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> Kinderbücher > Ich bin Plitschi
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Kinderbücher
Buch Leseprobe Ich bin Plitschi, Andrea Graff
Andrea Graff

Ich bin Plitschi


Abenteuer im Insektenkosmos

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Uuups, meine Wolkenmama hat wohl nicht aufgepasst. Ich kann sie nirgendwo mehr sehen. Um mich saust der Wind und gaaanz viele meiner Geschwister. Ich kann unter mir Farben erkennen, seltsamerweise andere als bei den Sternen, kann ... richtig fliegen. Was für ein tolles Erlebnis! Das muss man genießen. Ich mache mich ziemlich platt, damit ich nur ja alles sehen kann. Es saust und braust in meinem Körper. Das kann man sich kaum vorstellen. Da schwirre ich durch die Luft, kann auch erkennen, dass ich mich auf etwas zu bewege - irgendetwas Grünes - und dann ... Autsch! Autsch, das hat zwar nicht wirklich weh getan, hat mich aber ganz schön erschrocken. Meine schöne Flugreise scheint schon zu Ende zu sein! Ich bin auf etwas Grünem gelandet, muss erst mal einen Teil von mir wieder einsammeln. Hab ich auch nicht gewusst, dass ich mich in etliche kleine Einzelteile zerlegen kann. Auch was Lustiges, denn manche Teile wollen mit mir fangen spielen oder tanzen.
Also jetzt ist aber Schluss damit, hierhin mit euch. Ich will doch endlich mal schauen, wo ich überhaupt bin.
Langsam, ganz vorsichtig, rolle ich ein wenig hin und her. Weich und warm fühlt es sich an, dieses Grün. Aufgefangen hat es mich. Ich mag es ... sogar sehr. Ich kann auf ihm hüpfen, mich plumpsen lassen, ausbreiten und es umarmen. Das Grün lässt es sich gefallen, muckst sich nicht. Es wippt ein wenig mit mir. Das freut mich und kommt mir so vor, als wolle es mich damit begrüßen. Zögernd bewege ich mich auf seinen Rand zu und schaue ein wenig ängstlich darüber. Das muss die Erde sein, auf der ich da gelandet bin. Hätte doch in der Schule ein bisschen besser aufpassen sollen.
„Wo bin ich?", rufe ich. Erst etwas leise, dann lauter als ich bemerke, dass am Ende des Grünen, auf dem ich gelandet bin, unter mir noch jede Menge anderer der seltsamen Dinger sind.
„Du bist auf einem der Blätter meines Lieblingsbaumes. Mann, du musst doch wissen, was ein Baum ist!", kommt eine Stimme vor mir geraschelt. Zu der Stimme gehört so ein schwarzer doppelter Ball mit gelben dünnen Dingern am unteren Ende und einem komischen spitzen Ding mitten zwischen zwei schwarzen Augen.
„Und was bist du?", frage ich.„Ich bin ein Vogel, ein Rabe. Mein Name lautet Harban. - Bin ein Begleiter der Unwissenden und Verirrten. Meine Vorfahren waren Berater und Freunde der Götter im alten Reich des Nordens. Ich diene den Menschen als Vermittler zwischen ihnen und der Tier- und Pflanzenwelt, da ich ihre Sprache spreche. Ich weiß alles! Und du bist einer der Tropfenburschen, die dem Mond nicht ordnungsgemäß zugehört haben. Sei froh, dass ich keinen Durst habe. Kannst du wenigstens Farben unterscheiden?" „Ja, die haben mir immer ganz gut gefallen", meine ich etwas verlegen. „Na, dann geht's ja noch", klappert der Rabe. „Ich werde dir jetzt erst mal was von uns Vögeln erzählen und dann von den Bäumen, den Tieren, Menschen und so weiter ... und so weiter ... darüber hinaus, et cetera und pp. Es ist noch recht früh am Tag, da kann ich schon mal eine vernünftige Schulstunde abhalten. Also, sperr' deine Glitzer-Öhrchen auf!"
Der Rabe erzählt und erzählt. Es kommt mir so vor, als ob der nie damit aufhören will. Eine ganze Menge habe ich mir gemerkt. Das ist auch gut so, aber ich möchte doch selbst gerne sehen, was hier so überall los ist.
„Kann ich jetzt langsam am Baumstamm runter krabbeln, damit ich noch mehr kennenlerne?", frage ich ihn vorsichtig.„Na gut, ich merk schon eine ganze Weile, dass dir langweilig geworden ist. Sieh dich nur um, es gibt mehr als genug zu entdecken. Viel Spaß dabei, ich muss sowieso jetzt los. Es gibt bestimmt noch jede Menge deiner Sorte unter denen ich meine Weisheiten verbreiten muss. Außerdem wartet meine Liebste schon viel zu lange mit dem Frühstück. Wir sehen uns bestimmt mal wieder! Pass auf dich auf!", krächzt Harban und flattert mit ordentlichem Rascheln davon.


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