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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Zorn und Gier, Roman Armin Rostock
Roman Armin Rostock

Zorn und Gier



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Prolog


 


Der Geschmack in seinem Mund war widerwärtig - schleimig, trocken, bitter. Das Hemd klebte in stinkendem Schweiß auf seiner olivfarbenen Haut - ließ ihn vor sich selbst Ekel empfinden. Sein pechschwarzes Haar hing in fettigen, ungekämmten Strähnen auf die kräftigen Schultern herab und der stoppelige Bart komplettierte das Bild eines gehetzten, übernächtigten Mannes.


Gierig griff er nach den Weintrauben, die in endlosen Reihen an den ihn leicht überragenden Weinstöcken hingen, hielt eine Handvoll über seinen Kopf und presste sich den Saft in den Mund. Der klebrige, süße Saft fühlte sich wie eine Erlösung an, schmeichelte seinem Gaumen und gab ihm Energie zurück. Energie, die er dringend benötigte.


Sein Blick glitt hoch zu dem halb vollen Mond, der das hügelige Land in ein mystisch anmutendes Licht tauchte. Der kühle Wind trug leichte Nebelschwaden die Hügel hinauf und weit und breit war weder etwas zu hören noch zu sehen. Ein Blick auf seine Digitaluhr, die 03:21 Uhr anzeigte, verriet ihm, dass er bereits seit einer Stunde durch die deutsche Pampa marschierte. Bald sollte er sein Auto erreichen, das er auf einer von Nadelbäumen umsäumten Lichtung am Ende der Weinberge geparkt hatte. Er hielt einen Moment inne und atmete tief durch. Mit zittriger Hand griff er in seinen Rucksack. Prüfte, ob es noch da war. Das Dokument. Das Wichtigste, was er in seinem Leben jemals besessen hatte. Es hatte keiner besonderen Anstrengung bedurft, um in den Besitz des Dokumentes zu kommen. Ein einfacher Einbruch, das Bedienen eines Kopiergerätes, mehr nicht. Die Herrschaften, gegen die er kämpfte, waren eben keine Profis, bestenfalls Clowns. Infantil, reich und unberechenbar. Dazu kamen einige Anhänger, deren einfache Gemüter sie mithilfe von wirren Ritualen, Fantasiekostümen und kruden Reden, in die von ihnen vorgesehenen Bahnen lenkten. Das Treffen, das er anderthalb Stunden zuvor beobachten durfte, hatte dahingehend selbst seine kühnsten Vorstellungen übertroffen. Sie verhielten sich wie Kinder, die sich ein Abenteuerspiel ausgedacht hatten. Doch er wusste, dass angelockt durch Unmengen von Bargeld auch Profis in ihre Dienste getreten waren. Männer, die sich auf das Kriegshandwerk verstanden. Männer, die ihnen zu Macht verhalfen, sodass aus ihrem Spiel bald blutiger Ernst und so die Welt in eine Spirale der Gewalt gerissen würde - außer er konnte es noch verhindern. Er musste das Dokument schnellstmöglich an den richtigen Adressaten bringen. Das Dokument musste Beweis genug sein, doch die deutsche Polizei fiel als Ansprechpartner aus, denn seit der NSU-Affäre traute er diesem Haufen nicht mehr über den Weg. Zumal er sich gegen Leute wandte, die höchstes gesellschaftliches Renommee genossen.        


Doch es gab eine Möglichkeit, die wie aus dem Nichts entstanden war. Er hatte am Abend zuvor seinen Cousin Mustafa angerufen. Einen einfachen aber liebenswerten Mann.


Es war schön gewesen, wieder einmal Mustafas stets vergnügte Stimme zu hören. »Morgen ist der größte und schönste Tag meines Lebens. Der Imam hat mir die ehrwürdige Aufgabe zugewiesen bei der Eröffnung der neuen großen Moschee in Köln, die Gläubigen zum Gebet zu rufen. Er hat mir sogar eine Plattform errichten lassen, damit ich bei meinem Ruf die Menge der Gläubigen überblicken kann. Ich wünschte vom Minarett hinabrufen zu können, aber das ist natürlich nicht möglich«, hatte Mustafa ihm aufgeregt erzählt. Für Mustafa erfüllte diese Ehre einen Lebenstraum. Wer wollte es seinem Cousin verdenken? Mustafa war halt sehr gläubig. Viel gläubiger als er selbst. So hatte es ihn auch viel mehr interessiert, als Mustafa ihm erzählte, dass der türkische Außenminister und die Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalens an der Moschee-Eröffnung teilnehmen würden. Das war die Chance. Man musste ihn zu den beiden vorlassen. Ihnen würde er das Dokument übergeben. Beiden Politikern, denn so konnte sich keiner von ihnen aus der Verantwortung stehlen. Sofort hatte er seinem Cousin mitgeteilt, dass er der Moschee-Eröffnung beiwohnen würde, was in Mustafa einen wahren Jubelsturm hervorrief. Nun musste er sich beeilen dorthin zu kommen und einen sicheren Unterschlupf finden, denn es war nicht auszuschließen, dass sie seinen Einbruch bereits bemerkt hatten und längst nach ihm suchten. Ohne Frage, sie würden jeden ausschalten, der ihrem Vorhaben im Weg stehen konnte. Oder? Und der Gedanke ließ ihn schaudern. Täuschte er sich selbst? War sein Einbruch vielleicht deshalb so einfach verlaufen, weil sie längst wussten, dass er ihnen auf der Spur war? War das Ganze am Ende eine Falle? Furchtsam blickte er sich um. Lauerte dort etwas zwischen den Weinreben? Wie sollte er in diesem Labyrinth einen Feind ausmachen? Er begann zu rennen.


