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> Kinderbücher > Erzähl mir nichts von Märchen!
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Kinderbücher
Buch Leseprobe Erzähl mir nichts von Märchen!, Ines Benkenstein
Ines Benkenstein

Erzähl mir nichts von Märchen!



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Was für ein Tag!


Max schlich leise und bedrückt die Stufen zu


seinem Zimmer hinauf. Seit dem frühen Morgen


war komplett alles schiefgegangen. Zuerst hatte


er verschlafen und dadurch den Bus zur Schule


verpasst, so dass er die gesamte Strecke zu


Fuß laufen musste.


Als ob dies nicht schon schlimm genug war,


hatte es in Biologie auch noch eine Fünf gehagelt.


Natürlich nur, weil er für eine mündliche


Leistungskontrolle nicht ausreichend vorbereitet


gewesen war. Oh je, wie sollte er das wieder


seinen Eltern erklären? Am liebsten hätte er


sich jetzt in seinem Zimmer vergraben, bis


dieser Tag endlich vorbei war.


2


Niedergeschlagen öffnete er die Tür und blieb


geschockt stehen. Nahm das denn heute gar


kein Ende? Eine große schwarze Wolke verpestete


den ganzen Raum. Es roch schweflig


und modrig. Einfach widerlich! Er hielt sich die


Nase zu und rannte schnell zum Fenster, um es


zu öffnen.


Ganz langsam, nach und nach zog die Qualmwolke


ab und Max konnte schon bald die Einrichtungsgegenstände


seines Zimmers wiedererkennen.


Es waren keinerlei Schäden zu verzeichnen


und auch sonst schien alles in Ordnung


zu sein, so dass sich seine Aufregung allmählich


wieder legte.


So etwas hatte er doch schon einmal erlebt!


Diese Rauchwolke kam ihm wirklich sehr bekannt


vor. Max ahnte bereits, wer sich da im


Anmarsch befand. Er hatte so eine Vermutung.


Aber es blieb keine Zeit genauer darüber nachzudenken,


denn kleine Feuerflammen tanzten


plötzlich in der Luft. Max musste handeln. Hektisch


versuchte er, sie auszupusten.


3


Kreuz und quer rannte er durch sein Zimmer,


um die Flämmchen zu löschen. Auf keinen Fall


wollte er einen Brandfleck riskieren.


Häufig tauchten die kleinen Feuerquellen


gleichzeitig an unterschiedlichen Stellen auf,


was das Löschen nicht gerade einfach machte.


Trotzdem versuchte er so schnell wie möglich,


überall zu sein.


Er pustete, was das Zeug hielt und wedelte unaufhörlich


mit den Armen. Wie ein Wirbelwind


raste er durch das Zimmer. Es artete richtig in


Stress aus und stellte sich als äußerst schwierige


Aufgabe heraus.


Nach minutenlanger Hetzerei war es dann


schließlich so weit. Mit einem lauten Donnerschlag


krachte aus heiterem Himmel irgendetwas


mitten in sein Zimmer hinein. Und richtig.


Nachdem sich der Qualm etwas gelichtet hatte,


sah Max, dass er mit seiner Vermutung voll ins


Schwarze getroffen hatte.


Es war mal wieder Pink, die kleine Waldfee aus


der Märchenwelt, die ihm einen Besuch abstattete.



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