator sie fragte, wieso sie bereit sei, sich mit sehr alten Männern zu liieren, antwortete sie naiv und spontan: „Jeder reiche Mann ist schön."


Die Antwort kann absolut dumm sein, aber sie gibt eine Meinung wieder, die nicht selten anzutreffen ist.


Es ist also kein Wunder, wenn Männer, deren persönliche Qualitäten nicht zum Erfolg bei den Frauen reichen, zu allem bereit sind, um Geld und Vermögen zu sammeln, damit solche Schönheiten erreichbar werden.


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Werbespots im TV


Was sagt der Gesetzgeber zu den widerlichen TV-Spots, die die äußerst freizügigen erotischen Videoclips begleiten?


Mit welcher Begründung können diese Szenen der nackten Begierde zugelassen werden? Wie sollen abscheuliche Werbeclips von alten Frauen verstanden werden, die ihren unästhetischen, wabbligen und fetten Busen bloßstellen? Welcher obszöne Geschmack hat die Ausstrahlung solcher Szenen zugelassen und welcher noch kränkere Geschmack findet an solchen Szenen Gefallen?


Ist es eine schiere Angelegenheit von Geldbringenden Einschaltquoten oder ist es die Legalisierung einer öffentlich geduldeten bzw. geförderten Prostitution?


Wer will bordellartige Institutionen, leicht und ziemlich direkt, frei Haus liefern?


In sehr alten Zeiten hat sich der gesunde Verstand der Städteverwaltungen immer bemüht, die Prostitution auf abgelegene Zentren der Städte zu verweisen. In der nahen Vergangenheit war es nicht viel anders. Man wollte unbedingt verhindern, dass sich diese Branche weit ausbreitet. Man wollte, dass der Kunde, der danach fragt, sich dorthin begibt, damit nicht die Allgemeinheit einbezogen wird. Man wollte den Weg dorthin erschweren. Heute stehen wir der immensen Invasion einer Motivation gegenüber, die der direkten Prostitution förderlich zu sein scheint. Dieser Trend ist im Begriff noch weiter auszuwachsen. Er kann kaum aufgehalten werden.


Ist das Zufall?


Ist das Absicht?


Oder handelt es sich um eine verantwortungslose Gleichgültigkeit?  


Verliert das gesunde intime Leben nicht an Wert und Inhalt, wenn durchs Telefon, einem Mann oder einer Frau eine Befriedigung via Telefon verschafft wird? Entartet die sinnliche, natürliche und ohne künstliche Aufpeitschung blühende Liebe von Verliebten, deren Herzen beim Anblick des Geliebten höher schlagen, nicht in eine unakzeptable Perversion?


Wo bleibt die spannende, aufrichtige Sehnsucht und das gesunde Leiden von Verliebten, wenn sie sich, aus irgendwelchen Gründen, für eine Weile nicht sehen, jene Erscheinung, die beim leicht ermöglichten Sex völlig verloren geht?


Man hat in den sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts die Parole propagiert: „Make love, not war." Wir finden, dass der Begriff: „Love" den Inhalt seines tiefen Sinnes immer mehr verliert. Er gerät unter die Räder eines kranken Aspekts der Zivilisation. Wird „Love", nicht zweckentfremdet und mechanisiert? Entartet Sex nicht zunehmend zu einer geschmacklosen, öden Befriedigung, oder in eine reine Entladung biologischer Energie, die im Körper steckt, wenn sie mit irgendeinem Partner, so erledigt wird, dass danach jede Partei, ohne jegliches Gefühl und ohne Nachspiel, ihren Weg geht? Geht das liebevolle Händeberühren, das Streicheln, Küssen, Umarmen und der wunderschöne Austausch von sinnlichen Zärtlichkeiten von zwei Verliebten, zugunsten eines schieren „F...", verloren, wo die Frau den Mann nicht kennt und umgekehrt?  


Kann man unsere Gedanken nachvollziehen, wenn wir behaupten, dass zwischen der Verbreitung von Prostitution fördernden Videoclips und dem Sinken der Anzahl der Bevölkerung in vielen Industriestaaten ein Zusammenhang existiert? Hat die ziemlich gelungene Trennung zwischen „Sex für Nachwuchs" und „Sex für die Befriedigung" nicht ebenfalls zum Rückgang der Geburten geführt?[1]

 

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Für meine Karriere tue ich alles


Wer gewisse Medien mit offenen kritischen Augen beobachtet, entdeckt noch umfangreichere, tückische Gefahren für die Gesellschaft. Als Einleitung zu unserem Buch haben wir drei Sorten von Zeitungs-Zitaten aufgeführt, die, unserer Meinung nach, zur Entfesselung einer aufgepeitschten übertriebenen Sexualität führen. Nun wollen wir einen Beitrag aus der Zeitung „Bild München" zusammenfassen und gebührend kommentieren. Auf der Seite 18 des Blattes vom 15. April 2005 sieht man das Bild einer attraktiven jungen Frau in einer Größe von fast einer halben Seite. Neben dem Bild lesen wir folgenden Groß-Titel, der in fetten Buchstaben abgedruckt ist:


„Kim (17): Für meine Karriere tue ich alles."


