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Die Apparatur des Herrn von Kollwit


von Mike Oltrop

krimi_thriller
ISBN13-Nummer:
9783941839564
Ausstattung:
Softcover
Preis:
9.95
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
AAVAA-Verlag
Kontakt zum Autor oder Verlag:
verlag@aavaa.de
Leseprobe

  

Vatikan - 1919

Die Antwort van Burenheus lag in Form eines Briefes

auf dem Schreibtisch des Staatssekretärs.

Kardinal Pietro Gasparri hatte eine ernste Miene aufgesetzt.

„Wir haben keine andere Möglichkeit, ich befürchte,

wir müssen seine Bedingungen akzeptieren."

Papst Benedikt XV., der erfahrene Genueser Diplomat,

konnte dem nur zustimmen:

„Gut mein lieber Pietro, eine Liquidation kommt nun

nicht mehr in Frage. Angesichts der Kaltblütigkeit dieses

Mannes ist das zwar sehr bedauerlich, doch wir

können nicht riskieren, die preußische Gesandtschaft zu

verärgern. Bereiten Sie die Entlassungsurkunde vor und

veranlassen Sie, dass der geforderte Betrag bereitsteht."

Die Standuhr schlug acht. Gasparri schüttelte den

Kopf.

„Der Uhrmacher war erst heute Morgen hier, um sie

zu richten. Sie sollte zusammen mit Sankt Peter schlagen.

Auf niemand ist mehr Verlass."

„Vielleicht läuft unsere Turmuhr zu schnell."

„Das wäre das erste Mal." Gasparri blickte auf seine

Taschenuhr. „Fünf vor acht. Ich habe sie heute Mittag

nach Sankt Peter gestellt."

„Nun Pietro, Sie sollten Ihren Uhrmacher wechseln."

Benedikt XV., der früher Giacomo della Chiesa hieß,

trug keine Uhr bei sich. Er war zum Fenster geschritten

und blickte hinaus.

Kardinal Gasparri hatte sich ebenfalls erhoben.

„Ich werde morgen einen Italiener beauftragen. Der

gute Herr Mercier ist offenbar keine Zier für seine

Schweizer Landsleute."

Der Papst nickte.

„Wir sollten ebenso mit dem CI verfahren. Nach der

Ära van Burenheu will ich an seiner Stelle einen italienischen

Bischof sehen."

„Einen Bischof? Einen Bischof für diese schmutzige

Arbeit?"

„Fällt Ihnen etwas Besseres ein?"

Gasparri legte die Stirn in Falten.

„Nein, ehrlich gesagt nicht."

Die Turmuhr schlug acht.

Papst Benedikt lächelte seinem Staatssekretär zu, als

wollte er sagen:

„Sehen Sie, auf die italienischen Uhren ist Verlass."

Gasparri gab das Lächeln zurück.

„Giacomo?"

„Ja?"

„Diesen van Burenheu mit seinem Wissen über die

Pforte! Meinen Sie, wir können ihn einfach so gehen lassen?"

Der Papst nickte kühl.

„Was sollte er damit anfangen, Pietro? Es kann ihm für

nichts und niemanden von Nutzen sein."

]]]]]]]]]]

Lukas Cramm war verantwortlich für dieses Projekt.

Seine Suche hatte Erfolg gehabt. Hier stand sie nun in

seinem kleinen Büro, neben der Messplatte aus Granit,

die über die Jahre zur Ablage verkommen war. Hier

stand die Apparatur des Herrn von Kollwitz. Äußerlich

unscheinbar, nichts Teures oder Edles war an ihr. Die

mechanischen Bauteile waren versteckt in einem mit

Leder bezogenen Überseekoffer mit hölzernen Bändern.