Eine Viertelstunde später saß er gehockt zwischen den letzten Weinreben gegenüber der Lichtung und blickte hinüber zu seinem dunklen Audi A4. Vorsichtig ließ er seinen Blick wie einen Scanner über die Lichtung gleiten und lauschte angestrengt in die Nacht. Doch nach wie vor schien alles still. Nichts wie weg, dachte er, öffnete den Wagen und warf seinen Rucksack auf den Beifahrersitz.


Er wollte sich gerade anschnallen, als er die kalten blauen Augen im Rückspiegel sah. Verflucht, wieso habe ich nicht in den Wagen geschaut? Verzweifelt griff er nach dem Messer in seinem Rucksack, doch sein Gegner ließ ihm nicht den Hauch einer Chance. Die Metallschlinge legte sich erbarmungslos um seinen Hals und schnitt unbarmherzig in seinen Kehlkopf. Er versuchte sich zu winden, griff nach der Schlinge, stemmte sich dagegen, versuchte mit all seiner Kraft das Unvermeidliche abzuwenden. Seine Schläfen pochten. Aber dieser Angreifer war kein Amateur, sondern einer jener Profis, deren Dienste sie sich mit Geld erkauft hatten und der Dienst dieses Mannes bestand darin, den Tod zu bringen.


Ein letztes Röcheln war ihm noch vergönnt.


»Möge Allah mir mein Versagen verzeihen«, presste er mit heiserer Stimme hervor. Dann verschwanden seine Gedanken in der dunklen Leere, zu der sein Bewusstsein geworden war.


Der Mann hinter ihm griff zum Telefon. »Problem erledigt.«


»Hervorragend, lassen Sie alles was ihn identifizieren würde verschwinden und hinterlassen Sie keine Spuren. Es darf keine Möglichkeit geben, eine Verbindung zu uns herzustellen.«


»Er hatte gestern einen telefonischen Kontakt.«


»Darum kümmern wir uns. Machen Sie Ihren Job.«    


Kapitel Eins


 


Es war ein herrlicher Tag an diesem zweiten Mai. Die modern, aus Beton und Glas gestaltete Großmoschee stand vor ihrer Einweihung an einem der höchsten Feiertage des Islams und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Die Sonne schien hochsommerlich, ein stahlblauer Himmel ließ die Vögel fröhlich zwitschern und die Luft roch nach den verschiedensten Leckereien, die auf einer Vielzahl von Grillfesten zubereitet wurden.


Dennoch lag gleichsam eine bedrohliche Anspannung in der Luft. Tausende muslimische Menschen hatten sich versammelt, um dem besonderen Moment beizuwohnen. Doch auch Tausende Demonstranten aus dem rechten Milieu waren mobilisiert worden, von denen etliche Plakate mit Mohammed Karikaturen oder Abbildungen einer Moschee im Kreise des Verbotszeichens hoch hielten. Schon im Vorfeld der Eröffnung hatte es lautstarke Diskussionen über den Prachtbau gegeben, den sich eine muslimische Gemeinde in einem eher tristen Stadtteil von Köln bauen lassen hatte. Alleine der Streit über die beiden fünfundfünfzig Meter hohen Minarette hatte für erbitterte Anfeindungen gesorgt. Und so lag über dem für Muslime heiligen Tag ein Stimmungsgemisch aus wütendem Hass, Unverständnis und Sorge um die Erhaltung der eigenen Kultur.


Die Polizei hatte dementsprechend reagiert, sodass es kein Durchkommen zu der Moschee gab, ohne mindestens drei Mal kontrolliert zu werden. Mehr als dreitausend Polizisten schotteten das Gebäude in mehreren Ringen ab. Darüber hinaus kreisten Polizeihelikopter über dem Stadtteil und weitere Polizeitruppen sicherten den Rückraum, da auch einige Tausend Menschen gegen Fremdenfeindlichkeit demonstrierten. 


