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Esoterik Bücher
Buch Leseprobe Der dunkle Baron, Mirjam Wyser
Mirjam Wyser

Der dunkle Baron



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Aus dem Totenreich


Das pulsierende Leben ist in herrschaftliche Villa zu-rückgekehrt. Unsichtbar schwebt die tote Melissa durch die Räume des alten Anwesens. Eigentlich fühlt sie sich nicht tot - sie kann einfach ihren Körper nicht mehr finden. Sie befindet sich in einem Grenzbereich. Für ihren körperlosen Zustand sucht sie immer noch eine natürliche Erklärung, findet aber keine. Es ist, als wäre sie in einem Film, dessen Hauptdarstellerin sie ist, aber keine Ahnung hat, wie sich die Geschichte entwickelt. An diesem Tag herrscht emsiges Treiben in den Räumlichkeiten der Villa. Zu Melissas Lebzeiten hat Agnes, die herzensgute Hauswirtschafterin, auch schon das Zepter in der Hand gehabt. Nun ist sie wieder da. Sie ist eine hervorragende Köchin. Plötzlich kann sie sich an Gustav, ihren charmanten Liebhaber oder langen Lebenspartner, erinnern. Offenbar gilt es hier, ihre Männergeschichten aufzurollen. Vage kann sie sich erinnern. Es gab Augenblicke, da hatte Melissa das Gefühl, dass Agnes etwas in Gustav verliebt sein könnte. Doch dieser hatte Agnes nie eines Blickes gewürdigt. Der Standesunterschied trennte ihn vom Personal, wie er zu sagen pflegte. Nur wusste niemand so genau, aus was für einem Elternhaus Gustav eigentlich kam. Gerne spielte er sich vor dem Personal auf wie ein eingebildeter Gockel. Anfänglich ließ Melissa Gustav mit seinen Machtspiele gewähren, doch mit der Zeit missfiel sein prahlerisches Auftreten ihr zunehmend immer mehr. Wurde er nach seinem Elternhaus gefragt, wich er den Fragen immer geschickt aus. Melissa hatte jedoch sein Geheimnis herausgefundenen. Gustav war ein Hochstapler. Spätestens zu dem Zeit-punkt hätte sie bemerken müssen, wer hinter dieser Maske steckte, doch sie schwieg. Eigentlich war es ihr peinlich, dass auch sie auf die prahlerische Nummer, die er abzog, hereingefallen war. Doch aus der Sicht einer Toten wird dieser Tatbestand ersichtlich, welchen man als Lebender nicht wahrhaben will. Melissa fröstelt bei dieser Erinnerung. Wie ein Feuer hat sich Gustavs Name in die Gedankenwelt des Unheimlichen eingebrannt. Aber warum? Erst jetzt kann sie die Wahrheit erkennen, dass Gustav den Ruf eines Angebers, eines Spekulanten und eines Frauenhelden hatte. Doch seine kleinen Liebschaften waren nur kleine Strohfeuerchen, die er sofort wieder erstickte. „Die Liebe zwischen Melissa und mir ist wie ein erotisches Feuerwerk!“, pflegte er zu sagen. Fühlte sie sich doch etwas geschmeichelt, dass Gustav sie begehrte? Jedenfalls sind die unsichtbaren Fäden zwischen ihnen auch noch nicht getrennt. War es etwa so, dass alle wussten, wer Gustav wirklich war, nur sie nicht? War Gustavs Leben geprägt von Intrigen und Bestechungen? Wurde dadurch sein gesellschaftlicher Einfluss stetig vergrößert? Hatte sie ihm die nötige Rückendeckung gegeben? Fragen, nichts als unbeantwortete Fragen. Er wurde geliebt, angehimmelt, verehrt, aber auch gehasst - daran kann sie sich wieder erinnern. Jetzt hat sie den Durch-blick, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Dunkle Kräfte müssen im Spiel gewesen sein. Hat er versucht sie mit einem Liebeszauber zurückzuerobern? Hat er Geister und Dämonen heraufbeschworen, um sie zurückzugewinnen? Hatte er Kenntnisse von geheimen Wissenschaften? Ist die schwarze Magie der Grund, dass sie zwischen zwei Welten festhängt? Hatte er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und konnte ihn nicht mehr auflösen? Schrilles, gellendes Lachen folgt auf diese Gedanken. Melissa erschrickt zutiefst. Es ist, als wirble etwas Unfassbares um sie herum. Und wieder dieses furchtbare Lachen und plötzlich tanzen unheimlich flackernde Au-gen wild herum. Sie will davonrennen, einfach nur weg von hier. Aber es gelingt nicht. Sie ist tot und kann diesem Wesen nicht entfliehen. Da betritt Agnes den Salon und bringt durch ihr freundliches Wesen eine Helligkeit in die jenseitigen Sphären. Das furchtbare Wesen verzieht sich. Dieses Herumstochern in alten Geschichten hat eine übermäßige Dimension angenommen.


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