Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern


Kategorien
> Kinderbücher > Holzerus
Belletristik Bücher
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Kinderbücher
Buch Leseprobe Holzerus, Volker Helsand
Volker Helsand

Holzerus


Rübezahls Floh

Bewertung:
(3)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
718
Dieses Buch jetzt kaufen bei:
Drucken Empfehlen
1. Rübezahls Floh
Wer Geschichten über Rübezahl gelesen hat, wundert sich nicht, wenn hier berichtet wird, dass der gutmütige Berggeist lange Zeit einen Floh hatte, den er nicht loswerden konnte.
Der Floh ahnte oft Rübezahls Gedanken, denn als Blutsauger kam er dem großen Zauberer des Riesengebirges nach jeder Malzeit blutsbrüderlich, näher.
So konnte der Berggeist, zusammen mit dem Floh, nicht einfach sein edles eigen Blut erschlagen.
Kein anderer Floh war so mutig, auf dem Haupt des Riesen zu leben, um zauberhaftes Blut zu genießen. Der selbsternannte Blutsbruder hatte dadurch seine Flohgestalt bald verloren und die anderen Flöhe wollten ihn nicht mehr als einen aus ihrer Zunft anerkennen. Daher fühlte sich der Kleine immer sehr einsam.
Er beschloss Rübezahls Sprache zu erlernen, mit der er sich auch
bei Bären verständlich machen wollte, denn die Zottelpelzträger liebte er sehr.
Eines Tages war der Floh so weit, dass er sich ins rechte Ohr des Berggeistes wagte:
„Hallo Rübi“, sagte der Kleine, „erschrecke dich nicht, ich bin dein Blutsbruder!“
„Aha“, staunte der Große, „die Sprache hast du ja sehr schnell gelernt, nur nicht, dass deine Stimme den Ort verrät, wo du kleiner Schmarotzer sitzt.
Blitzschnell drückte Rübezahl den Daumen auf sein Ohr und der Floh war darin gefangen.
„So“, sagte der Riese, der keinem Tier etwas Böses antun konnte, „mein Blut sollst du nicht mehr lange saugen, weil es für kleine Insekten wie dich nicht gut ist, Zauberkraft zu bekommen. Du wirst bald lernen, dich vom Saft der Bäume und Altholz zu ernähren.“
Das Ohr, in dem der Kleine saß, vibrierte und wackelte gewaltig.
Der Floh ahnte jetzt, in welche Gefahr er sich begeben hätte, wenn er einem der ängstlichen Menschen die Blutsbrüderschaft angeboten hätte. Der Berggeist kannte eine friedliche Methode, sich lästige Parasiten vom Leibe zu schaffen. Aber was Rübezahl so laut gesagt hatte, versetzte den Floh in große Furcht.
Er sehnte sich zurück in den warmen, kuscheligen Pelz des Bären, in dem er geboren wurde.
„Weil ich jetzt mit Rübis Sprache auch zu den Petzen sprechen kann“, dachte der Floh, „werde ich bei diesen gemütlichen Gesellen bestimmt einen guten Freund finden.“
Was er nicht wusste war, dass Rübezahl ihm diese Gesellschaft von ganzem Herzen gönnte.
Der ließ das hochbegabte Insekt schmunzelnd frei.

Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



Sponsoren

© 2008 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!
suchbuch.de wird unterstützt von loadplanet.de


ExecutionTime: 0 secs