Heute, nach dem Regaib Kandili, der Nacht des Gewünschten, am Beginn der heiligen drei Monate Radschab, Schaban und Ramadan, durfte aufgrund einer Sondergenehmigung der Stadt Köln, der Gebetsruf von einer Plattform in Front der transparenten Kuppel ausgerufen werden. Mustafa war für diesen Anlass festlich gekleidet, denn es stellte eine besondere Belohnung für ihn dar, die Gläubigen zum Gebet rufen zu dürfen. Ärgerlich erschienen ihm nur die vielen ungläubigen Demonstranten, doch innerhalb der Moschee war er zum Glück von diesen abgeschottet. Sobald er sie betrat, befand er sich in seiner Heimat. Weit weg von dieser Welt. Weit weg von diesem fremden Land, das auch nach so vielen Jahren nicht zu seiner Heimat geworden war. An sich mochte er die Deutschen, denn sie waren ein freundliches Volk. Andererseits hatte das Gezerre um den Bauvorgang der Moschee die Nerven aller Beteiligten stark belastet. Immer wieder mussten Änderungen an der Architektur erfolgen, um es allen recht zu machen. Diskussionsabende mit lautstarken Gegnern, die lieber Phrasen droschen als zu argumentieren, zogen sich endlos in die Länge. Verhandlungen mit Politikern, die sich zwar allen Religionen gegenüber aufgeschlossen zeigten, aber stets die nächste Wahl im Blick hielten, raubten fast den Verstand. Doch nun war es endlich geschafft. Die Moschee wies alles auf, was sich Mustafas Herz ersehnte. Einen wundervollen, großen Gebetsraum, einen eleganten Bazar, wo Gläubige und Ungläubige gleichsam gern gesehen waren, aber auch Versammlungssäle, Büros sowie ein Kunstmuseum. Für Mustafa erfüllte sich mit dieser Eröffnung ein Traum. Bereits als Kind hatte es ihn beeindruckt zu sehen, wie die Gläubigen, einerseits mit Ehrfurcht und Respekt andererseits aber auch mit einer spürbaren Freude, in die Moscheen strömten. Jedes Mal stärkte dies seitdem seinen eigenen Glauben und heute würde es für ihn mit einer noch größeren Emotion verbunden sein. Schon seit Tagen stieg die Nervosität in ihm kontinuierlich, doch nun legte sich Ruhe über ihn und alle Sorge einen Fehler zu begehen, wich der Freude darüber, welch großen Dienst er der Gemeinde leisten durfte. Besonders freute Mustafa jedoch, dass sein Cousin Karim angerufen und sein Kommen angekündigt hatte. Sein Cousin war kein sonderlich religiöser Mensch. Außerdem arbeitete Karim als freier Journalist in Istanbul. Mustafa hatte bis zu dem Anruf am gestrigen Abend gar nicht gewusst, dass sich sein Cousin in Deutschland aufhielt. Insofern freute es ihn doppelt, Karim bei diesem besonderen Augenblick dabei zu haben. Wobei er ihn am heutigen Morgen vergeblich gesucht hatte und Karim auch nicht auf dem Handy erreichen konnte. Aber das kannte er ja von ihm. Karim kam stets auf den letzten Drücker.     


Mustafa begann sich vorzubereiten, indem er sich das Gesicht sowie die Hände bis zu den Ellenbogen wusch, sich über den Kopf strich und dann seine Füße wusch. Anschließend griff er zu einem Siwak, einem kleinen Zweig des Zahnbürstenbaums, der aufgrund seines Fluorid-Anteils sowie weiterer zahnpflegender Inhaltsstoffe die Eigenschaften von Zahnbürste und Zahnpasta in sich vereinigte. Den Zweig kaute er so lange, bis er faserig wie eine Bürste war, um sich anschließend Zähne, Zahnfleisch und Zunge zu reinigen, wobei er immer wieder abbrechende Holzstückchen ausspuckte. Damit war seine rituelle Reinigung abgeschlossen. Die Sonne hatte den Zenit überschritten, sodass er nun pünktlich zur Tat schreiten konnte. Ehrfürchtig trat er durch ein Fenster auf die Plattform hinaus, auf der die Techniker ihm eine Mikrofonanlage in Richtung des Vorplatzes aufgestellt hatten. Dann legte er die Hände leicht abgewinkelt an den Kopf und rief mit dem lauten Gesang des Gebetsrufes Al-Adhan die Gläubigen zum Gebet:


»Allahu Akbar, Allahu Akbar!« Allah ist größer als alles.


