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Kultur Bücher
Buch Leseprobe Kunstband, Angerer der Ältere
Angerer der Ältere

Kunstband


Die Rückkehr des Menschen in die Kunst

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Durch die „Akademien der Bildenden Künste“ in Deutschland gingen in den letzten 10 Jahren 300.000 Künstler, die keiner haben will. Sie produzieren in einem Jahr 15 Millionen Kunstwerke,


die ebenso keiner haben will. 98% dieser Künstler, falls sie nicht den Weg ins Lehramt finden, enden als Taxifahrer oder sonstige Gelegen- heitsarbeiter. Viele davon sind typisch tragische Künstlerexistenzen, die sich in einer Art immerwährendem Pubertätsgehabe von der Welt nicht verstanden wissen wollen, sprich: Sozialfälle. Wieso werden diese Studierenden nicht von Anfang an aufgeklärt? Wieso werden sie von ihren Professoren trotz dieser trostlosen Existenzaussichten geradezu zum Weitermachen animiert?


Zunächst erlebt der Studierende während seines finanziell geförderten Studiums die existenziell am besten abgesicherte Phase seines Künst- lerlebens. Er strebt die wenigen Positionen des gesicherten Lehramtes als „Kunsterzieher“ oder gar die eines Professors an, denn der Verkauf von eigenen Bildern bewegt sich in marginalen Dimensionen. Einmal


Professor geworden, muss er beweisen, dass sein Lehrstuhl von Studen- ten frequentiert wird. Es geht nicht um Aufklärung, sondern um seine existenzielle Absicherung. Vor allem geht es den Professoren darum, den Studierenden allerlei Flausen ins Gehirn zu setzen, um nur nicht als falscher Lehrer den Beweis seines mangelnden Könnens antreten zu müssen. Diese Blamage wäre existenzgefährdend. Gehört er zu den Wenigen, die das Image eines Gurus erreicht haben, wird sein seltener Auftritt in der Akademie zum magischen pathologischen Erlebnis für den meist psychisch anfälligen Kunststudenten. Oft hält so ein rarer Halbgott nicht mehr als eine Handvoll Lesungen pro Semester und wird dann nicht mehr gesehen. In viele lukrative Gremien hineingewählt, achtet er darauf, dass dieses Betrugssystem nicht ins Wanken kommt. Für jede andere Fakultät würde sich bei dieser mageren Ausbeute von 2% Tauglichkeit die Frage stellen, ob dieser vom Steuerzahler hoch subventionierte Studienzweig nicht doch aufgegeben werden sollte. Die Kulturminister der Länder rühren aus Selbsterhaltungstrieb nicht an dieses System und werden – nicht zu Unrecht – als „Bundesphra- sendrescher“ bezeichnet. Der letzte ernstzunehmende Kulturminister war Alois Hundhammer, der es wagte, sich diesem Dogmatismus zu widersetzen; er wurde aber von dem übermächtigen Medienguru Theo- dor Adorno ins Abseits gestellt. Angst beherrscht seitdem die Politiker, wenn es um deutsche Kultur geht – denn sie wissen, dass die mediale Deutungshoheit nicht bei ihnen liegt.........


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