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Routenplaner
Ich bin jetzt seit Monaten ohne Sex, einer gefühlten Ewigkeit also. *argh*
Wie eine nackte Frau ausschaut? Kann ich nicht mehr sagen, geschweige denn beschreiben, wie sich so eine anfühlt.
Hoffentlich druckse ich nicht herum, falls sich mal wieder eine in mein Bett verirrt. Könnte pein-lich werden:
Ich mache und tue und werkle und sie spielt mir nach ein paar Augenroller das Navigationsgerät:
»Weiter links. Nein. Noch weiter. Das war zu-viel. Jetzt ein Stückchen nach oben. Halt. Halt! Jetzt bist du zu oben.«
»Zu oben?«
»Ja. Runter. Ah! Ja! Und jetzt drücken.«
»Drücken?«
Ab dem Moment würde ich wohl tatsächlich das Gefühl haben, es mit einem Navigationsgerät zu tun zu haben, an dem ich irgendwelche Knöpfe bedie-nen muss.
»Ja, drücken!«
»Ich dachte, das hätte etwas mit Stoßen zu tun.«
»Beim Stoßen fühle ich mich als Frau nicht respektiert.«
»Öhm ...«
»Ja! Und so ein wildes Gerammel hat was Animalisches.«
»Aha. Das klingt aber so ... negativ.«
»Ist es ja auch!«
»Hm ... irgendwie hatte ich Sex anders in Erinnerung.«
»Jetzt red nicht. Drücken.«
»Und wenn ich ein klein bisschen sto...«
»Nein!«
»Ein minikleinesbisschen nur.«
»Nein.«
Oje. Und am Schluss heißt es dann: »Herzlichen Glückwunsch. Sie haben Ihr Ziel erreicht.«
*augenroll*
Wie das Schicksal so wählt
Ab und an treffe ich beim Einkaufen einen ehemaligen Kollegen, mit seiner Frau und dem gemeinsamen Baby.
Sie lernten sich anders kennen als andere Paare: Er wollte einen Freund anrufen und wählte versehentlich die falsche Nummer. Ihre Nummer. Sie zankten sich heftig, weil sie ihm das »versehentlich« nicht glaubte. Stunden später rief sie bei ihm an, (mir würde das nicht passieren, da ich meine Nummer unterdrücken lasse) und entschuldigte sich für ihre Biestigkeit. Tatsächlich heirateten sie Monate später, und das Kind war auch bald unterwegs. Was es wohl später darüber denken wird, wenn es davon erfährt, wie sich Mama und Papa kennen gelernt haben?
Eine falsch gewählte Nummer.
An solchen Tagen sehe ich mich im Kreißsaal stehen, und meine Frau drückt mir unser gemeinsames Baby an die Brust. Und während ich die Tränen aus meinen Augen blinzle, halte ich auf dem Arm vielleicht 3000 g Leben mit einem Tropfen Seele.
Und welche Geschichte werde ich dem Kind erzählen können, wenn es mich fragt, wie ich Mama kennen gelernt hab?
Da kommt der Kumpel auf mich zu und reißt mich aus der Träumerei. Ich mag es, wie er mich »Fischer« nennt. So richtig brummend, mit Kraft. Ich brumme dann zurück, und frage ihn, wie man mit solchen Wurstfingern überhaupt eine richtige Nummer wählen kann. Daraufhin grinst er nur, und seine Frau lächelt.
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Was treibt poppende Fliegen an? Sind Drachen in Wirklichkeit Verbündete des Helden? Warum ist der Löwe als Haustier ungeeignet?
Dieses Buch gibt Antworten auf Fragen, die man sich normalerweise nicht stellt und teilweise auch nicht stellen könnte.
Warum einem etwa das Glücklichsein auf die Nerven gehen kann, was es mit eskimotischen und fensterlosen Gefühlen auf sich hat oder warum sich der Magen des Autors verapfelt fühlt.
Stefan Fischer, Autor des Romans "Das Mondgeheimnis", zeigt sich hier von seiner persönlichen Seite.
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