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Fantasy Bücher
Buch Leseprobe Asche, Jim Kollins
Jim Kollins

Asche


Die Daimonikum-Trilogie, Band 3

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Karla wurde aus ihrem unruhigen Schlaf gerissen, als der Tumult auf den Straßen begann. Die Bäckerin sprang auf und streifte sich ihren Mantel über, während sie zum Fenster ging, um die Läden zu öffnen. Für einen Augenblick hielt sie inne, denn sie hatte Angst vor dem, was sie vielleicht erblicken würde.

Einige Gerüchte, die in den letzten Tagen in das Dorf getragen worden waren, besagten dass Mondschatten gefallen war im Kampf gegen eine Horde mächtiger Untoter. Andere deuteten darauf hin, dass die Kämpfe um die Stadt der Magier noch immer anhielten und wieder andere besagten, dass die Horde in die Flucht geschlagen worden war und sich von der Stadt fort nach Süden bewegte. Das heillose Durcheinander in der letzten Zeit war mehr als beunruhigend gewesen. Freunde und Nachbarn beäugten einander misstrauisch und die meisten, von denen die Bäckerin gedacht hatte, sie würde sie kennen und jederzeit um Hilfe bitten können, waren nunmehr auf ihren eigenen Vorteil und Schutz bedacht.

Karla hoffte inständig, dass das Licht, welches durch den Spalt zwischen den Fensterläden drang, nur mehr Fackelschein war, als sie sie vorsichtig öffnete, um hinaus zu spähen.

Viele Bewohner des Dorfes und die Wachen hatten sich auf dem Marktplatz versammelt, den Karla von ihrem Zimmer aus überblicken konnte. Viele waren bewaffnet mit Knüppeln, Äxten und Feuerhaken und selbst die Wachen hielten ihre Schwerter bereits in Händen. In der Tat trugen einige Dörfler Fackeln, doch die Quelle des Lichts, welches das Dorf erhellte wie eine verschleierte Morgensonne, war dort wo die meisten der Dorfbewohner aufgeregt rufend hindeuteten: am Himmel.

Karla beugte sich vor, um aus dem Fenster nach oben zu sehen und betrachtete das Schauspiel. Zunächst dachte sie, die Sterne selbst würden stärker leuchten, doch dann sah sie, dass die strahlenden Punkte am Firmament sich langsam bewegten.

"Sie fallen! Sie kommen näher!" rief der Hufschmied.

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