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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Brand, Jim Kollins
Jim Kollins

Brand


Die Daimonikum-Trilogie, Band 2

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Aala war kalt, doch obwohl niemand in der Nahe war, ließ sie sich nichts anmerken. Ihr gefiel nicht, dass sie inmitten der Nacht umherschleichen musste wie eine Diebin, noch dazu an einem so unwirtlichen Ort wie diesem.

Der erste Frost hatte das Land und samtliche Pflanzen mit einer feinen Schicht von Eiskristallen überzogen. An diesem Waldrand, in dessen Schutz sich die Frau verbarg, zog eine unfreundliche Melodie durch das Geäst der beinahe entlaubten Baume.

Aala zog sich etwas weiter zurück in das Unterholz, um sich vor dem beißenden Wind zu schützen, doch sie blieb so nah am Wegesrand, dass sie die Straße beobachten konnte.

In der Ferne konnte sie die warmen Lichter der Stadt erkennen, die wie winzige, in der Luft festgefrorene Glühwürmchen wirkten. Einmal sah sie einen Reiter den Pfad entlang kommen, doch ihre Hoffnung, bald wieder in den Tempel zurückkehren zu können, wurde getrübt. Esh andelte sich nicht um die Person, die sie erwartet hatte und so hielt sie weiterhin missmutig Ausschau.

Ein Knacken von gefrorenen Zweigen hinter ihr ließ die Frau herumfahren. Zwei vermummte, männliche Gestalten naherten sich ihr langsam aus dem Dunkel.

In ihren Händen hielten sie lange Dolche, deren Schneiden das kalte Mondlicht reflektierten. Einer von ihnen war unzweifelhaft ein Mensch, doch der andere besaß eine bulligere Statur und affenartig lange Arme, die sie an einen kräftigen Ork erinnerten.

Aala seufzte und schüttelte den Kopf. Ihre langen, schwarzen Locken tanzten sanft hin und her.

"Ihr habt einen unglücklichen Zeitpunkt gewählt, um an dieser Stelle jemandem aufzulauern und ich bin nicht das rechte Opfer fur euren Raub." warnte sie die Gestalten.

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