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Belletristik
Buch Leseprobe Zum Wegwerfen reicht′s, Sabrina Haingartner
Sabrina Haingartner

Zum Wegwerfen reicht′s



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Morawa und Thalia
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Es war Mord.


„Nein!“ schrie sie hysterisch und zappelte nervös von einem Bein auf das andere. Sie war völlig außer sich. „Es war ein Unfall!“


Er hingegen starrte einfach nur in die Dunkelheit und vergaß dabei völlig zu atmen. Was hatten sie nur getan? Als ihm nach wenigen Sekunden schwarz vor Augen wurde, schnappte er aufgeregt nach Luft. Das war alles, was er wahrnahm: der Regen, der gleichmäßig auf seine Lederjacke tropfte, seinen Atem und ihr Gejammer. Das Autoradio war noch immer auf volle Lautstärke aufgedreht. Jim Morrison sang den Refrain von Break on Through, aber das nahmen die beiden gar nicht wahr. Während sie ausflippte, war er völlig ruhig. Er war noch nie zuvor bei so klarem Verstand gewesen. „Wir müssen von hier verschwinden.“


„Bist du jetzt völlig durchgedreht? Wir müssen einen Arzt rufen! Und die Polizei! Und seine Eltern!“ schrie sie und packte ihn an den Schultern. Sie hatte Mühe, ihre Augen offen zu halten – so geschwollen waren sie von all den Drogen und den Tränen.


„Er ist tot. Wir können nicht die Polizei rufen! “


„Und wie wir das können! Vielleicht ist er ja gar nicht tot. Er lebt wahrscheinlich und braucht nur einen Arzt“. Mit diesen Worten nahm sie ihr Handy aus der hinteren Hosentasche, ging ein paar Schritte von ihm weg und wählte eine Nummer. Noch bevor sie auf Anrufen tippen konnte, stand er hinter ihr, entriss ihr das Telefon und warf es mit aller Kraft weit weg in das nebenanliegende Feld. Es war stockdunkel, nur eine schwache Laterne auf der etwa 10 Meter entfernten Landstraße spendete schwaches Licht. Sie waren etwas außerhalb von Köln.


Sie blickte schockiert ihrem Handy nach und dann ihn an. „Du bist wahnsinnig“, sagte sie verzweifelt und lief dann Richtung Feld. Er griff nach ihrem Arm und packte sie an den Schultern. „Nein, bin ich nicht. Schau uns beide doch an“, fuhr er sie wütend an. „Wir sind beide total high, er war total high. Was glaubst du wird passieren, wenn wir die Polizei rufen?“


„Aber wir haben nichts getan“, schrie sie und ver-suchte sich loszureißen. „Der ganze Mist hier war doch seine Idee.“


„Das wird uns niemand glauben“, schrie er. „Die werden sagen, dass es unsere Idee war!“


„Aber es waren seine Drogen!“ Sie riss sich los und rannte ins Feld um nach ihrem Handy zu suchen.


„Glaubst du wirklich, die Polizei interessiert das, wessen Drogen es waren? Du bist high. Du bist am Tatort. Schon allein deswegen werden sie dich anzeigen!“ Sie rannte weiter. „Also schön, tu was du willst! Ruf die Polizei! Aber dir wird niemand auch nur ein Wort glauben. Die werden dich sowieso einsperren!“ schrie er ihr nach.


 


Sie blieb stehen und drehte sich um. Diesen Montag würde sie bestimmt nie wieder vergessen. Sie war hin und hergerissen. Ihre langen braunen Haare waren mittlerweile völlig durchnässt und klebten an ihren Oberarmen. Sie versuchte sich zu erinnern wann es das letzte Mal so geregnet hatte. Plötzlich kam es ihr. Das war am Weihnachtsabend vor 13 Jahren…


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