Auf seinen einfühlsamen Gesang reagierend, strömten die Gläubigen in die Moschee, wobei sie ihre Schuhe auszogen und feinsäuberlich in ein hierfür vorgesehenes Regal stellten.


Zur selben Zeit, knapp achthundert Meter entfernt, rauchte ein hochgewachsener Mann im obersten Stockwerk eines Bürogebäudes eine Zigarette und lauschte verzückt der sonoren Stimme des Muezzins. Er hatte den Gebetsruf seit seiner Rückkehr aus Afghanistan lange vermisst. In Kabul ertönte der Ruf fünfmal täglich, was für ihn, obwohl selbst kein Muslim, stets mit einer spirituellen Erfahrung einhergegangen war. Während der Muezzin den Ruf wiederholte, drückte der Mann seine Zigarette aus, wobei er den Stummel inklusive der Asche sorgfältig in einen Plastikbeutel füllte. 


»Asch-hadu al-la ilaha il-Allah!« Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah.


Nachdem der Mann sich zu seinem Kunststoffoverall passende Gummihandschuhe übergezogen hatte, öffnete er einen Aluminiumkoffer, dem er mit nahezu liebevoller Zärtlichkeit ein Heckler & Koch G28 Scharfschützengewehr entnahm. Er hatte sich bewusst für dieses deutsche Gewehr entschieden, da es sich um eine halbautomatische Waffe handelte, die es ihm ermöglichte mehrere Schüsse hintereinander abzugeben.


»Asch-hadu anna Muhammada-r-Rasulu-Illah!« Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.


Er legte das mit fünf Whisperer Patronen gefüllte Magazin ein. Die vollummantelte Kugel würde den Gewehrlauf mit Unterschallgeschwindigkeit verlassen, wodurch ein lautloses Austreten der Kugel gewährleistet war.


»Hayya´ala-s- Salah!« Kommt zum Gebet.


Der Mann richtete die Waffe auf dem Zweiarm aus und brachte sich in Stellung, wie er es Hunderte Male in seinem Leben getan hatte.


»Hayya´ala-l-Falah!« Kommt zum Heil.


Er blickte durch das Zielfernrohr und prüfte anhand des Strichbildes die Zielentfernung.


»Allahu akbar, Allahu akbar!« Allah ist größer. Allah ist größer.


Er schmiegte seine Wange an den Schaft, presste ihn kräftig an seine Schulter und lud durch.


»La ilaha il-Allah!« Es gibt keinen Gott außer Allah.


Der Mann atmete drei Mal tief durch, hielt den Atem an und drückte ab.


In einem Parabelflug jagte das Geschoss auf das ahnungslose Opfer zu, über dem eine Sekunde später roter Nebel in die Luft stieg, bevor der Muezzin von der Plattform in die Tiefe rauschte.


Das wäre erledigt. Ich habe ihn wenigstens fertig singen lassen. Soviel Respekt muss sein. Nun muss ich nur schnellstens hier weg, dachte der Attentäter, während er das Gewehr in Sekundenschnelle zerlegte und wieder im Aktenkoffer verstaute. Er durfte das Gebäude nicht in Hektik verlassen, sonst machte er sich Verdächtig. Doch er musste sich genau an seinen Fluchtplan halten, denn sie würden ihn fortan jagen. Wobei nicht sicher war, ob dies nur auf Deutsche und Türken zutraf.       


Nachdem der Mann in ein weiteres Büro des leerstehenden Stockwerks geeilt war, zog er einen eleganten Businessanzug an und setzte einen breitkrempigen Chicago Hut auf. Anschließend legte er seinen Kunststoffanzug in einen mit DNA-Reagenz gefüllten Behälter, den er direkt neben der voll aufgedrehten Heizung platzierte, um den DNA-Abbau auf dem Material zu begünstigen. Danach betrat er vorsichtig das Treppenhaus, wo er einen Moment verharrte, um nach verdächtigen Geräuschen zu lauschen. Doch es regte sich nichts. Die meisten Mitarbeiter nahmen ohnehin den Fahrstuhl, sodass ihm im Idealfall niemand begegnen sollte. Schnell sprang er die Stufen des zwölfstöckigen Gebäudes hinab in den Versorgungskeller, von dem aus ein Lieferanteneingang nach draußen führte. Der Ausgang wurde zwar von außen kameraüberwacht, doch mit wenigen Handgriffen verursachte er einen Kurzschluss in der innen liegenden Stromversorgung, sodass der Monitor im Sicherheitszentrum kein Bild mehr anzeigen sollte. Draußen angekommen brachte er sich hinter einer Hecke in Deckung und steuerte den Parkplatz des Gebäudes an. Wenn ihm hier niemand begegnete, sollte nichts mehr schiefgehen.    


