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> Krimi Thriller > Christoffer III
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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Christoffer III, Thomas Reich
Thomas Reich

Christoffer III


Kellergeschichten

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AB MIT DIR IN DEN HÄCKSLER!

In Fötushaltung hielt sie die Arme um ihren Körper geschlungen, als gäbe es aus diesem Alptraum ein Erwachen. Christoffer gönnte ihr eine kurze Phase der Erholung, der Illusion. Ungehindert durchschritt er den Raum, und nahm die Häckselmaschine in Betrieb. Nur, um ihr die Funktionsweise besser veranschaulichen zu können, warf er ein kleines Stück Holz aus dem Garten hinein. Sofort wurde es in Sägespäne verwandelt.
Bis dahin hätte es ein weiterer sinnloser Tod werden können; langweilig, farblos, reproduzierbar bis zur Erschöpfung. Doch das Rattern des Mahlwerkes hatte eine Veränderung in ihr ausgelöst, die komisch gewirkt hätte, wenn sie nicht so final gewesen wäre. Sie hatte begriffen, dass der Kerkermeister zwischen ihr und dem Ausgang stand. Ihr Prüfstein, an dem sie sich messen musste. Ihr Gesicht wurde hochauflösend, voller Farbbrillanz.
Die Gewalt ihres Angriffs überraschte selbst Christoffer. Für einen kurzen Moment war sie nahe daran, ihm die Augen auszukratzen. Mit den Fingernägeln, die ihr noch blieben, und dem Mut der Verzweiflung, wie ihn auch die Juden im Warschauer Ghetto an den Tag gelegt haben mochten. Aber. Man konnte den Tod nicht aufhalten, nur verzögern. Darin lag die göttliche Gnade, die zu erkennen sie sich stets unwürdig erwiesen. Hatte Christoffer vorhin noch die flache Hand verwendet, ballte er sie jetzt zur Faust. Brach ihr Jochbein und Kieferknochen. Damit nahm er ihr indirekt auch die Lust am Schreien, denn jedes Wort wurde zur Qual. Nicht, dass sie hätte aufhören können zu schreien. Doch ihre Worte bekamen einen blubbernden, verwaschenen Unterton. Er packte sie an den Armen, dünne Stecken wie Kaminbrennholz.
„Willst du deine Hände nicht in den Bau stecken, du feiges Kaninchen?“


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