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… Der Drache schwebte gemächlich über das Land. Ich taute allmählich wieder auf und hatte Muse, mich umzusehen. Viel gab es nicht zu sehen, denn die Wolken hingen tief zwischen den mächtigen Baumwipfeln. Also bewunderte ich die enorme Spannweite der Schwingen, die sich fast durchsichtig unter mir ausbreiteten. Sie reagierten sensibel auf die Thermik, sodass der Drache selten mit den Flügeln schlug. Anscheinend genügte schon das bisschen Wind, um uns zu tragen.
Ich vermied es, direkt nach unten zur Erde zu schauen, die in beträchtlicher Tiefe unter uns vorbei zog.
... Als ich mir gerade überlegte, ob mir vom Fliegen schlecht war, aus Hunger oder aus Furcht, zeichnete sich in der Ferne die Silhouette eines einzelnen, mächtigen Tafelberges ab von dem der Drache meinte, er sei unser Ziel. Wir glitten durch staubfeinen Regen darauf zu.
Allmählich konnte ich die Flugbewegungen des Drachen besser einschätzen und mein Magen beruhigte sich. Ich spürte die Anwesenheit des Drachen manchmal wie eine zarte Berührung in meinem Geist, so als versichere er sich, dass es mir gut ging.
Herkon, er heißt Herkon, kam es mir in den Sinn. Es schaut so aus, als könnte ich mich an ihn gewöhnen ...
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Ein Fantasy-Abenteuer voller Magie
„Der wabernde Bodennebel löste sich auf, es wurde unglaublich schnell hell und eine fahle Sonne schien von weit oben durch ein dichtes Blätterdach. Von oben! Mittag? Wie konnte das sein? Hatte ich nicht eben noch die Sonne über dem Nikolausberg untergehen sehen? Wo war ich? Das war nicht das Mainufer in Würzburg ...“
Als dem Würzburger Biologiestudenten Alexander ein geheimnisvolles Buch in die Hände gespielt wird, gerät er unversehens in eine andere, mittelalterlich anmutende Welt und in ein Abenteuer, das ihn von Grund auf verändern wird. Alexander oder Xander, wie man ihn in der Welt von Fasanthiola nennt, gilt als Sonderling. Doch in Fasanthiola ist er der Ok ´na Thun, der Geweissagte, von dem erwartet wird, dass er sieben Bücher findet, mit deren Hilfe das Gleichgewicht zwischen den Welten wieder hergestellt werden kann. Starke Gegenspieler versuchen das zu verhindern. Sie jagen ihn nicht nur in Fasanthiola, sondern folgen ihm in unsere Welt.
Doch Xander kann den Drachen Herkon für sich gewinnen und lernt mit Hilfe der Musik eine eigene Magie zu entwickeln. Und er begegnet der faszinierenden Tsambilia, einem mental begabten Mädchen...
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Ursula Dittmer schreibt flüssig und mit viel Feingefühl. Die Charaktere sind gut gezeichnet und man kann sich auch diese fremde Welt gut vorstellen, weil Xander als Mann unserer Zeit die gleichen Zweifel hat, wie man sie selbst auch haben würde.
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