 


Unterdessen hatte die rund um die Moschee stehende Menschenmenge die Situation immer noch nicht erfasst. Eine atemlose Stille lag über dem Platz. Stocksteif und fassungslos standen die Menschen da. Wie konnte das möglich sein? Noch einen Moment zuvor hatte der Muezzin sie alle mit der Erhabenheit seines Gesangs in seinen Bann gezogen. Doch dann war er plötzlich von der kleinen Plattform hinab in die Tiefe gefallen. Sofort versammelten sich einige Polizisten rund um den nahezu bis zur Unkenntlichkeit zerstörten Körper.


»Ich glaube, der ist erschossen worden, aber ich habe keinen Schuss gehört«, sagte einer der Polizisten etwas zu laut, denn damit brachte er die zündelnde Stimmung zur Explosion.


Ein tosender Mob jagte auf die rechten Demonstranten zu, die nun in Eile von dick vermummten Polizeikräften umkreist wurden. Aber trotz des Einsatzes von Schilden und Schlagstöcken wurden die Polizisten beidseitig so sehr bedrängt, dass einige von ihnen sich nur noch mit Pfefferspray zu verteidigen wussten. Schnell fuhren die ersten Wasserwerfer vor. Aufgeregt versuchten Imame die Gläubigen zu beruhigen, während sich der Oberbürgermeister auf der anderen Seite mühte, dasselbe bei den Demonstranten zu erreichen. Doch die rasend wütende Menschenmasse war nicht zu besänftigen. Schon wand sich Körper an Körper, wobei ein jeder auf alles einschlug, was sich ihm in den Weg stellte. Die Geräuschkulisse aus wütendem Gebrüll, Schreien des Schmerzes und Sirenen der Einsatzfahrzeuge verschmolz zu einem Crescendo des Zorns. Überall sah man funkende Polizisten, Rettungssanitäter, die blutende Menschen aus der Menge zogen, Demonstranten, die panisch in alle Richtungen davonstoben, und weinende Kinder, die verzweifelt nach ihren Müttern riefen. Die Lage der Einsatztruppen wurde immer kritischer, bis endlich der Oberste aller Imame nebst Ministerpräsidentin Hanna Köhler sowie dem türkischen Außenminister Mehmet Bülent an ein Mikrofon trat.


»Liebe Brüder«, setzte der Imam mit beruhigendem, doch bestimmendem Ton an, »wir befinden uns auf dem Platz vor einer heiligen Moschee. Am Tage des Beginns der heiligen drei Monate Radschab, Schaban und Ramadan, in denen uns Muslimen jegliche Kampfhandlungen untersagt sind. Gerade in diesen Tagen lautet unser Leitspruch, es ist Zeit Türen zu öffnen. Insofern bitte ich euch alle inständig, die Gewalt ruhen zu lassen. Besinnt euch, liebe Brüder. Auch wenn wir Zeuge eines schrecklichen Verbrechens geworden sind. Besinnt euch bitte, liebe Brüder.« Beschämt ließen die Anwesenden voneinander ab.


Der türkische Außenminister trat ans Mikrofon. »Auch ich möchte zur Ruhe mahnen, denn indem Sie Polizeikräfte vor Ort binden, fehlen den Sicherheitskräften Männer, die bei der Suche nach dem Täter dringend gebraucht werden. Unser aller Wunsch ist es, dass dieses verachtenswerte Verbrechen gesühnt wird. Aber der Täter soll büßen und nicht Unschuldige. Bitte unterstützen Sie die deutsche Polizei.«


Ministerpräsidentin Hanna Köhler übernahm das Schlusswort: »Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich versichere Ihnen, dass wir alles tun werden, um den Täter zu fassen. Wir tolerieren es nicht, wenn extremistische Kräfte versuchen uns in Angst zu versetzen. Ebenso wenig lassen wir es unbeantwortet, wenn diese Unmenschen glauben unser Leben durch ihre Gewalttaten bestimmen zu können. Ich verspreche Ihnen, dass der Täter seine gerechte Strafe erhalten wird. Nun gehen Sie bitte, sofern Sie nicht an dem Gottesdienst teilhaben möchten, nach Hause.«


Langsam und widerwillig entfernten sich alle Demonstranten durch Polizeikräfte begleitet vom Tatort, während sich die Gläubigen der Moschee zuwendeten. Der Leichnam befand sich inzwischen auf dem Weg in die Gerichtsmedizin, sodass helfende Hände die Blutspuren vor der Moschee entfernen konnten. In Bezug auf die vorausgegangenen Krawalle zählte man zweiundfünfzig Verletzte, von denen acht mit Krankentransportwagen in die nahen Hospitäler überwiesen werden mussten sowie achtundachtzig Festnahmen von rechten Demonstranten. Glücklicherweise war niemandem etwas Schlimmeres passiert, doch die psychische Verletzung der Menschen würde noch lange nachhallen.


