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> Kinderbücher > Acello: und der Riese Philemon
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Kinderbücher
Buch Leseprobe Acello: und der Riese Philemon, Mirjam Wyser
Mirjam Wyser

Acello: und der Riese Philemon



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Angriff des dunklen Barons.


Die ganze Stadt ist kein guter Ort zum Leben!, denkt sich der Riese. Kaum hat er den Gedanken fertig gedacht, schießt ein schwarzes, protziges Auto mit Vollgas auf ihn zu. Die Räder drehen aufjaulend durch. Philemon hat keine Chance zu fliehen. Er wird erfasst und fliegt im hohen Bogen durch die Luft. Der Fahrer kurbelt das Fenster herunter und schreit giftig: „Das ist die letzte Warnung, verlasse die Stadt, so schnell du kannst! Hier bist du unerwünscht!“ Durch den goldenen Zauberspiegel hat der weise Zauberer die nahende Gefahr sehen können. Zu Hilfe geschickt hat er deshalb Acello mit seinem geflügelten Pferd Kevin. Dieser kann mit unsichtbaren Zauberkräften den Sturz des Riesen noch rechtzeitig so abfedern, als wäre er auf Watte gefallen. Das hätte schlimm ausgehen können. Mit Silberlicht vertreibt er die bösen Gehilfen des dunklen Barons, die sich in den undurchschaubaren Schatten versteckt haben. Denn die dunklen Diener können himmlisches Licht nicht ertragen, ihre Seelen leben in der Finsternis. Sie säen nur Streit, Lügen und Hass. Verdutzt und leicht verletzt sitzt Philemon am Straßenrand und weiß gar nicht, was ihm passiert ist. Das mysteriöse Fahrzeug hat sich bereits wieder mit Vollgas aus dem Staub gemacht. Er hört nur noch die quietschenden Autoräder aus der Ferne. Als er aufstehen will, schmerzt sein Bein. Ein paar Schürfungen und blaue Flecken hat er abbekommen. Dank der Hilfe des weisen Zauberers ist nichts Schlimmeres passiert. Durch den schwarzen Spiegel hat der dunkle Baron mit seinem bösen Blick alles mitverfolgt. Einen Moment glauben seine Diener, dem Baron fehlten die Worte. Doch seine unsägliche Wut schwillt an wie ein dampfender Kochtopf, dem jeden Augenblick der Deckel wegfliegen könnte. Er tobt und brüllt seine Diener an und die wünschen sich, dass sie nie in die Klauen des Finsteren geraten wären. Am Anfang war der Baron ganz liebenswürdig, versprach den Menschen viel Reichtum, wenn sie sich auf seine Seite schlagen würden. Und die Menschen glaubten seinen Lügen. Zeigt der dunkle Baron aber sein wahres Gesicht, ist er ein hinterlistiges Ungeheuer mit vielen grässlichen Fangarmen. Aus seinen gierigen Krallenfingern kann er Gift wie Nebel herausschießen lassen, so dass die guten Gedanken der Menschen ausgelöscht werden. Dadurch können sie nur noch so herzlos denken, wie der dunkle Baron es gestattet. Er hat bereits so viel Macht, dass die Menschen gar nicht mehr wissen, wie sie den dunklen Baron wieder loswerden können. Das boshafte Tun des dunklen Barons macht auch vor den Kindern und Jugendlichen nicht halt. Manchmal erwischt er einige von ihnen, wenn das undurchsichtige Gift auf die Ausgesuchten trifft. Seine Macht klammert sich dann wie Saugnäpfe an den jugendlichen Seelen fest. Das wirkt sich dann so aus, dass die Benebelten andere Kinder und Jugendliche achtlos plagen, verprügeln, bestehlen, ihnen Angst machen und Lügen verbreiten. Das böse Gift verdunkelt die Sinne seiner Opfer. Sie können nicht mehr richtig denken. Werden die Betroffenen später gefragt, wieso sie so gemein gewesen sind, wissen sie keine Antwort. Auch viele Erwachsene hat der dunkle Baron schon zu seinen Sklaven gemacht. Zuerst verspricht er, dass er alle Wünsche erfüllen wird. Die Menschen bewundern ihn anfänglich, weil sie glauben, dass er mächtig und allwissend ist. Bis die Bewunderer merken, dass alles nur gelogen ist, hat er bereits alle verhext und ihnen den ascheschwarzen Mantel umgehängt. Verzweifelt haben schon einige versucht, ihn aufzubrechen, doch es war vergebens. Wie mit stählernen Schrauben werden sie im Reich des dunklen Barons festgehalten. Die Seelenlichter dieser Leute werden immer schwächer, bis sie eines Tages ganz erlöschen. Dann werden diese Geschöpfe im Dienste des Dunklen wie gierige Heuschrecken, die den anderen Menschen alles wegfressen wollen. Sie werden egoistisch, böse, gemein, wollen nichts mehr teilen und denken, sie seien immer im Recht. Haben sie aber selbst ein kleines Wehwehchen, dann erwarten sie Erbarmen und dass ihnen sofort geholfen wird. Was nützt alles Geld der Welt, wenn man nur den bösen Baron und seine Gehilfen als Freunde hat. Braucht ein Kind oder ein Erwachsener Hilfe, dann werden sie von finsteren Gesellen gnadenlos davongejagt. Diese Wesen kennen kein Erbarmen. Die Kinder seiner Diener erinnern sich wehmütig, dass ihre Väter früher gerne einmal Späße machten, manchmal aus einem Buch vorlasen oder eine Geschichte erzählten. Manchmal eine Fahrradtour unternahmen oder sonst etwas, was Freude bereitete. Seit die Väter aber in den Fängen des dunklen Barons sind, ist das alles anders geworden. Eine unsichtbare Mauer trennt die einst glücklichen Familien. Die Eltern schimpfen nur noch. Und wenn die Väter überhaupt einmal zu Hause sind, gibt es nie ein Lob. Diese Kinder haben das Gefühl, dass sie nur noch unnötiger Ballast sind. Genauso, wie es der dunkle Baron haben will.



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