Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern


Kategorien
> Kinderbücher > Die Hundelegende
Belletristik Bücher
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Kinderbücher
Buch Leseprobe Die Hundelegende, Katalin Kanyasi
Katalin Kanyasi

Die Hundelegende



Bewertung:
(8)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
648
Dieses Buch jetzt kaufen bei:

oder bei:
www.k-und-w-buecher.de
Drucken Empfehlen

Es ist schon fast Mitternacht. Unbarmherzig bläst ein heißer Sommerwind durch die Wipfel der Bäume und fegt über Wiesen und Felder. Von Fern her kann man ein lang gezogenes Heulen hören. Wauuuuuuuuuu, wauuhauuuuuuuuu schallt es übers Tal. In der großen Hundehütte ist es unangenehm warm. Nur der Mond scheint sich darum nicht zu kümmern. Er leuchtet in seiner vollen Pracht und wirft gespenstig blasse Schatten übers Land. Der alte Hundeopa sitzt versonnen auf der Terrasse und beobachtet den klaren Sternenhimmel. In der Nähe des Vollmondes sind keine Sterne zu sehen. Der Mond leuchtet zu hell und überstrahlt mit seinem Licht die Umgebung. Der Abendstern ist schon vor langer Zeit untergegangen. Aber den Großen Bären und das Sternbild Orion kann er in dieser wolkenlosen Nacht gut erkennen. Der Hundeopa ist mit seinen Gedanken ganz in Mond und Sterne versunken, als er plötzlich angesprochen wird. Sein kleines Enkelkind steht neben ihm. „Sag mal Großvater, warum jaulen die Hunde bei Vollmond?“ „Weißt du mein Kleiner, das ist eine lange Geschichte. Aber ich will sie dir erzählen. Und wenn du einmal groß bist, dann kannst du diese Legende an deine Kinder und Enkelkinder weitergeben.“ Der kleine Hund spitzt die Ohren und lauscht gespannt seinen Worten. Sein kleines Enkelkind steht neben ihm. „Sag mal Großvater, warum jaulen die Hunde bei Vollmond?“ „Also …“ begann der Opa, „es liegt schon viele tausend Jahre zurück. Vielleicht ist es auch noch viel länger her … so genau kann das heute niemand mehr sagen. Damals lebten unsere Vorfahren, die Wölfe, glücklich und zufrieden auf dem Mond“. Der kleine Hund spitzt die Ohren und lauscht gespannt seinen Worten. Doch eines Tages sahen sie, dass auf der Erde großes Elend herrschte. Räuberbanden zogen durch die Straßen und stahlen alles, was nicht niet- und nagelfest war. Sie plünderten ganze Dörfer und trieben die Bauern in Not und Armut. Der alte Wolfshäuptling hatte das üble Treiben auf der Erde schon eine Zeit lang beobachtet … und er fasste einen Entschluss. Er rief sein ganzes Volk zu sich. Alle Wölfe versammelten sich um den großen alten Wolf. „Hört mir gut zu“, sprach der weise Wolf zu seinem Volk, „auf der Erde herrscht seit einiger Zeit Not und Elend. Und es wird immer schlimmer. Wir können nicht länger tatenlos zusehen, wie die Menschen nachts überfallen und ausgeraubt werden. Es wird Zeit, dass wir eingreifen und etwas unternehmen“. Es ertönte ein lautes und langgezogenes Wolfsgeheule. Die Wölfe gaben ihre Zustimmung. Ja, es musste etwas geschehen … darin waren sie sich alle einig. Nachdem das Wolfsgeheul abgeklungen war, sprach der alte Wolf mit leiser Stimme weiter: „Ihr habt eine sehr große und schwere Aufgabe vor euch. Auf der Erde gibt es kein ewiges Leben. Auch für uns Wölfe nicht“. „Für jeden kommt einmal der Tag“, fuhr der alte Wolf fort, „da muss man auf der Erde von seinem Leben Abschied nehmen. Wenn es für euch so weit ist, dann geht zu dem großen Berg, dessen Spitze im Vollmondlicht wie eine silberne Pyramide funkelt. Dann hole ich eure Seelen zurück“. In der folgenden Nacht versammelten sich die Wölfe. Groß und klein, jung und alt, alle sind sie gekommen … um gemeinsam auf dem Mondstrahl ihre weite Reise zur Erde anzutreten. Nur der alte Wolfshäuptling blieb einsam und verlassen auf dem Mond zurück. In den folgenden Monaten und Jahren gab es für die Wölfe viel auf der Erde zu tun. Sie streiften durch das Land und sorgten für Recht und Ordnung. Immer mehr Räuber wurden zur Strecke gebracht. So verbreiteten sie Angst und Schrecken bei den Räuberbanden.


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



Sponsoren

© 2008 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!
suchbuch.de wird unterstützt von loadplanet.de


ExecutionTime: 0 secs