Darüber lesen wir folgende Frage, die in Kleinschrift abgedruckt ist:


„Sind denn heutzutage alle jungen Mädchen so?"


Dieser Neben-Titel ist, verglichen mit der pompösen Überschrift, die allein fast eine viertel Seite füllt, kaum vernehmbar.


In dem Beitrag lesen wir u.a.:


„Sie ist verdammt jung und schon verdammt abgebrüht. Kim (17) weiß, was sie hat und was sie will: „Ein Star werden! Dafür würde ich alles tun!"


Kim aus Kummerfeld (bei Hamburg) geht noch aufs Gymnasium. Doch aufs Abi würde sie verzichten. So schnell wie möglich will sie berühmt werden. Um jeden Preis. Schauspielerin, Sängerin, Model oder Fernsehmoderatorin - egal. Hauptsache berühmt. Ein Mann soll ihr dabei helfen."


Einer der beiden Reporter stellte ihr die Frage:


„Und wenn er dafür eine Gegenleistung will? Sex?"


Die Schülerin kennt da gar nichts. Sie antwortet:


„Na ja, wenn er kein Superalter Knacker ist ... Wer nach oben will, muss eben auch durch den Dreck kriechen. Wenn er mich weiterbringen kann, bin ich schon bereit, so einiges zu machen."


Soweit das Zitat aus der Bild Zeitung. 


Was kann sie tun, wenn der alte - oder junge Knacker verspricht und nicht erfüllt? Wie kann sie gegen ihn vorgehen? Klagt sie ihn vor einem Gericht an?


Wie vielen alten- und jungen Knackern muss sie glauben und wie viele " bedienen" bis einer wirklich da ist, der sein Versprechen erfüllen kann? Wie viele Hunderte, Tausende und mehr Mädchen fallen darauf rein und gehen leer aus? Nur leer?


Es ist nachvollziehbar, wenn viele Leser darin eine nebensächliche lustige Banalität finden, die zum Schmunzeln animiert. Wir sehen darin eine absolute Frechheit, eine Tragödie, die zur direkten Zerrüttung der Sitten führt. Erwachsene, vernünftig denkende Männer und Frauen würden vielleicht den Text dieses Beitrages gar nicht lesen. Aber gerade 17-jährige und jüngere unerfahrene Mädchen, die glauben sie hätten die Voraussetzungen, um Stars zu werden, werden beim Lesen dieses Berichtes hellhörig. Der Drang nach Ruhm kitzelt schon die meisten Menschen. Aber bei jungen unerfahrenen Mädchen erweckt er einen verstärkten Trieb. Sie denken:


Wenn Kim mit 17 bereit ist, mit irgendeinem Mann Sex zu haben, wenn er ihrer Berühmtheit verspricht, so können sie es auch tun. Was hat Kim, was sie nicht auch haben?


Die Hemmschwelle, die eine junge Frau vom Begehen dieser Verfehlung abhält, wird durch solche Anzeigen glatt gebügelt. Der Verzicht auf Abitur scheint da als eine Bagatelle, weil ein berühmt gewordenes Mädchen auch ohne Abitur auskommen kann.


Können die Zeitungen, die solche Berichte veröffentlichen, die Tragweite solcher Beiträge einschätzen, oder tun sie es vorsätzlich?


 Werden sie das Bild eines solchen, nach Berühmtheit strebenden Mädchens ohne Gegenleistung bringen?


Jeder der eine Ware durch eine Anzeige in der Zeitung anbieten will zahlt für zwei Zeilen einer einzigen Spalte mehrere Euro. Wie viele Tausend Euros dürfte eine Anzeige kosten, die fast eine halbe Seite groß ist?  


Sind diese Berichte überhaupt echt, oder sind sie zweckbedingt konstruiert, ohne jegliche authentische Grundlage? Gibt es wirklich eine „Kim", der man sagen möchte: „Gegen Dummheit sei kein Kraut gewachsen?


Dieser Beitrag der Bild-Zeitung wirft, gewollt oder ungewollt, ein sehr düsteres Licht auf die Berufe, von denen Kim träumt. Man wird sich fragen:


Hat jeder Star, jede Sängerin, jedes Model und jede Fernsehmoderatorin diesen Weg durchmachen- und diesen Preis entrichten müssen, ehe ihnen Berühmtheit beschert wurde? Stellt das Gelangen zu diesem Bericht in einer weit verbreiteten Zeitung keine wichtige Stufe auf dem Weg zum Ruhm dar? Hat Kim eine „Vorauszahlung" entrichten müssen, damit ihr Bild so in einer Zeitung erscheint?