Die Messingbeschläge waren braun angelaufen. Das

Schloss war geöffnet, der Schlüssel fehlte. In dem Deckel

waren linksseitig drei Reihen mit jeweils vier Armaturen

und Reglern eingelassen. Auf den Zifferblättern

konnte man auf jeder Reihe Tag, Monat, Jahr und

Uhrzeit ablesen. In der Mitte erhob sich ein mächtiges

Gestell aus Messing mit Führungen aus Bronze, auf dem

ein Schlitten eine Nadelspitze über eine Landkarte von

Mitteleuropa führte. Die Karte mit den Grenzen von

1918 hatte eine Größe von etwa 70 x 70 cm. Auf der

rechten Seite steckte eine große geschwärzte Flügelmut

ter auf einem Vierkant, dessen Welle in einem Loch des

Koffers ins Innere verschwand. Es sah in etwa aus wie

der Aufzugsmechanismus einer überdimensionalen

Spieluhr. An der Frontseite verrostete ein Drahtgestell,

in dem Lukas Cramm den Umschlag einer Kladde gefunden

hatte. Darunter war in altdeutschen Buchstaben

eingebrannt:

„Daß die Welt bleibe wie sie ist"

Nachdem Lukas Cramm die Apparatur von seinem alten

Freund Tobias Klausen, dem Entrümpler, in Empfang

genommen hatte, war ihm nach kurzer Zeit klar

gewesen, dass dies etwas Besonderes sein musste. Tobias

Klausen, der eigentlich die klare Anweisung befolgen

wollte, alles aus der unseligen Wohnung zu vernichten,

war der gleiche Gedanke gekommen. Nur waren bei

ihm eher wirtschaftliche Gründe entscheidend. Bei

technisch interessanten Stücken, die jeden privaten

Sammler abschrecken würden, gab es für den gewieften

Herrn Klausen immer noch den Umweg über Lukas

Cramm, der aus dem schmalen Budget des archäologischen

Instituts schon des Öfteren den ein oder andere

Euro lockergemacht hatte, um eine technische Kuriosität

aus dem Fundus unvererbbaren Gerümpels zu erstehen.

Der Blick in das Innere des Koffers war für jeden

Techniker atemberaubend. An den Unterseiten der Regler

waren große Spiralfedern befestigt, die sich in Abhängigkeit

von dem Regelweg spannen ließen. An den

Federn waren tausende von Ketten aufgehängt, manche

mit nur wenigen dicken schwarzen Gliedern, manche

aus feinstem Silber, kaum sichtbar. Die Ketten waren

untereinander verknotet und verbunden, teilweise liefen

feine Garnfäden zwischen den einzelnen Gliedern

hindurch. Diese waren wiederum an Lederriemen gebunden,

welche an ein Gestänge aus Messing, das unterhalb

der Landkarte verlief, geschraubt waren. An der

Welle auf der rechten Seite steckte eine Walze von ca. 20

cm Durchmesser, darum waren einige Riemen gewickelt,

die wiederum mit dem Landkartengestänge verbunden

waren. Insgesamt konnte man auch von einem

heillosen Durcheinander sprechen.

Lukas Cramm konnte die technischen Zusammenhänge

der Apparatur in der kurzen Zeit der letzten zwei

Wochen nicht begreifen. Die Maschine funktionierte

nicht mehr, soviel war schon bekannt. Der Aufzug

spannte zwar eine Feder, aber irgendetwas hinderte den

Apparat zu starten. Die riesige Anzahl an verbundenen

Ketten war ein System von abertausenden wechselwirkenden

Schwingern. Eine mathematische Berechnung

der mechanischen Bewegung schien unmöglich.

.

Lukas war nicht der Einzige, dessen Aufmerksamkeit

erregt war. Im Inneren der Apparatur, im feinen Gespinst

des Metalles, am Ende einer langen, feinen, silbernen

Kette, war der Hauch einer Schwingung zu bemerken.

Peter Moos, der Kollege von Lukas, lächelte leise. Dem

Rätsel ohne die Hilfe einer Betriebsanleitung auf die

Spur zu kommen, erweckte seinen Sportsgeist.

Lukas deutete auf die Apparatur.

„Hast du noch irgendetwas finden können?"

Peter hatte sich nichts anmerken lassen und freute sich.

„Naja, eigentlich schon." Er kniff die Augen zusammen

und nickte. „Komm her, ich zeigʹs dir."

Peter Moos öffnete den Kofferdeckel und ruckelte an

dem Aufzugsgestänge.

