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Schnee in Bethlehem


von Helmut Brüggemann

kinder
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-kein Verlag-
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Leseprobe

Maria hatte lächelnd dem Gespräch zwischen ihrem Mann Josef und dem Hirtenjungen Jeth zugehört . Als der Junge den Stall verlassen hatte sagte sie zu Josef: „Ein netter Junge."

„Ja, hoffen wir nur, dass seine Leute ebenso nett sind", antwortete ihr Josef.

Jeth lief indes schnell zu Sina und Taje, um ihnen alles zu erzählen. Danach würde er nach Hause eilen und den Anderen von der Familie im Stall berichten.

„Autsch, oh mein Fuß."

In seiner Eile hatte er eine besonders glatte Stelle im Schnee nicht gesehen und war darauf ausgerutscht.

Ein stechender Schmerz im Fuß trieb ihm die Schweißperlen auf die Stirn. Er versuchte, aufzustehen.

Immer heftiger wurde der Schmerz. Es war nicht möglich, er kam nicht hoch.

„Hilfe hört mich jemand?"

Ständig rief er laut um Hilfe. Aber es antwortete ihm niemand.

Der Junge befühlte seinen Fuß und spürte, wie dieser immer dicker wurde.

„Na, waren wir ein wenig zu schnell unterwegs?"

Erschrocken schaute der kleine Hirte hoch.

Vor ihm stand ein Mann ganz in ein weißes Gewand gekleidet.

„Oh, hast du mich erschrocken. Ich habe dich nicht kommen hören", antwortete ihm Jeth.

Der Fremde lächelte.

„Ja, Jeth, das glaube ich dir, ich bin beim Gehen immer so leise."

„Woher kennst du meinen Namen? Den habe ich dir nicht gesagt."

„Mach dir darüber keine Gedanken mein Junge, ich weiß alles, was hier auf Erden geschieht.

Jetzt wollen wir erst einmal nach deinem Fuß sehen."

Der Fremde berührte mit seinen Händen sanft Jeths Fuß. Sofort ließ der Schmerz nach.

„So, mein Junge, jetzt laufe zu deiner Mutter und erzähle ihr von der Frau im Stall. Sie soll auch Sachen für das Kind, welches dort geboren wird, mitbringen. Was noch benötigt wird, wird sie selbst wissen."

„Wie hast du das gemacht, dass mein Fuß nicht mehr wehtut? Ich spüre überhaupt keine Schmerzen mehr", dabei schaute der Junge fassungslos auf seine Füße.

„Frag jetzt nicht! Lauf los! Der kleine König benötigt, wenn er die Erde betritt, dringend warme Sachen."

Als Jeth hoch schaute, war der Fremde verschwunden.

 

 

 

Klappentext

Der kleine Hirtenjunge Taje aus Bethlehem hat es auch nicht leicht.

Nur weil er es seiner Mutter nicht mehr erlaubt, ihn mit einem Kuss zu wecken, muss sie ihn doch nicht so unsanft aus seinen Träumen holen.

Dann fällt nachts auch noch so etwas kaltes Weißes vom Himmel. Wie nannte es noch seine Mutter?

Ach ja, Schnee!

Als wäre das unbekannte Weiße für einen Tag nicht genug Neues, soll nun auch noch ein König in ihrem Stall eingezogen sein.

Das gibt es doch nicht!

Ein König in Bethlehem und dann auch noch in ihrem Stall!

Da würde der kleine Taje doch schnell frühstücken und einmal nachsehen, was für ein besonderer Tag da angebrochen ist.

Rezension