 


Noch einmal kam der türkische Außenminister auf Hanna Köhler zu. »Frau Ministerpräsidentin, ich glaube, ich muss Ihnen nicht erklären, wie diffizil diese Situation ist. Ich denke, meine Landsleute, wie auch die anderen Muslime, werden sich ruhig verhalten. Zumindest während der heiligen drei Monate. Aber ich fordere Sie auf, alles Erdenkliche zu tun, um den Täter schnellstmöglich zu ermitteln. Ein Muezzin ist sicherlich nicht mit einem Imam gleichzusetzen, doch ihn während der Ausübung seiner religiösen Tätigkeit zu töten, hinterlässt ohne Zweifel einen tiefen Schmerz bei den Gläubigen. Gerade aufgrund der Pannen bei den Ermittlungen zur NSU-Terrorserie und der immer weiter aufwallenden islamophoben Kundgebungen in Deutschland, sollten Sie die Stimmung innerhalb der türkischstämmigen Bevölkerung nicht unterschätzen. Wir sind gerne bereit türkische Ermittler zur Verfügung zu stellen, um die Ermittlungen zu leiten.«


»Letzteres wird nicht notwendig sein. Es handelt sich um ein in Deutschland verübtes Verbrechen. Dementsprechend werden wir uns selbst darum kümmern. Außerdem ist noch längst nicht klar, ob es sich um ein Verbrechen aus islamfeindlicher Motivation handelt. Ich habe soeben den Menschen versprochen, dass wir den Täter fassen werden. Insofern können Sie sich darauf verlassen, dass wir unsere besten Leute darauf ansetzen. Allerdings würde ich Sie bitten, vermittelnd einzugreifen, da unsere Kriminaltechnik dringend hinauf zu der Plattform muss. Wir haben bereits alle Stadtgrenzen abgesperrt, damit jeder der aus der Stadt hinaus will kontrolliert wird. Mit einem Anschlag dieser Art hat niemand gerechnet. Wir werden selbstverständlich erforschen, ob es Hinweise auf einen Anschlag gab. Doch Sie wissen selbst, bei Einzeltätern oder kleinen Gruppen, sind Ermittlungen im Vorfeld sehr schwierig.«


»Das ist klar. Ich werde gleich mit dem Imam sprechen, damit Ihre Leute ihre Arbeit aufnehmen können. Dennoch möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich keineswegs nur um ein einfaches Verbrechen handelt. Muslime in aller Welt werden jeden Ihrer diesbezüglichen Schritte mit Argusaugen beobachten. Deutschland muss jetzt seine Handlungsfähigkeit und vor allem seinen Handlungswillen beweisen, sonst droht Ihnen ein schwer wiedergutzumachender Ansehensverlust.«


»Ich nehme dies zur Kenntnis.«


 


Unterdessen saß der Attentäter entspannt auf dem Fahrersitz seiner schwarzen Mercedes E-Klasse, schweißte seinen Gewehrkoffer mit einer Laminierfolie ein und verpackte ihn anschließend in einem Karton mit der Aufschrift eines überregionalen Paketdienstes. In der Ferne hörte er entsetzlichen Tumult. Somit war klar, dass seine Aktion den gewünschten Erfolg erbracht hatte. Der Attentäter nahm sein Krypto-Handy aus dem Handschuhfach und wählte eine kurze Rufnummer. Dass sein Gesprächspartner den Anruf entgegennahm, hörte er nur am Aussetzen des Freizeichens.


 »Guten Tag, ich wollte bestätigen, dass die Lieferung raus ist. Sie werden mit der Qualität unserer Arbeit zufrieden sein. Wir erwarten jedoch Hilfe bei der Entsorgung der verwendeten Hilfsgüter sowie pünktliche Bezahlung.« 


Nachdem er das Gespräch beendet hatte, traf ein Fahrzeug des Paketdienstes ein. Im Schutz eines großen Ahornbaums tauschte der Attentäter bei dem Fahrer sein Paket gegen einen Aktenkoffer identischer Bauweise. Der Inhalt dieses Koffers bestand aus Prospekten eines Büroausstatters, sodass er problemlos durch etwaige Kontrollen kommen sollte. Danach atmete er tief durch und fuhr mit seinem Mercedes auf die stark befahrene Stadtstraße auf.


 


Der Fahrer des Paketdienstes verstaute das Paket indes zwischen den restlichen über einhundert Kartons in seinem Fahrzeug und fuhr in die entgegengesetzte Richtung. Nach acht Kilometern kam er an eine Polizeisperre.


