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Hannahs Nachtgeschichten


von Judith Le Huray

kinder
ISBN13-Nummer:
9783833493355
Ausstattung:
Paperback, 68 Seiten, mit Zeichnungen
Preis:
6,00 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
-kein Verlag-
Leseprobe

Aus: Hannah und die Ungeheuer:

 

Hannahs kleine Schwester Lea ist 5 Jahre alt. Sie ist ein richtiger Wirbelwind. Die beiden spielen oft zusammen in Hannahs Zimmer. Manchmal streiten sie auch, so ist das eben bei Schwestern. Heute dürfen die beiden im Garten übernachten. Sie wollen ganz alleine im Zelt schlafen, ohne Mama und Papa.

„Habt ihr auch wirklich keine Angst?", fragt Papa.

„Nein", rufen beide gleichzeitig.

Der Papa baut das Zelt im Garten auf. Mit dem Hammer schlägt er die Heringe in den Boden. „Nicht, dass das Zelt heute Nacht mit euch davonfliegt", meint er lachend.

Hannah tritt kräftig auf den Blasebalg. Der macht dabei immer „quietsch - quatsch, quietsch - quatsch". Sie pumpt die Luftmatratzen auf und hat schon ein ganz lahmes Bein.

Lea rennt aus dem Haus, mit den Schlafsäcken im Arm. Lea rennt und hüpft fast immer, deshalb fällt sie oft hin oder wirft etwas um. Schon stolpert sie über ein Seil, das Papa fürs Zelt gespannt hat. Die Schlafsäcke kullern in den Sandkasten und Lea landet mitten auf der Luftmatratze. Das war zum Glück eine weiche Landung!

Die Mama bringt noch eine kleine Laterne und zwei Kopfkissen. Alles ist jetzt im Zelt verstaut. So sieht es richtig gemütlich aus. Die Sonne versinkt schon hinter den Häusern. „Morgen wird das Wetter wieder schön", sagt Mama und bestaunt das schöne Abendrot.

Papa legt sich ins Zelt, aber er ist zu groß und seine nackten Füße schauen heraus. Alle müssen lachen. „Ich werde doch lieber im Bett schlafen", sagt er und kriecht wieder ins Freie. „So, 'rein ins Haus mit euch. Waschen, Zähne putzen und Schlafanzüge anziehen!" Heute gibt es kein Murren. Hannah und Lea laufen schnell ins Badezimmer. Ruckzuck sind sie gewaschen und umgezogen. Hannah nimmt noch ein Vorlesebuch mit, Lea hat ihren Lieblingsteddy unter dem Arm. Die Schwestern kriechen ins Zelt und schlüpfen in ihre kuscheligen Schlafsäcke.

„Liest du uns noch eine Geschichte vor?", fragt Hannah und hält ihrer Mama das Buch hin.

Mama schaltet die Laterne an und macht es sich am Fußende gemütlich. „Es war einmal in einem dunklen Wald", liest sie vor. „Dort lebten viele unheimliche Tiere."

Die Kinder hören gespannt der Geschichte zu. „So, und jetzt wird geschlafen", sagt Mama, als die Geschichte zu Ende ist. Sie gibt beiden einen Gute-Nacht-Kuss und mummelt sie schön ein.

„Die Terrassentüre lassen wir offen, falls es euch zu kalt wird. Oder falls ihr Angst bekommt", sagt Papa.

„Uns wird's nicht kalt", antwortet Lea.

„Wir bekommen keine Angst", meint Hannah überzeugt. Papa gibt auch noch beiden einen Kuss, dann zieht er den Reißverschluss vom Zelt zu.

Hannah und Lea hören, wie ihre Eltern ins Haus gehen. Die Sonne ist untergegangen, und es ist ganz dunkel im Zelt.

 „Schlaf gut", sagt Hannah.

„Du auch", gähnt Lea. Sie schnappt ihren Teddy und dreht sich zur Seite. Es ist schon halb zehn nachts und frische Luft macht müde. Im Nu ist Lea eingeschlafen. Den Teddy hält sie fest im Arm.

Hannah kann noch nicht schlafen. In der Ferne hört sie ein Auto. Bei einem Nachbarn bellt ein Hund. Eine Eule ruft „uuhuuu!" Dann ist alles still. Hannah dreht sich zur anderen Seite. Sie hat keine Angst. Sie hört, wie etwas auf das Zeltdach fällt. „Ein Blatt", denkt sie. Sie spürt, wie das Zelt ein wenig flattert. „Der Wind", beruhigt sie sich. Auf einmal hört sie, wie etwas im Garten raschelt. Etwas Großes ...

