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Enttäuschung! Wut! Verzweiflung! Ich weiß gar nicht, was alles in
mir tobt. Ich kann nicht mehr. Warum können mir diese Leute nicht ‚normal'
begegnen? Was habe ich denen eigentlich getan? Jeder Wurm, der
mir in meinem Leben begegnet ist, hatte ein besseres Sozialverhalten als
diese Vorstandsfritzen. Ich habe dieses asoziale Gehabe meiner ‚Kameraden'
mehr als satt!!!
Felix hat mich auf der Hinfahrt zur Weser so erwartungsvoll angestrahlt.
Der strahlt auch nicht mehr. Uns ist beiden der Spaß an dieser
Rallye komplett verdorben. Das war mehr als genug!
In meinem Kopf arbeitet die Erinnerung. Wie schön das alles einmal
war. Ist noch nicht lang her, erst einige Monate. Diese Gemeinschaft
habe ich mal als meine Freizeitfamilie betrachtet, für diese Leute war ich
da. Ich hab mich doch mit denen sauwohl gefühlt, bis...
Ja, bis wann?
...bis der Verein eine zur 1. Vorsitzenden wählte, die in einem völlig
kranken Selbstverwirklichungsdrang von Konkurrenzdenken zerfressen
Platz neben sich braucht. Sie ist doch jetzt jemand. Vorsitzende! Die
duldet einfach keine unterhaltsame, keine starke Frau neben sich, die ihr
womöglich irgendwelche Aufmerksamkeit stiehlt.
...bis der Verein einen zum 2. Vorsitzenden wählte, der diesen Verein
als sein persönliches Eigentum betrachtet, autonom regieren will. Einen,
der auch in der Vergangenheit schon Selbstdenker abgelehnt hat, nur mit
Marionetten klar kommt. Einen, der dann aber wegen seiner kranken
Vereinsmeister-Schummelei kritisiert wurde, zu Recht kritisiert wurde.
Das kann er eben nicht vertragen.
...bis der Verein einen zum Wanderwart wählte, der alles, einfach
alles begatten will, das ihm vor die Flinte kommt. Und wenn dann seine
Frau kiebig wird, na dann schiebt er eben alles ganz ungeniert auf die
Frauen - vornehmlich auf die, bei denen er abgeblitzt ist -, dieser unschuldige
Engel.
Hier haben sich welche gesucht und gefunden, die ihre völlig kranken
Wertvorstellungen und Gelüste auf meinem Rücken austragen - und
auf dem Rücken meines Kindes.
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