Der Beamte beorderte ihn, am Straßenrand stehen zu bleiben. »Guten Tag, allgemeine Verkehrskontrolle. Personalausweis, Fahrzeugpapiere, Führerschein sowie Ihren Firmenausweis bitte.«


»Gerne. Ist mir ja noch nie passiert, dass ich gleich alle Dokumente vorzeigen musste.«


»Es wurde soeben ein Attentat verübt. Insofern sind wir gehalten, Ihr Fahrzeug genauestens zu überprüfen. Ist Ihnen während der Fahrt gegebenenfalls etwas aufgefallen, Herr Melters?«


»Nein, ich habe wie immer meine Runde gemacht und die Pakete bei den einzelnen Firmen abgeholt. Es war alles so, wie sonst auch.«


»Okay, wir werden Ihre Daten registrieren. Öffnen Sie bitte den Laderaum und steigen Sie aus.« Während der Paketbote ausstieg, führte der Polizist einen Hund heran, der die Hände des Boten und den Fahrzeuginnenraum abschnüffelte, jedoch keinen Laut von sich gab.


»Der Hund ist auf die Erfassung von Schmauchspuren ausgebildet«, erklärte der Polizist. »Sie brauchen keine Angst vor ihm zu haben, außer Sie hätten soeben mit Munition hantiert.« Ein weiterer Polizist hatte sich inzwischen telefonisch bezüglich des Boten erkundigt und nickte dem Beamten zu.


»Gut, Herr Melters, Sie dürfen weiterfahren.«


 


Ebenso wie der Fahrer des Paketdienstes hatte der Attentäter soeben eine Polizeisperre passiert und fuhr auf die Autobahn auf.


Damit bin ich raus aus der Sache, selbst wenn ich etwas übersehen haben sollte, meine DNA ist nirgendwo gespeichert, dachte er sich. Er würde sich in seinen Unterschlupf zurückziehen, um dort auf weitere Anweisungen zu warten. Vergnügt pfiff er zu der aus dem Radio tönenden Musik, ließ das Seitenfenster herunterfahren und zündete sich eine Zigarette an.


 


Kapitel Zwei


 


Zur selben Zeit wurde Hauptkommissar Eduard Sacher vom Bundeskriminalamt durch einen Kriminalbeamten über den Vorfall informiert. Der für seinen Körperumfang etwas zu kurz geratene Endvierziger mit schütterem blonden Haar und stahlblauen Augen stand, wie immer leger mit Jeans und kariertem Baumwollhemd gekleidet, am Fenster seines Büros in Meckenheim. Nachdenklich blickte er hinaus auf die Parkplätze vor dem sechsstöckigen weißen Gebäude. Verdammt, was ist das wieder für eine Teufelei?  


Seine beiden engsten Mitarbeiter, die Kriminalkommissare Katrin Pfeiffer und Johann Manger, befanden sich gemeinsam mit Cathleen und Scott Sanders, einem Freund Mangers vom CIA, auf einem Segeltörn auf der Ostsee. Gerne hätte er ihnen diese Auszeit nach den zuletzt harten Ermittlungswochen gegönnt, doch dieser Vorfall besaß eine derartige Tragweite, dass er sie unbedingt wieder zurückholen musste. Sie waren ein eingespieltes Team und vor allem weil der Ermittlungsauftrag von Ministerpräsidentin Hanna Köhler persönlich kam, wollte er nicht auf sie verzichten.


»Ist die Spurensicherung bereits vor Ort?«, fragte er den Kriminalbeamten.


»Da ist so ziemlich jeder vor Ort, der irgendwas mit dem Thema Sicherheit zu tun hat. Die KTU untersucht derzeit die Plattform, von der aus der Muezzin sang.«


»Okay, danke, dass Sie mich in Kenntnis gesetzt haben. Ich brauche Sie dann nicht weiter.«


Nachdem der Kommissar sich verabschiedet hatte, griff Sacher zum Telefon.


Am anderen Ende hob Manger ab. »Manger.«


»Eduard hier, grüß dich, Johann. Wie sieht’s aus, auf der Ostsee?« 


»Traumhaft, wir haben Sonne pur und der Wind ist ruhig aber ausreichend. Wir kommen gut voran. Wie sieht es bei dir aus?«


»Leider alles andere als gut, was auch der Grund meines Anrufs ist. Ich brauche euch möglichst schnell hier vor Ort. In Köln wurde bei der Einweihung der neuen Moschee ein Muezzin von einer Plattform geschossen. Die Ministerpräsidentin hat uns als Ermittlerteam angefordert, da es heute Mittag im Anschluss an die Tat bereits zu Ausschreitungen zwischen Muslimen und Islamgegnern kam. Falls ihr irgendwo ein Radio auftreiben könnt, schaltet es sofort ein. Sämtliche Stationen berichten über nichts anderes mehr. Wo seid ihr aktuell?«