„Die Aufzugsfeder hakt nicht, sie läuft. Lediglich ein

Riemen ist von der Antriebswelle gerutscht. Siehst du,

hier."

Er drückte das Kettengewirr etwas zur Seite und zeigte

auf den abgerutschten Riemen, den er dann mit einem

Griff auf die Scheibe der Antriebswelle stülpte.

„Ich habe es gestern schon probiert, es blockiert immer

noch etwas, irgendwo innerhalb des Kettenlabyrinths ist

im wahrsten Sinne des Wortes ein Haken. Ich würde sagen,

wir nehmen jede Kette einzeln von den Spiralfedern

hier oben herunter und verfolgen den Verlauf. Wir

müssen nur aufpassen, dass wir die Querverbindungen

nicht zerstören."

Lukas Cramm verzog keine Miene, es war ihm nicht

recht, ohne Grundlagenwissen so tief in die Innereien

der Maschine einzusteigen.

„Nein Peter, wir müssen erst den Mechanismus verstehen,

denn wenn beim Herumbasteln irgendetwas

schief läuft, bekommen wir das Ding wahrscheinlich

niemals mehr zum Laufen."

Peter Moos schloss den Deckel wieder und zeigte auf

die Armaturen.

„Ich habe noch was vergessen, die unteren beiden Armaturenreihen

sind außer Funktion. Sie wurden erst

nachträglich eingebaut und nicht an den übrigen Ketten

angeschlossen." Er öffnete den Deckel wieder und schob

seine Hand zwischen die Ketten der ersten und zweiten

Armaturenreihe. „Wir brauchen also nur im Bereich der

ersten Armaturenreihe zu suchen."

Lukas blickte in die leuchtenden Augen seines Kollegen

und wusste, dass er verloren hatte.

„Na gut Peter, aber wir zeichnen jeden Schritt auf."

„Na logisch Lukas, wir kriegen das Ding schon klein."

Sie machten sich sofort an die Arbeit. Lukas bediente

sein Diktiergerät und beschrieb die einzelnen Arbeitsschritte

simultan während Peter Moos den Kettenverlauf

durch das Labyrinth verfolgte. Es war leichter gesagt

als getan, schon bei der ersten Kette verzweigten

die Glieder nach kurzer Strecke in zwei Richtungen.

Während der eine Strang nach einer Querverbindung

ins Leere lief, waren am anderen an jedes zweite Glied

dünne Fäden geknotet, die in alle Richtungen durch andere

Ketten und deren Glieder liefen. Die Arbeit würde

Wochen, wenn nicht sogar Monate in Anspruch nehmen.

Lukas Cramm und Peter Moos waren in dieser

Hinsicht Leid gewohnt und kämpften sich tapfer durch

das Puzzle und den Tag. Am späten Abend wussten

beide, dass es ein aussichtsloses Unterfangen darstellte,

das Rätsel auf diese Weise zu lösen. Peter Moos war

wieder auf dem Boden der Tatsachen angelangt.

„Ich bräuchte sicher einige Tage, um einen von diesen

Fäden durch die ganzen Kettenglieder zu ziehen. Warum

hat dieser Verrückte das gemacht? Und warum

vermuten wir einen Mechanismus dahinter?"

Dieser Gedanke war Lukas auch schon gekommen.

Was ist, wenn die Apparatur gar keine Funktion hatte?

Wenn dieser irre von Kollwitz den lieben langen Tag

vor sich her gebastelt hatte, um der Welt ein Orakel

vorzutäuschen. Lukas wusste, dass es anders war. Er

legte seinem Kollegen die Hand auf die Schulter, schaute

ihm in die Augen und sprach mit tiefer Stimme:

„Weil wir dafür bezahlt werden." Er lachte. „Komm,

lass uns einpacken, morgen ist auch noch ein Tag."

]]]]]

Ein leises Klimpern drang durch die Ruhe des Instituts.

Peter Moos saß noch über seinem Manuskript und

wälzte in einem deutsch - englischen Wörterbuch. Er

blickte auf und horchte. Da war es schon wieder, Metall

schlug auf Metall, wie bei einem Windspiel, nur viel leiser.

