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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Paritutu, Sara Schurmann
Sara Schurmann

Paritutu


Kiwi-Krimi

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Prolog Ich laufe. Laufe, um zu entkommen. Meinem Leben zu entkommen. Es ist mitten in der Nacht und ich müsste eigentlich eine unerträgliche Angst in mir verspüren, als Mädchen durch die dunklen Straßen Hamburgs zu laufen. Dabei kann mir nichts Schlimmeres zustoßen, als das, was ich versuche, hinter mir zu lassen. Ich will vergessen, schaffe es aber nicht. Stattdessen taucht immer wieder sein fettes Gesicht in meinen Gedanken auf. Er lacht mich dreckig an und zeigt dabei seine schiefen Zähne. Mich überkommt ein Würgen, wenn ich daran denke, wie er mir gewaltsam seine Zunge in den Mund schob. Natürlich blieb es nicht dabei. „Du willst es doch auch“, stöhnte er heiser, während er mich von hinten nahm. Seine schwitzigen Hände umklammerten meinen Körper und ich fühlte mich im wahrsten Sinne des Wortes eingesperrt und gefoltert. Stockstarr betete ich, dass es endlich zu Ende gehen würde. Lieber sterben, als das weiter zu ertragen. Es war nicht das erste Mal, aber es würde auch nicht noch einmal passieren. Das schwor ich mir in dieser Nacht. Sobald er sich in mich ergossen hatte, fiel er auf meinem Bett in sich zusammen wie ein Luftballon, aus dem die Luft entweicht. Sein regelmäßiger Atem verriet mir, dass ich rund zehn Minuten Zeit hatte. Die letzten Male hatte ich auf die Uhr geschaut, damit in dieser Nacht alles nach Plan verlaufen würde. Zehn Minuten, in denen ich meine wichtigsten Sachen zusammenpackte. Tagebuch. Portemonnaie. Reisepass. Sein Sparbuch nahm ich als Wiedergutmachung für die vergangenen Jahre in meiner persönlichen Hölle auf Erden mit. Dann war ich weg. Für immer. Das spießige Reihenhaus, den Schauplatz des perfekten Scheins und des schmerzhaften Seins, würde ich nie wieder betreten. Mein Leben wird von nun an ein anderes sein. Ich werde eine andere sein. Kein Mensch wird mir von nun an etwas anhaben können. Ich habe das Recht auf ein besseres Leben, auf ein glückliches Leben. Oder etwa nicht? Auf einmal bricht alles in mir zusammen. Wohin soll ich gehen? Was soll ich tun? Schluchzend hocke ich mich auf den kalten Boden und vergrabe mein Gesicht in den Händen. Während ich so da sitze, ertönt von irgendwoher leise Gitarrenmusik. Die ruhigen Klänge lassen meine Tränen versiegen und langsam finde ich die Kraft wieder, aufzustehen. Ich muss zu dieser Musik. Dann wird alles wieder gut. Ich bin mir sicher. Irgendwann wird alles wieder gut.


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