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Lyrikbücher
Buch Leseprobe Schach, Rotkäppchen und andere Gedichte, Robert Bogner
Robert Bogner

Schach, Rotkäppchen und andere Gedichte



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Schach

Neujahr

Das Hühnerauge

Deutschlandlied

Abendspaziergang

 


SCHACH


Der Vater spricht: "Mein Sohn, sieh her,

Dies ist ein Schachspiel, das geht schwer!

Doch keine Angst, mein lieber Sohn,

Ich spiele gut und lern's Dir schon.

Es gibt Figuren weiß und schwarz,

Aus Plastik, Marmor, Holz und Harz,

Die stellt man auf das Schachbrett hin

Und jede hat so ihren Sinn.

Ganz vorne steh'n die kleinen Bauern,

Die meistens auf dem Brett versauern,

Die tapfer stets nach vorne zieh'n

Und nie zurück nach hinten flieh'n.

Und hinter Bauern im Versteck,

Da steht ein Turm in jedem Eck,

Und dann ein Pferdchen noch daneben

Und auch vom Läufer muß man reden.

Der Turm, der zieht gerade Bahnen,

Das Pferd springt Bogen wie Bananen,

Der Läufer, der läuft immer schräg,

Er kann sogar von Eck zu Eck.

Und nach so guter alter Sitte

Steht fest der König (........)

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NEUJAHR


"Das alte Jahr, es war beschissen!"

So reden wir, obwohl wir wissen,

Dass alles, was das Jahr gebracht,  

War von uns Menschen selbst gemacht!

Die Hungersnot, die vielen Kriege,

Die Armut und die kleinen Siege,

Das alles lag in Menschenhand

Und Macht regierte - nicht Verstand!

So bricht es an, das neue Jahr,

Genauso wie es immer war,

Viel Zuversicht und viel Blabla,

Doch bald ist davon nichts mehr da!

Und irgendwann, da kann man seh'n,

Das Jahr, es wird zu Ende geh'n,

Genauso wie das letzte Jahr,

Das auch schon so beschissen war!

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DAS HÜHNERAUGE


Das Hühneraug'  am kleinen Zeh,

Das tut mir so entsetzlich weh!

Ich kann es niemandem beschreiben,

Ich muß ja solche Schmerzen leiden!

Bei jedem Schritt, da pocht der Zeh,

Weshalb ich nur noch selten geh'!

Am liebsten steh' ich ganz allein

Oft tagelang auf einem Bein.

Und leg' ich mich zum Schlafen nieder

Und hab' geschlossen meine Lider,

Dann meldet oft am rechten Fuß

Sich Hühneraug' mit schmerzhaft (...........)

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DEUTSCHLANDLIED (2. Strophe)


Zeig' den Völkern dieser Erde,

dass du alle Menschen liebst

Und du ohne Wenn und Aber

jedem deine Freundschaft gibst.

Hilf den Menschen, die hier leben,

stets voll Glück und frei zu sein,

Denk' zurück, doch schau' nach vorne,

geh' den Weg nie mehr allein!

nach oben


ABENDSPAZIERGANG


Sanfter Wind umspielt die Bäume,

Wiegt die Gräser hin und her,

Wie in manchen meiner Träume

Rauscht der Wind fast wie das Meer.

Endlos scheint des Himmels Weite,

Unerreichbar fern ein Stern,

Du bist nicht an meiner Seite,

Und ich hab' dich doch so gern.

Warum hast du mich verlassen,

Ohne jedes Abschiedswort,

Ich kann's immer noch nicht fassen,

Doch du bist für immer fort.

Stundenlang könnt' ich so gehen

Durch die Nacht ganz ohne Ziel,

In Gedanken dich zu (.................)



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