„Ist da jemand?"

Er lauschte. Nichts. Er runzelte die Stirn, zuckte mit

den Schultern und machte sich wieder an die Arbeit. Peter

Moos sollte am nächsten Tag vor einer Gruppe englischer

Doktoranden der Partner]Universität Bath referieren,

die in Braunschweig zu Besuch waren. Die Geschichte

der Automatisierung in der Autoindustrie. Im

Grunde kein Problem, wenn sich sein von vornherein

miserables Englisch in den letzten Jahren nicht noch zusätzlich

verschlechtert hätte.

Peter Moos hob den Kopf. Wieder durchbrach das

Klimpern die Stille. Sein Büro befand sich neben dem

von Lukas Cramm auf der Ostseite des Gebäudes. Das

Geräusch kam aus dem Nachbarraum. Peter Moos stand

auf und ging hinüber. Er betätigte den Lichtschalter.

Der Starter der Neonröhren summte. Nacheinander

zündeten die einzelnen Lichtbänder begleitet von einem

klingenden Ton. Auf dem Schreibtisch lagen einige Papiere

und der Kladdenumschlag aus von Kollwitz‘ Apparatur.

Neben der Granitplatte stand die rätselhafte

Maschine. Wären die Instrumente und das Messingge

stell nicht auf der Oberseite angebracht, hätte man meinen

können, der Überseekoffer wartete hier nur auf seine

Abreise. Aus dem Inneren drang das Klimpern.

Peter Moos hob den Deckel. Die Ketten schwangen gegeneinander

bis sie in der halboffenen Position zum

Stillstand kamen. Er fixierte den Deckel in dieser Stellung,

indem er die beiden Metallstangen aus dem Koffer

in die linke und rechte Gehäuseecke steckte und langsam

das Gewicht des Kofferoberteils auf sie abließ, wie

zum Feststellen einer geöffneten Motorhaube. Merkwürdig,

dachte er, irgendetwas musste die Ketten in Resonanz

versetzt haben. Peter Moos berührte den Heizkörper,

die Wärme lies seine kalte Hand kurz zurückzucken.

Als draußen auf der Straße ein Auto vorbeifuhr,

spürte er eine leise Vibration an der Heizkörperrippe.

Das musste die Ursache gewesen sein. Beruhigt kehrte

er zu seiner Arbeit zurück.

Die Zeit wurde knapp, drei Viertel des Textes waren

erst bearbeitet und es ging schon auf 20:00 Uhr zu.

„Verdammt, was heißt noch mal Zylinderkopfmontage?"

Mit einem lauten Krachen knallte der Deckel mitsamt

Aufbauten zurück auf das Unterteil. Peter Moos wäre

beinahe das Herz stehen geblieben.

„Mein Gott, so kann man ja nicht weiterkommen!"

Wütend marschierte er ins Nachbarbüro und öffnete

den Deckel der Apparatur. Die Metallstangen waren

abgerutscht, mit einigen Handgriffen inspizierte er die

Innereien der Apparatur, es schien alles heil geblieben

zu sein.

„Komische Kiste!"

Peter Moos lachte gequält. Ein Gedanke schoss durch

sein Gehirn. Wie angestochen rannte er zum Schreibtisch.

Er griff sich den Kladdenumschlag und inspizierte

nochmals eilig die Innenseite. Dort stand geschrieben:

Von der Handhabung der Apparatur - Vom Vater zum

Sohne. Der Inhalt der Kladde fehlte. Auf der rechten

Umschlagseite stand: Das die Welt bleibe wie sie ist ]

Vom Sohne zum Vater.

„Oh Mann, dass ich nicht gleich darauf gekommen bin.

Das Ding läuft verkehrt herum, du Anfänger!"

Er schlug sich die Hand vor die Stirn.

Peter Moos machte sich an die Mechanik, anstatt nach

rechts drehte er die Flügelmutter links herum. Die Apparatur

knarrte und nach einer viertel Umdrehung war

der Widerstand zu groß, um das Gestänge weiter zu

bewegen. Er wusste, dass er auf dem richtigen Weg war.

