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Minnesang
Was auch immer aus den Händen gleitet
Setzt ihr die Krone aufs Haupt
Und ein Diadem aus Sternenglanz soll sie schmücken
Die schönsten Rosen legt ihr zu Füßen
Besingt sie und schreibt die Worte nieder
So soll sie wachsen und niemals enden
* * *
Aufgefangen
Nimm mir den Schmerz
Und lass mich rasten unter
Dem Dach deiner Bleibe
Streich mir übers Haar
Und richte es
Die rauen Winde spalteten die Wurzeln
Küss mir den Mund
Er fürchtet sich vor den Worten
Umarme mich und halt mich dicht
Stutze meine Flügel
So will ich bleiben
Mich deinen Winden fügen
* * *
Auftanken
Wie liebe ich diese Sonnentage
Die „Leonardo da Vinci"
Trägt ihre Blütenpracht voll' Stolz
Und verlangt nach ihrer Dosis
Das Schattendach tut wohl
Denke nicht...
Die Schmetterlinge sind mit mir
* * *
Passivität
Hörst du nicht das Wehklagen
Das von weit her klingt
Es sind die Vögel
Die dich so liebten
Du aber hast das Tuch tief in die Stirn gezogen
Damit du die Bäume nicht siehst
Alle Texte © Sabine Fenner
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