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> Krimi Thriller > Der letzte Schwan
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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Der letzte Schwan, Henri Pose
Henri Pose

Der letzte Schwan


Ein Hamburg-Krimi

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″Zum ersten Mal sah ich Shirley in einem Strip Club namens Charming Flamingo. Ihre Schicht begann dort um halb elf und ich war bereits seit zwei Stunden dort. Zwei Stunden meines Lebens hatte ich zwischen Männern verbracht, die ihren Ehefrauen vorgaukelten, sie wären gerade beim Bowling oder mit ihren Jungs in der Kneipe. Stattdessen fristeten sie ihre Freitagabende in jenem Etablissement unter der Autobahnauffahrt und steckten Frauen, die ihre Töchter sein könnten, Spielgeld in die Tangas. Neben mir versuchte gerade ein Greis mit Beatmungsgerät verzweifelt, auf die Bühne zu krabbeln, als der Song stoppte. Die Brünette rutschte die Metallstange herunter und verbeugte sich, die Lautsprecher knackten und Shirley wurde angekündigt. Der DJ, der wahrscheinlich in irgendeinem Hinterzimmer saß und beim Wechseln der CDs fernsah oder womöglich zu den Bildern der Sicherheitskameras masturbierte, sagte: »Und hier kommt, worauf wir alle gewartet haben: Shirley!« Die Männer grölten und klatschten, einige pfiffen, doch ich blieb ruhig. Ich wusste gar nicht so recht, warum ich überhaupt hier war. An jenem Tag hatte ich meine Ermittlungen zum Selbstmord eines Anwalts beendet und war nach dem Gespräch mit seiner Ehefrau etwas aufgewühlt gewesen, weshalb ich mich für ein schnelles Bier in meiner Stammkneipe entschieden hatte. Auf dem Weg vom Parkplatz dorthin hatte mich der Türsteher des Flamingos angesprochen: »Die Show heute Abend wird der Hammer. Fünfzehn Euro Eintritt sind ein Witz, versprochen.« Also hatte ich nur die Schultern gezuckt und mir den Stempel geholt. Das Bier war warm, die Kundschaft unerträglich, aber wenigstens war die Musik laut genug, um Gespräche unmöglich zu machen. Während die anderen Männer sich um die halbkreisförmige Bühne tummelten, saß ich zurückgelehnt im Clubsessel und nippte an einem Bier, das ich nicht wirklich trinken wollte. Zum Gitarrensolo von Sweet Morphine kam Shirley langsam hinter dem roten Samtvorhang hervor und ging mit kreisenden Hüften auf die Bühne. Sie war klein und zierlich, hatte lockiges blondes Haar und bewegte sich so anmutig, wie ich es nie zuvor gesehen hatte. In ihren Augen lag der Glanz einer Frau, die ihr Schicksal akzeptiert hatte und nun versuchte, das Beste daraus zu machen. Doch noch etwas schwang darin mit, sobald sie begann zu tanzen: Hoffnung.″


 


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