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> Fantasy Bücher > Die Hüterin des Buches
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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Die Hüterin des  Buches, Heike Doeve
Heike Doeve

Die Hüterin des Buches


Wie alles begann

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Sandy White kam von der Schule heim. Sie schüttelte den Kopf, als sie das blaugestrichenen Haus in South Kensington betrat. Das Gebäude hat einen Anstrich nötig, dachte sie. Während sie die Treppen hochlief, erinnerte sie sich daran, dass sie die Farbe mal schön fand. Da war ich fünf, mahnte sie sich. Damals meinte ich, dass der weiße Stuck wie Wolken die Fassade verzierte. Sie schloss die Tür auf und betrat die Wohnung.
„Hallo! Schon zurück?“ Clara White saß am Küchentisch und arbeitete an ihren Noten. „Ist bei dir was ausgefallen?“ Sie sah ihre Tochter an, als diese in die Küche schritt.
„Ja, Mister Red ist krank.“ Sandy schenkte sich ein Glas Saft ein. „Und bei dir? Probt ihr heute nicht?“
Clara White sang dreimal in der Woche in den Pubs. Ihre Freundin Tina Schmitz begleitete sie dabei auf dem Klavier. Seit einem Jahr schrieb Clara ihre eigenen Lieder. Diese kamen so gut an, dass ihre Konzerte seitdem ausverkauft waren. Worüber sie sich freute, weil sie schon lange darauf gewartet hatte.
„Tina hat heute einen Arzttermin. Sodass wir uns erst um 19:00 Uhr treffen. Was mir recht ist.“ Sie schwieg. „Ich muss mit dir über was Wichtiges reden. Komm mit ins Wohnzimmer. Denn ich finde, dass es dort gemütlicher ist.“ Sie stand auf, schnappten sich die Wasserflasche und ein Glas und stolzierte vor ihrer Tochter her.
Sandy blieb einen Moment stehen und sah auf die Küchenuhr, welche an der Wand ihr gegenüber hing. „In Ordnug!“ Sie folgte ihrer Mum. „Ich habe eine Stunde Zeit, bevor ich wieder aufbreche.“
„Wo willst du denn heute noch hin?“Ihre Mutter setzte sich auf das Sofa.
Sandy mochte diesen Raum, denn sie fand, dass er der Gemütlichste in der Wohnung war. Die Hälfte des Zimmers beanspruchte ein Klavier. Dieses hatte sich Tina Schmitz für die Proben gekauft. Wenn sie nichts anderes vor hatte, hörte sie den beiden zu. Sie liebte es, wenn Tina auf dem Flügel spielte und ihre Mutter dazu sang.
 „Aber das weißt du doch!“ Sandy sah ihre Mum irritiert an. „Ich habe heute um 18:00 Uhr das letzte Mal Deutschkurs.“ Sie setzte sich in einen der drei Sessel. „Zum Glück! Denn ich fand, dass dieses Jahr sehr anstrengend.“ Sie seufzte. „Obwohl ich weiß, dass ich ohne Sprachkenntnisse dort nicht zurechtkomme.“ Sie schwieg einen Moment. „Wir haben in der vorigen Stunde vereinbart, dass wir anschließend noch in einem Pub feiern gehen. Das ist zwar freiwillig, aber der ganze Kurs geht mit.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Da ich hier ja sowieso allein bin, klinke ich mich nicht aus.“
„Das ist okay!“ Clara schenkte sich Wasser ein. „Daran habe ich nicht gedacht.“ Sie schaute ihre Tochter an. „Ich bin froh darüber, dass du bald fliegst.“ Sie hielt inne. „Freust du dich über die Chance, die du bekommst? Ich schon!“


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