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„Ein Schleppe, bitte: groß, blond und feucht – aber nicht zu heiß!“„Mir ein Pago Marille auf 05 mit Kriminalwasser.“Als die Kellnerin gegangen war, fielen Hubert Pogatschnigs Glotzkugeln beinahe über Ludwig Melischnig her.„Ein Pago? Bist du krank?“„Nein“, erwiderte Melischnig, „ich bin im Urlaub.“„Wäs?“„Als erster Assistent eines Schleppe-Bierführers muss ich jeden Tag Schleppe trinken. Glaubst du, das macht mir Spaß? Ich möchte mich wenigstens im Urlaub erholen. Deshalb trink ich ein Pago.“Pogatschnig sah Melischnig lange an.„Ludwig“, sagte er schließlich, „Du hast einen Klopfer!“„Außerdem“, fügte Melischnig kleinlaut hinzu, „schmeckt’s mir dann heut am Abend wieder besser.“„Mein Gott, hast du mich erschreckt!“Pogatschnig lachte erleichtert auf und biss herzhaft in einen Bierbrezen, der leichtsinnigerweise in seiner Griffweite an einem Ständer herumhing. Doch Pogatschnigs Fangbiss war etwas zu herzhaft: Ein Teil des Brezens brach ab und stürzte in einem Regen aus Bröseln und Salzkörnern auf den Tisch hinab und sprang von dort aus weiter auf den Boden hinunter.Hubert Pogatschnig grunzte, während er sich hinunterbeugte, um die Schweinerei wieder gut zu machen.„Wenn mir so was passiert ist“, feixte Melischnig, „dann hat meine Mama immer gesagt, ich esse wie der erste Mensch.“ Hubert Pogatschnig hielt in seiner Abwärtsbewegung inne. – Hörte er da etwa einen kritischen Unterton aus den Worten seines Kumpans heraus? Er beschloss, Größe zu zeigen: Während er den Brösel-GAU wieder aufräumte, meinte er beiläufig:„Mit dem ‚ersten Menschen’ kann ich leben, immerhin stamme ich in direkter Linie von ihm ab.“Die Zahnräder in Melischnigs Schädel setzten sich gerade noch mühsam in Gang, als ein Piepen anzeigte, dass Pogatschnig gerade eine SMS bekommen hatte.„Ludwig, es geht weiter!“, rief er aufgeregt, als er die Textnachricht ansah. Er las sie laut vor: „Rätsel 8: Der Sockelfuß sagt das Jahr, in dem der Heuplatz-Held errichtet ward. Im Sinne der Inschrift deute die Buchstaben und erneut ihre Quersumme ist deine Zahl.“ Hubert Pogatschnig sah schnell auf seine Uhr.„Punkt 15 Uhr“, stellte er fest, „die gleiche Uhrzeit, zu der das gestrige Rätsel hereingekommen ist!“„Warum … warum ‚Rätsel 8’?“, fragte Melischnig verständnislos. „War nicht das erste Rätsel ‚Rätsel 7’? Hast du nicht gesagt, es geht rückwärts?“Pogatschnig hatte jetzt keine Nerven für Melischnigs Begriffsstützeleien!„Ich weiß nicht mehr als du, Ludwig“, antwortete er kurz angebunden. „Momentan kann ich nur Vermutungen anstellen.“„Und was vermutest du, wo wir mit dem jetzigen Rätsel beginnen sollen?“„Natürlich am Heuplatz; das steht ja in der SMS: am Sockel der Statue, die am Heuplatz steht.“Die Kellnerin servierte die Getränke, Pogatschnig bezahlte gleich.„Du Hubert“, fragte Melischnig, „was ist das eigentlich für eine Statue, am Heuplatz?“Pogatschnigs Tonfall glitt ins Überhebliche ab, als er antwortete:„Also das solltest du aber wissen! Die Statue zeigt den … ähm …“Pogatschnig erkannte, dass er sich mit seinem überheblichen Grinsen überhoben hatte. „Ich habe nicht die leiseste Ahnung!“, gestand er leise.
„Das solltest du aber wissen“, tadelte Melischnig und nahm einen Riesenschluck Pago-Kriminal.
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War der Tod der Patientin ein Therapie-Unfall oder Mord? Eine Spur führt Gruppeninspektor Leopold Ogris zum Ehemann, dessen Schicksal von einer Münze bestimmt wird. Die „Zwei für die Gerechtigkeit“ sind derweil auf Urlaub und im Stress: Ein Unbekannter schickt sie mit SMS-Rätseln durch Klagenfurt – doch die Lösungen ergeben keinen Sinn! Und welche Rolle spielt der düstere Fremde mit dem seltsamen Akzent?
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