Es kann nur innerhalb des Aufziehmechanismus stecken.

Drücken, dachte er sich, probiere es mit drücken.

Er lehnte sich auf die Flügelmutter, drückte sie herunter

und versuchte zu drehen. Nichts tat sich. Nein, das

konnte nicht sein.

Sein rechter Mundwinkel zog sich triumphierend

nach oben. Er nickte, es gab nur noch einen Freiheitsgrad,

es gab nur noch eine Möglichkeit. Langsam zog er

an dem Gestänge des Vierkants. Mit einem Klacken rastete

im Inneren ein Zahnrad ein. Er drehte die Flügel

mutter links herum. Sie ging weich wie durch Butter. Er

drehte und drehte und drehte, bestimmt 50 Umdrehungen,

bis er einen Widerstand bemerkte, nun lies er los.

Und langsam setzte sich der Apparat in Bewegung. Der

Aufzugsmechanismus drehte rechts herum zurück,

langsam, sehr langsam, etwa 30 Sekunden benötigte er

für eine Umdrehung. Die Spitze über der Landkarte

zuckte auf der Position von Hamburg mit kleinen Ausschlägen

von 1]2 Millimetern. Peter Moos beobachtete

die Maschine fasziniert. Im Inneren waren alle Ketten in

Bewegung und klimperten ein breites Konzert.

Plötzlich, fünf Minuten waren vergangen, rutschte die

Metallspitze nach Osten und huschte schnell von Potsdam

nach Berlin und zurück, immer im Wechsel. Peter

Moos‘ Blick wanderte auf die Armaturen. In der oberen

Reihe bewegten sich die Zeiger der vier Instrumente.

Der rechte, der für die Stunden stand, drehte sich so

schnell, dass man den Zeiger nur als weiße Fläche hinter

dem Saphirglas erkennen konnte. Links daneben wurden

die Tage des Monats dargestellt, auch dieser war

kaum zu beobachten. Der nächste zeigte die Monate an.

Ganz links las Peter angestrengt die Jahreszahlen ab:

1872, 1873, 1874, 1875. In dreißig Sekunden war das Jahr

vorbei. Die Skala reichte von 1850]1950. Die Spitze

schoss nach München und wieder zurück nach Berlin,

nach Hamburg, Hannover, ins Münsterland, wieder

Berlin und Potsdam, nach Rom, nach Wien, in den

Schwarzwald, an die Ostsee und immer wieder Berlin,

nach Köln, nach Koblenz, nach Köln und wieder Kob

lenz, hier verharrte sie mit einer kleinen Unterbrechung

Richtung Nordsee und blieb stehen. Die Instrumente

zeigten den 18.12.1912, 09:15 Uhr an.

Peter Moos schüttelte den Kopf.

„Gibt's doch nicht!"

Er drehte die Flügelmutter noch einmal zurück und

achtete diesmal auf die Nadel, sie blieb auf der Position

nahe Koblenz stehen und mit dem letzten Ruck an der

Mutter huschte sie nach Hamburg. Peter lies los und das

Spiel begann von vorn. Aufgeregt nahm er den Telefonhörer

von Lukas Büroapparat und wählte dessen Privatnummer.

„Cramm!"

„Hallo Lukas, hier ist Peter, hast du Zeit?"

„Peter, nein habe ich nicht, im Gegenteil am besten wir

reden morgen."

„Die Apparatur läuft, Lukas, sie läuft!"

„Was? Willst du mich verarschen?"

„Nein Lukas, das Ding funktioniert, ich stehe direkt

davor."

„Ehrlich?"

„Ehrlich Lukas, das Ding rennt!"

„Okay, halt die Stellung, ich komme sofort!"

Mike Oltrop

Mike Oltrop wurde am 14.07.1965 in Salzgitter geboren

und lebt heute in Wolfenbüttel. Er ist Maschinenbauingenieur

und war zuletzt über zehn Jahre Geschäftsführer

eines mittelständischen Unternehmens.

Vor einigen Jahren entschloss er sich, Weinhändler zu

werden und betreibt seitdem gemeinsam mit seiner

Ehefrau einen Weinversandhandel im Internet.