Dieser Bericht über ein übermütiges Mädchen beanspruchte gleich zwei geistvolle Reporter, die ihn mit geeinter Kraft verfasst haben. Sie wurden namentlich genannt. Was für ein wissenschaftliches Thema wurde darin behandelt, damit dazu gleich zwei Reporter nötig sind. Wir wissen, dass die wirklich bewegenden Themen der weltberühmten dritten Seite der SZ immer von einem einzigen Mann oder einer Frau behandelt werden. Kim hingegen hat in der Bildzeitung zwei Reporter beansprucht. Wie hervorragend das Thema war!


Am Schluss des Berichts beider fleißigen Reporter lesen wir:


„Jetzt hofft sie, das sich ein Agentur-Chef bei ihr meldet..."  


Aber wie kann sich der Agentur-Chef melden, wenn weder eine Adresse noch eine Telefonnummer von Kim im Beitrag zu finden ist? Diese Frage führt zwangsläufig zu einer weiteren Frage:


Werden durch die Anzeige nur Agentur-Chefs auf die hübsche Kim aufmerksam gemacht, oder können Menschenhändler schneller zugreifen? Haben gewisse Interessenten besondere „Hintertür" - Möglichkeiten, diese Angaben über Kim zu bekommen? Können es die zwei Reporter sein?


Wohin geht die Welt eigentlich? Ist das eine Fortsetzung der Kulturreise der Kulturvölker, oder ist das ein Vorbote einer bedrohten Zivilisation?


Wo sind die Regierungen und Regularien, die Einhalt gebieten müssen? Wo sind die Hüter der Tugend und Ethik? Wird all das wegen der Füllung unersättlicher Kassen aufgeopfert? Darf dieses Übel mit dem Streben nach krankhaftem „Geldverdienen" gerechtfertigt werden?


Ist ein Erfolgversprechender Widerstand in den Zentren der Gesetzgebung feststellbar, der die Jugendlichen, bei denen der Trieb zur Liebe sanft erwacht, schützen soll? Zehnjährige, Zwölfjährige und Vierzehnjährige haben schier grenzenlosen Zugang zu den abscheulichen Szenen im TV.


Wohin führt das?


Werden in den Schulen und außerhalb der Schulen keine jungen Schülerinnen von Schülern im Alter von 15 bis 17 Jahren belästigt, missbraucht oder gar vergewaltigt?


Wir gehören also zu denjenigen Bürgern, die in der geduldeten, ungebändigten Sex-Flut einen wichtigen Grund, für die Missorientierung und für die Aggressivität der Jungs sehen. Während mancher Diskussionen mit Andersgesinnten trat die Meinung auf, die Probleme der Jugend seien auf die mangelnde Erziehung in der Familie und auf fehlerhafte staatliche Sozialpolitik zurückzuführen. Diese Andersgesinnten finden nicht, dass der Sexualtrieb eine der wichtigen Ursachen zur Verwirrung der Jugend bildet, weil die Jugend, so behaupten sie, kein Problem in ihrem Sexualverhalten findet. Die Andersgesinnten meinen, dass die Jugend ein normales, gesundes Sexualverhalten habe. Wir teilen diese Meinung nicht. Wir haben ausführlich dargelegt, warum wir


zu unserer Behauptung stehen. Dennoch wollen wir weitere Überlegungen vorbringen, die zeigen sollen, warum die Meinung der Andersgesinnten, in einem äußerst wichtigen Aspekt, unzutreffend ist.


*   *   *


Emanzipation darf nicht mit dem „Über-Bord-Werfen“ der Sittlichkeit verwechselt werden. Die Frauen, die sich dessen Bewusst sind, sind bereits zahlreich. Sie bilden eine Mehrheit und sie brauchen massive Unterstützung. Ihre Sorgen müssen mit sanfter Hand behandelt werden.


Und der Mann muss seine Situation gegenüber der Frau überdenken, in dem er fragt:


Wäre eine Frau beim Treffen von Schicksalsentscheidungen der Gesellschaft nicht ein ruhigerer, besonnener Gesprächspartner als der Mann? Müsste man der Frau bei Diskussionen um solche gewichtige Entscheidungen, nicht die gleichen Chancen geben?


Was von der Frau und von der Gesellschaft verlangt wird, ist keine Kleinigkeit. Eine grundsätzliche, sanfte, aber beharrlich verfolgte revolutionsähnliche Umstellung wird in einer Welt erwartet, in der alles dagegen zu sein scheint. Dennoch finden wir, dass ein Anfang gemacht werden muss, damit das Ziel erreicht wird.


Ohne einen Anfang zu wagen, erreicht man kein Ziel.


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[1] Die Einführung der Antibabypille gesellte sich zu der Liberalisierung des Abtreibungsrechts und sie wirkten gemeinsam auf den Rückgang der Geburten. Das  Motto: „Mein Bauch gehört mir", das zu dieser Entwicklung beigetragen hat kann, unserer Meinung nach, nicht von Frauen proklamiert worden sein, sondern eher von Unternehmen, die aus der entstandenen Situation profitieren.

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