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> Politik, Gesellschaft > BEZNESS und die Folgen
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Politik, Gesellschaftskritik
Buch Leseprobe BEZNESS und die Folgen, Evelyne Kern
Evelyne Kern

BEZNESS und die Folgen


Mit zwölf Geschichten bi-nationaler Beziehung

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Doch Bezness passiert nicht nur im Netz oder im Urlaub. Auch vor der eigenen Haustüre ist man vor diesem skrupellosen Betrug nicht sicher.
Mittlerweile hat sich auch bei Asylbewerbern ohne Aussicht auf ein Bleiberecht herumgesprochen, dass der so heiß ersehnte Aufenthaltsstatus nur mit einer Heirat oder einem Kind mit einer Deutschen, das 18 Jahre Aufenthaltsrecht sichert, zu verwirklichen ist.

In einigen Fällen wurde von einem „Visum auf zwei Beinen“ gesprochen. Hat der Asylbewerber erstmal ein Kind gezeugt, muss er die Mutter nicht einmal heiraten. Nach deutschem Gesetz hat ein Kind nun mal Anspruch auf Vater und Mutter, egal ob Vater sich kümmert. In den meisten Fällen nimmt er sein Umgangsrecht wahr, um seine Ansprüche nicht zu verlieren.
Seinen gesetzlichen Unterhaltsverpflichtungen hingegen kommt er in der Regel nur selten oder gar nicht nach.

Man macht sich also in der Asylunterkunft zunächst an weibliche Flüchtlingshelferinnen heran, weiß man doch längst, dass diese Damen sogenannte „Gutmenschen“ sind, die nur helfen wollen. Kaum eine der freundlichen Helferinnen weiß über die Kultur, Mentalität und Religion ihrer Schützlinge wirklich Bescheid. Zu schnell wurden sie ohne Schulung und nötige Informationen auf hunderte junger Männer losgelassen.  Die Wenigen unter ihnen, die berechtigte Kritik üben oder gar über ihre teilweisen schlimmen Erlebnisse berichten möchten, werden zum Stillschweigen verdonnert.
Ehrliche und „echte“ Kriegs-Flüchtlinge, die froh und dankbar darüber sind, dass sie sicher in Deutschland angekommen und versorgt sind, werden brutal gestoppt, wenn sie den Mund aufmachen. Weil sie das ungehörige Benehmen der sogenannten Wirtschaftsflüchtlinge kritisieren, werden sie von denjenigen, die eigentlich kein Asylrecht haben, weil sie aus sicheren Herkunftsländern kommen, attackiert und bedroht.
Nordafrikanische Wirtschaftsflüchtlinge sind nun mal in der Überzahl. Sie haben meist weder Beruf noch Bildung und kommen zum großen Teil aus der Unterschicht ihres Landes. Junge Männer aus gutem Haus, egal ob in Tunesien oder Marokko, haben es nicht nötig, sich ins Ausland abzusetzen, um besser leben zu können. Die trifft man eher an Universitäten oder mit einem Arbeitsvisum in angesagten Firmen.
Aber auch im täglichen Leben, an der Bushaltestelle, im Supermarkt, Einkaufszentrum oder in der Arztpraxis sprechen junge Nafris in gewohnt charmanter Art deutsche Frauen und Mädchen an und lassen nicht mehr locker, wenn sie auch nur einen Hauch von Kommunikationsbereitschaft spüren. Das „Spiel“ beginnt in dem Moment, wenn sie eine Antwort erhalten.  Auch dies ist verwerflich, sind die Frauen doch in den  meisten  Fällen  dem  armen  Fremden,  der  alleine in Deutschland ist, nur freundlich begegnet. Tut sie dies nicht, kann es vorkommen, dass der abgewiesene Araber sich in seiner männlichen Ehre gekränkt fühlt und die ahnungslose Frau verfolgt und sogar vergewaltigt. Fast jeden Tag lesen wir in den Medien davon.
Ich will hier nicht pauschalieren und betone explizit, dass es durchaus auch aufrichtige junge Männer aus nordafrikanischen Staaten gibt, die sich sehr wohl zu benehmen wissen. Auch kenne ich einige bi-nationale Beziehungen mit muslimischen Partnern, die gut funktionieren, aber die sind hier nicht das Thema und eher die Ausnahme. Meiner Erfahrung nach haben sich die nichtmuslimischen Partner des lieben Frieden willens meist angepasst, sind konvertiert oder haben einfach Glück, dass ihr Partner seinen Glauben nicht so ganz ernst nimmt.

Ausschnitt aus:
Ein syrischer Flüchtling missbrauchte mein Helfersyndrom
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Eine Woche später erzählte er mir, dass seine Mutter einen Herzinfarkt erlitt und in ein Krankenhaus gebracht wurde. Aber die Kosten würde die Türkei nicht übernehmen und er bräuchte nochmal 500 Euro.
Mein Mann gab es ihm und wieder weinte Ali vor Freude. Und so ging es weiter. Unser Flüchtling, der uns mittlerweile als seine Familie betrachtete, bekam von uns alles, was er benötigte, ich wusch seine Wäsche, er duschte bei uns und er schlief manchmal in unserem Gästezimmer, wenn es spät wurde.
Vor 14 Tagen nun räumte ich das Zimmer auf und da stand seine Sporttasche mit Kleidung. Ich dachte, ich könnte die Kleidung ja gleich mit waschen und leerte sie aus. Da fiel mir sein Asylantrag in die Hände, der zusammen mit seinem Pass in der Seitentasche steckte. Sein Name war ein anderer, sein Herkunftsland war Eritrea.
Außer sich vor Wut stellte ihn mein Mann zu Rede, als er am Abend wiederkam. Er hatte uns die ganze Zeit belogen. Er war kein Syrer, es gab keine kranke Mutter und keine drei Schwestern, die in einem Flüchtlingslager in der Türkei warteten.
Aber Ali zeigte keine Reue, er lachte und meinte, dass das seine Chance war, damit es ihm besser ginge und er hätte uns schließlich nichts gestohlen – da wir alles freiwillig gaben. Sein einziges Pech war, so sagte er, dass unsere Tochter, die „kleine Schlampe“ ihn nicht wollte, denn hätte sie ihn genommen, hätte ihm bald alles gehört, was wir besaßen, einschließlich unser Haus.
Wir waren sprachlos und setzten ihn vor die Türe. Wir wussten, dass es nichts brachte, Anzeige gegen ihn zu erstatten.
Ich arbeitete noch ein paar Tage in der Unterkunft, aber jedes Mal wenn ich Ali sah, überkam mich die Wut und ich merkte, dass andere junge Männer, mit denen er sprach, über mich lachten. Wahrscheinlich hatte er mit seinen „schlauen Taten“ geprahlt.
Meine Hilfsbereitschaft hat ihre Grenzen. Ich gebe sie auf und kümmere mich nur noch um meine eigene Familie.


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