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Krimis & Thriller
Buch Leseprobe Alan Wade, Stefan Schottleitner
Stefan Schottleitner

Alan Wade



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  • Am sichersten wäre es, wenn ich in einem Hotel übernachten würde, aber es durfte nicht außerhalb der Stadt sein, ich musste sicher sein. Ich packte das Notwendigste ein und fuhr den Highway in Richtung St. Helen. Meine Gedanken konnten keinen klaren Fuß fassen, es war schwierig, sich aus all dem einen Reim zu machen. Ich wusste nicht, was ich glauben sollte, wem war ich auf der Spur? Higgins war meiner Meinung nach leicht manipulierbar und zu leicht zu durchschauen. Falls er es war, der mich aus dem Weg räumen wollte, bin ich mir sicher, dass ich dies bemerkt hätte. Howard Blake konnte es nicht gewesen sein, wenn er mich tot sehen wollte, hätte er keine Fehler begangen. Es war nicht leicht, sich ein Bild zu machen, vor allem wusste ich nichts. Als ich dachte, ich hätte des Rätsels Lösung in der Hand, musste ich feststellen, dass der Aktenschrank leer war. Aber Higgins sagte zu einer Person, als ich bei ihm einbrach, laut und deutlich, dass man Alan ausschalten müsse. Sie war der Schlüssel zu allem. Wie sollte ich Alan finden, wenn ich selbst in Gefahr war? „Verdammt“, fluchte ich, als ich im Rückspiegel bemerkte, dass ich am Hotel vorbeigefahren bin. Ich legte den Rückwärtsgang ein und fuhr die Strecke zurück. „Es ist wohl besser, du parkst nicht am Parkplatz, sonst fallen wir noch auf.“ Ich erschrak, als ich die Stimme hörte, und drückte die Bremse voll durch. „Wer war das?“ Mir fuhr der Schrecken bis in die Glieder. Ich drehte mich um und auf meinem Rück-sitz begann sich die Decke zu bewegen, die ich immer bei mir hatte, falls es mal kalt wurde, wenn ich jemanden observieren musste. „Ich bin Alan“ sagte die junge Frau und setze sich langsam auf. Das Mondlicht schien nur spärlich in mein Auto und ich konnte ihr Gesicht nicht gut erkennen. „Was zum Teufel haben Sie in meinem Auto verloren!?“ Der Schreck saß noch immer tief und ich konnte nicht glauben, was gerade eben passierte. „Was haben Sie in meinem Auto zu suchen!?“ Ich schrie sie an, was mir aber sofort leidtat. „Entschuldigen Sie bitte, aber es ist nicht gerade der beste Zeitpunkt, sich in meinem Auto zu verstecken. Ich wollte nicht laut werden, tut mir leid“ Sie sah mich verängstigt an. „Wo sollte ich denn sonst hin?“, stammelte sie. „Ich fühle mich nirgends sicher, und da Sie ja ein Cop sind, dachte ich...“ Weiter kam sie nicht mehr. Sie begrub ihr Gesicht in ihren Händen und fing zu heulen an. „Wo soll ich denn hin?“, schluchzte sie. „Schon gut, alles okay, bei mir sind Sie sicher“ Ich log sie an, sie war bei mir nicht sicher, aber sie tat mir leid und ich wusste nicht, wie ich sie sonst trösten könnte. „Wollen sie mit ins Hotel gehen? Sie können ja die eine Nacht das Zimmer mit mir teilen, das geht schon in Ordnung für mich.“ Sie schaute mich an und wischte sich mit dem Handrücken die Tränen vom Gesicht. „Aber nur wenn es keine Umstände macht.“ Sie war noch immer sehr verängstigt, da ich so laut gewesen war. „Nein, nun kommen Sie schon, ich bin müde und habe einen anstrengenden Tag hinter mir. Ich möchte ins Bett." Ich nahm meinen Koffer aus dem Wagen und wir gingen ins Hotel. Ich checkte sicherheitshalber unter einem anderen Namen ein, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Als wir im Hotelzimmer ankamen und ich den Koffer neben die Lampe stellte, sah ich Alan das erste Mal im Licht. Sie war wunderschön. Ihre langen blonden Haare passten perfekt zu ihrem makellosen Gesicht. Und ihre strahlend blauen Augen sahen mich flehend an.


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