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„Wissen Sie noch, wie Sie einmal zu mir sagten, ich müsse über mich hinauswachsen, ich müsse Kräfte mobilisieren, von denen ich nicht einmal wüsste, dass sie existieren? Sie hatten recht, sie hatten viel mehr recht, als Sie es damals ahnten und ich war zu beschränkt in meinem Denken um zu begreifen, wie recht Sie hatten, denn obwohl diese Aussage wahrscheinlich auf jeden Patienten zutrifft, der seine kleinen Probleme vor Ihnen ausbreitet, traf sie bei mir genauer, vollkommener zu, denn ich bin über mich hinausgewachsen, habe mich derart verändert, dass ich voller Scham auf die kleine Kreatur blicke, die ich einmal gewesen bin.“
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Ein namenloser Bandarbeiter, bisher nur Zuschauer im Leben, will über seine Bedeutungslosigkeit hinauswachsen und wird scheinbar beiläufig zum Mörder. Erst im Tod meint er den wahren Kern der menschlichen Seele zu erkennen, den der Mensch im Alltag hinter einer Maske aus Konventionen versteckt.
"Maskaron" ist alles andere als seichte Unterhaltung aus der "Romanindustrie" und doch kommt beim Lesen kein Satz Langeweile auf. Die 156 Seiten eröffnen dem Leser einen Blick in die erschreckenden Abgründe der menschlichen Psyche.
Die Geschichte eines Mörders, der die Scheinheiligkeit der Gesellschaft entlarven will, erinnert geradezu an Süskinds "Das Parfum", ist dabei aber noch um einiges düsterer.
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