Klappentext

Aus: Hannah und die Ungeheuer

 

Hannahs kleine Schwester Lea ist 5 Jahre alt. Sie ist ein richtiger Wirbelwind. Die beiden spielen oft zusammen in Hannahs Zimmer. Manchmal streiten sie auch, so ist das eben bei Schwestern.
Heute dürfen die beiden im Garten übernachten. Sie wollen ganz alleine im Zelt schlafen, ohne Mama und Papa.
„Habt ihr auch wirklich keine Angst?“, fragt Papa. „Nein“, rufen beide gleichzeitig.
Der Papa baut das Zelt im Garten auf. Mit dem Hammer schlägt er die Heringe in den Boden. „Nicht, dass das Zelt heute Nacht mit euch davonfliegt“, meint er lachend.
Hannah tritt kräftig auf den Blasebalg. Der macht dabei immer „quietsch - quatsch, quietsch - quatsch“. Sie pumpt die Luftmatratzen auf und hat schon ein ganz lahmes Bein.
Lea rennt aus dem Haus, mit den Schlafsäcken im Arm. Lea rennt und hüpft fast immer, deshalb fällt sie oft hin oder wirft etwas um. Schon stolpert sie über ein Seil, das Papa fürs Zelt gespannt hat. Die Schlafsäcke kullern in den Sandkasten und Lea landet mitten auf der Luftmatratze. Das war zum Glück eine weiche Landung!
Die Mama bringt noch eine kleine Laterne und zwei Kopfkissen. Alles ist jetzt im Zelt verstaut. So sieht es richtig gemütlich aus. Die Sonne versinkt schon hinter den Häusern. „Morgen wird das Wetter wieder schön“, sagt Mama und bestaunt das schöne Abendrot.
Papa legt sich ins Zelt, aber er ist zu groß und seine nackten Füße schauen heraus. Alle müssen lachen.  „Ich werde doch lieber im Bett schlafen“, sagt er und kriecht wieder ins Freie. „So, ’rein ins Haus mit euch. Waschen, Zähne putzen und Schlafanzüge anziehen!“ 
Heute gibt es kein Murren. Hannah und Lea laufen schnell ins Badezimmer. Ruckzuck sind sie gewaschen und umgezogen. Hannah nimmt noch ein Vorlesebuch mit, Lea hat ihren Lieblingsteddy unter dem Arm.
Die Schwestern kriechen ins Zelt und schlüpfen in ihre kuscheligen Schlafsäcke. „Liest du uns noch eine Geschichte vor?“, fragt Hannah und hält ihrer Mama das Buch hin. Mama schaltet die Laterne an und macht es sich am Fußende gemütlich.
„Es war einmal in einem dunklen Wald“, liest sie vor. „Dort lebten viele unheimliche Tiere.“ Die Kinder hören gespannt der Geschichte zu.
„So, und jetzt wird geschlafen“, sagt Mama, als die Geschichte zu Ende ist. Sie gibt beiden einen Gute-Nacht-Kuss und mummelt sie schön ein.
„Die Terrassentüre lassen wir offen, falls es euch zu kalt wird. Oder falls ihr Angst bekommt“, sagt Papa. „Uns wird’s nicht kalt“, antwortet Lea. „Wir bekommen keine Angst“, meint Hannah überzeugt.
Papa gibt auch noch beiden einen Kuss, dann zieht er den Reißverschluss vom Zelt zu.
Hannah und Lea hören, wie ihre Eltern ins Haus gehen. Die Sonne ist untergegangen, und es ist ganz dunkel im Zelt.
„Schlaf gut“, sagt Hannah.
„Du auch“, gähnt Lea. Sie schnappt sich ihren Teddy und dreht sich zur Seite. Es ist schon halb zehn nachts und frische Luft macht müde. Im Nu ist Lea eingeschlafen. Den Teddy hält sie fest im Arm.
Hannah kann noch nicht schlafen. In der Ferne hört sie ein Auto. Bei einem Nachbarn bellt ein Hund. Eine Eule ruft „uuhuuu!“. Dann ist alles still.
Hannah dreht sich zur anderen Seite. Sie hat keine Angst. Sie hört, wie etwas auf das Zeltdach fällt. „Ein Blatt“, denkt sie. Sie spürt, wie das Zelt ein wenig flattert. „Der Wind“, beruhigt sie sich.
Auf einmal hört sie, wie etwas im Garten raschelt. Etwas Großes ...

Rezension

Bianca Wenzel schreibt in ihrer Rezension bei Literaturreport.com:

Es sind Geschichten, die nicht nur den Kindern Spaß beim Zuhören Spaß machen, sondern auch denjenigen, die diese vorlesen müssen, oder wie hier angebrachter wäre – vorlesen dürfen.