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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Geisteskrank, Marc Prescher
Marc Prescher

Geisteskrank



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Schmerzen durchströmten ihn und schienen in seinem Schädel zu explodieren. Die Sehnen waren zum Reißen gespannt. Die Lider waren schwer wie Blei. Eine massive Übelkeit machte sich im Magen breit. Dieser elende Gestank! Blitzartig kam das Bewusstsein wieder. Zitternd öffnete Dieter die Augen. Die Sicht war verschwommen. Alles zeichnete sich nur schemenhaft ab. Dieter versuchte sich zu erheben, aber der Versuch scheiterte. Er konnte sich kaum bewegen.


„Das kannst du vergessen. Das Stück Scheiße hat uns gefesselt.“ Ralfs Stimme.


Dieter drehte den Kopf und erkannte, dass sein Freund direkt neben ihm saß. Dieter konnte nichts sagen, ob ihm Tränen oder Schweiß über die geröteten Wangen liefen. Wahrscheinlich war es eine Mischung aus beidem.


„Wer ist der Kerl?“, fragte er mit rauer Stimme. Er fühlte sich noch immer schwach und benommen.


„Keine Ahnung. Als ich ins Schlafzimmer gekommen bin, muss er schon drin gewesen sein.“


Langsam verschwand der Schleier vor Dieters Augen und er konnte den Raum, in dem er sich befand, besser wahrnehmen. Nichts war hier besonders, außer die gammelnde Leiche, die sich ein paar Meter vor ihnen auf dem Bett befand. Dieter konnte beobachten wie immer wieder Fliegen den toten Körper als Start- und Landebahn benutzten. Angewidert verzog er das Gesicht.


„Wo ist der Irre, der mich niedergeschlagen hat?“


„Keine Ahnung. Als du zu Boden gegangen bist, hat er uns gefesselt, dann hat er den Raum verlassen“, antwortete Ralf mit schmerzverzerrtem Gesicht. Das Pochen in seiner durchschossenen Hand war beinah unerträglich.


„Wahrscheinlich ist der Kerl vor uns in dieses Haus eingestiegen und hat die Alte umgelegt“, mutmaßte Dieter. „Die Frage ist nur, warum ist er so lang hiergeblieben. Die muss doch schon ein paar Tage tot sein, so wie die stinkt und aussieht.“


„Kann nicht sein. Du hast sie doch am Fenster sitzen sehen“, erwiderte Ralf.


„Stimmt, habe ich. Dann muss es hier noch eine Frau im Haus geben. Denn kein normaler Mensch würde eine Tote vor ein Fenster setzen“, stellte Dieter fest und versuchte die Stricke zu lockern, die seine Handgelenke gefangen hielten. Erfolglos. Auch die Fußgelenke waren gefesselt.


„Der Typ ist doch nicht normal. Ich sage dir, der hat die Oma da vors Fenster gesetzt. Vielleicht spielt der so was wie Puppenhaus mit Leichen“, stieß Ralf ängstlich aus.


„Puppenhaus mit Leichen? Erzähl doch keinen Mist. Das ist einfach ein Einbrecher, der vielleicht überrascht wurde, und die Frau dann gekillt hat.“


„Ach ja? Dann verrate mir mal, warum er dann noch hier ist“, forderte Ralf seinen Freund auf.


„Das kann viele Ursachen haben.“


„Nenne mir nur eine.“


Dieter wollte antworten, aber wenn er ehrlich war, dann fiel ihm keine ein. Das Ganze hier war komplett verrückt.


„Das Wichtigste ist, das wir nicht in Panik verfallen.“


„Die Panik ist schon da“, antwortete Ralf, als er gleichzeitig auf die Frau blickte, die ihn scheinbar mit ihren toten Augen beobachtete.


„Reiß dich zusammen!“, zischte Dieter. „Wir kommen hier wieder raus.“


„Wie denn? Wir haben sein Gesicht gesehen. Wenn er die Alte wirklich umgelegt hat, dann wird er uns nicht gehen lassen“, stellte Ralf fest.


„Vielleicht ist er schon abgehauen. Wie lange ist er schon weg?“


„Ein paar Minuten.“


 


Ralf hatte den Satz kaum ausgesprochen, als vom Flur her das verräterische Knarren der Stufen zu hören war. Damit hatte sich ihre Hoffnung zerschlagen.


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