»Wir sind kurz hinter Bornholm, aber wir haben einen Hilfsmotor. Wenn ich sofort wende, kann ich in circa zwei Stunden in Heringsdorf auf Usedom anlegen. Gesetzt den Fall du organisierst uns bis dahin einen Helikopter, können wir heute am späten Nachmittag vor Ort sein. Auch wenn das vermutlich nicht bei allen an Bord auf Gegenliebe trifft.«


»Das denk ich mir. Tut mir auch leid, aber anders geht’s nicht.«


»Ist schon okay. Eine Woche Urlaub muss reichen. Bis nachher.«


»Danke. Bis nachher.«


Sacher begab sich zu seinem BMW und fuhr mit einem mulmigen Gefühl nach Köln.


 


Auf dem Schiff überlegte Manger, ein hochgewachsener, muskulöser Mittvierziger mit dunklem glattem Haar und kantigem Gesicht, derweil, wie er das Ganze seiner neuen Lebensgefährtin Katrin beibringen sollte. Sie waren sich über ihren letzten Fall nähergekommen und wollten diese Auszeit nutzen, um ihre neue Beziehung, weitab vom Stress der Ermittlerarbeit, zu festigen. Gerade Katrin, die bezüglich des Themas Work-Live Balance sehr empfindlich war, würde sicherlich tief enttäuscht sein. Schon Tage bevor sie losfuhren hatte Manger bemerkt, wie sehr sie sich auf diese für drei Wochen geplante Reise freute. Er hatte sie seit langem nicht mehr so gelöst erlebt. Es tat ihm weh, ihr die Freude nun verderben zu müssen.


Vorsichtig schaute er unter der sich nun stärker aufblähenden Takelage hindurch auf den Bug der Yacht, wo Katrin neben Cathleen in der Sonne badete.


Aus der Kombüse der Yacht kam Scott Sanders herauf, der sich dank üppig belegter Burger zum Versorger der Mannschaft aufgeschwungen hatte.


Der groß gewachsene blonde Mittdreißiger mit seiner stets braun gebrannten Haut schien Mangers Gedanken lesen zu können. »Du guckst, als hätten wir sieben Tage Regenwetter gehabt. Verhageln sie euch den Urlaub?«


»So sieht es aus. Wir müssen sofort zurück. Ihr könnt die Yacht allein weiter nutzen. Ich drehe um und werde dann in Heringsdorf anlegen. Von da aus fliegen wir mit dem Helikopter zurück.«


»Das tut mir leid. Was ist denn passiert?«


»In Köln wurde ein Muezzin beim Gebetsruf von einer Plattform geschossen.«


»Oh, das ist ernst, aber vor allem ein absoluter Brandherd. Dann brauchen wir die Yacht nicht weiter zu nutzen. Da werden sie mich vermutlich auch drauf ansetzen. Letztlich, falls da irgendeiner einen Gegenschlag plant, könnten auch unsere Einrichtungen betroffen sein. Insofern würde ich sagen, wir essen auf der Rücktour und gehen gemeinsam von Bord. Ich glaube, du kannst dir die nicht genutzte Zeit für die Yacht beim Charterer anrechnen lassen, zumindest wenn du ihm deinen Dienstausweis zeigst.«


»Will ich hoffen, immerhin war das Ganze nicht billig.«


Inzwischen war den beiden Frauen Mangers Wendemanöver aufgefallen und Katrin schaute ihn aus ihren graublauen Augen fragend an. Mit ihren schulterlangen rotbraunen Haaren, ihrer sportlich schlanken Figur und der leicht gebräunten Haut bot die zweiundvierzigjährige eine außerordentlich attraktive Erscheinung.


»Warum wenden wir? War‘s das schon mit dem Urlaub?«, fragte sie, ohne ihre Enttäuschung zu verbergen.


»Ja, ich kann es nicht ändern. Sacher rief gerade an. Es gab einen Anschlag auf die Moschee-Eröffnung in Köln. Ein Muezzin wurde erschossen.«


»Okay, das ist zumindest mal ein Argument. Da können wir Sacher, auch wenn’s noch so ärgerlich ist, nicht im Stich lassen. Weiß man schon was Genaues?«


»Sacher hat noch nichts gesagt, außer dass es wohl nach der Tat zu heftigen Krawallen kam.«


»Na toll, das heißt im Klartext, nicht nur unser Urlaub ist futsch, sondern wir stehen auch noch von Anfang an unter Druck. Wollen wir hoffen, dass wir das schnellstmöglich klären. Ich habe keine Lust mir den Jahresurlaub schon wieder auszahlen zu lassen.«


 


 


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