Mike Oltrop ist leidenschaftlicher Läufer.

Die Geschichte der Apparatur ist während einsamer

Waldläufe entstanden.

Auf den nächsten Seiten eine kleine Vorstellung weiterer

Romane, die im AAVAA ] Verlag erschienen sind:

Adams Väter

 

 

Thriller

Daniel Kohlhaas

 

 

Der Autor hat hier ein Eisen angepackt, welches

niemanden kalt lassen kann ...

Ausgerechnet Soufflé!

 

 

Liebesromanmit Rezepten

Claudia Winter

 

 

Ein lebendig, frech geschriebener Liebesroman,

in dem es Leckeres zum Nachkochen gibt...

Maltas Geheimnis

 

 

Abenteuer ] Thriller

Hans Lebek

 

 

Ein spannender Roman, der auf Malta spielt,

aus der Sicht einer jungen Frau geschrieben...

Unmöglich !

 

 

Liebesroman

Barbara Aichinger

 

 

Ein ausgesprochen romantischer Beziehungsroman,

der in Wien und Umgebung spielt ...

Todeslogistik

19

Doppelte Gefahr

 

 

Thriller

Hans Lebek

 

 

Zwei Freunde bringen sich so in Schwierigkeiten,

dass sie sich gegen die Mafia verteidigen müssen..

Second Life

 

 

Thriller

Translation from German into English

Josie Le Blond

 

 

Original Title: TODESLOGISTIK

Hans Lebek

Des Mörders Rache

 

 

Thriller

Mario Lenz

 

 

Der Autor lässt seinen skurrilen Helden an

Plätzen auftreten, die wirklich existieren ...

Todeslogistik

 

 

Thriller

Hans Lebek

 

 

Harald Hauser überlebt einen Flugzeugabsturz

und beschließt, heimlich ein neues Leben zu beginnen...

Das schwarze Tagebuch

 

 

Thriller

Leonhard Michael Seidl

 

 

Leonhard Seidl löst die Folgen eines

Verbrechens der Waffen]SS auf seine Weise...

Todeslogistik

20

Mord statt Sport

 

 

Krimi

Hans Lebek

 

 

Ein ehemaliger Spitzensportler in einem Rollstuhl

zieht eine Spur des Todes durch Europa

HELASTRILOGIE I

Die Gier nach Reichtum

 

 

Science Fiction

Hans Lebek

 

 

Peter Lander entdeckt die Hinterlassenschaft

einer außerirdischen Rasse ...

HELASTRILOGIE II

Die Gier nach Macht

 

 

Science Fiction

Hans Lebek

 

 

... und ruft schon bald mächtige Feinde auf

den Plan ...

HELASTRILOGIE III

Die Gier nach Ruhm

 

 

Science Fiction

Hans Lebek

 

 

... aber die Feinde aus den eigenen Reihen ...

Klappentext

Lukas Cramm, forschender Ingenieur am Braunschweiger Institut für historische Mechanik, erwirbt eine seltsame Apparatur. Sie wurde nach dem ersten Weltkrieg erbaut und stammt aus dem Nachlass des begnadeten Konstrukteurs von Kollwitz. Cramm gelingt es, die Maschine wieder in Bewegung zu bringen und er ist ebenso verblüfft wie erschrocken. Es ist eine der grandiosesten, unheimlichsten und unglücklichsten Erfindungen die von Menschenhand jemals erschaffen wurde.

Dem Fruchthändler Anton Petermann ist das völlig egal, ihn interessiert nur das Geld seiner Nachbarin. Und weil diese eine Heidenangst vor der Familie von Kollwitz und deren Erfindung hat, zählt für den Fruchthändler nur eins: Die Apparatur muss zurückgeholt werden.

Es scheint, dass der Konstrukteur von Kollwitz damals auch diese Umstände bereits berücksichtigt hatte. Es war  kein Zufall, dass die Apparatur bei Lukas Cramm gelandet ist.

Doch die Grundlage des Apparates ist eine ganz andere. Der Vatikanische Geheimdienst tritt auf den Plan. Für Cramm wird die Sache gefährlich.