Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern


Kategorien
> Belletristik > Schatten der Nacht
Belletristik Bücher
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Belletristik Bücher
Buch Leseprobe Schatten der Nacht, Kira Flinkenflügel
Kira Flinkenflügel

Schatten der Nacht



Bewertung:
(8)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
529
Dieses Buch jetzt kaufen bei:

oder bei:
http://www.pavoni-verlag.de/
Drucken Empfehlen

Kapitel 1
Ich irre, in meinem Traum, durch einen düsteren Wald. Die Blätter von den Bäumen hängen dicht und feucht vom Regen herab und schützen mich somit vor dem Unwetter, das über das Tal hergrollt. Nun ist alles sehr still. Nicht einmal ein Vogel zwitschert. Plötzlich sehe ich mein Ziel: Es ist ein kleines Haus mit einer hübschen, rot angestrichenen Veranda. Rund um das Haus ranken sich mehrere Pflanzen, wobei ich feststellen muss, dass das Haus seit Jahren unbewohnt ist. Ich gehe auf die Tür zu und klopfe. Als mir niemand antwortet, öffne ich sie und trete ein. Hier drin macht das Haus nicht einmal annährend den einladenden Eindruck, wie es von außen ausgesehen hatte. Die Tapete ist alt und schäbig und haftet kaum noch an den Wänden. Der Fußboden ist schmutzig und das Sofa, das in der Ecke steht, mottenzerfressen. Beim Begutachten des Zimmers ist mir eine Wendeltreppe ins Auge gefallen und so gehe ich mit zügigen Schritten auf sie zu. Bei jedem meiner Schritte ächzt sie unter meinem Gewicht und pufft kleine Staubwolken aus, die mir die Sicht vernebeln. Als ich endlich oben angekommen bin (die Treppe hat genau 136 Stufen), betrete ich einen kleinen Raum, der, mit Ausnahme eines kleinen Lichtspaltes am Fenster, völlig verdunkelt ist. An einem kleinen Schreibtisch aus Holz sitzt eine alte Frau, die die grauen Haare offen über die Schulter hängen lässt.
7
Ich will sie nicht erschrecken, also gehe ich (oder will es zumindest) langsam und leise in ein anderes Zimmer, doch bei meinem Glück stolpere ich über einen am Boden herumliegenden Aktenordner. Die Frau erstarrt und dreht sich langsam zu mir um. Ich stehe wie versteinert da und starre in ihre großen, runden und klugen Augen. Sie lächelt. Doch auf einmal verschwindet ihr Lächeln und es taucht stattdessen eine Grimasse auf. Die braunen Augen verfärben sich in ein beängstigendes Rubinrot und ihre Zähne, die sich hinter ihrer Grimasse verbergen, kommen mir plötzlich messerscharf vor. Ich schlucke, noch immer bewegungsunfähig. Die Frau erhebt sich aus ihrem Ledersessel und kommt auf mich zu. Nein.
„Hilfe“, flüstere ich, kaum hörbar. Sie grinst wieder… „NEIN“, diesmal schreie ich aus Leibeskräften.
„Nein, Hilfe, nein!“
„Mensch Sue, kannst du nicht einmal in der Nacht deine Klappe halten? Ich will schlafen!“
Ich schlug meine Augen auf. Ich lag in meinem Bett und bemerkte jetzt erst, dass ich schweißgebadet war. Am Türrahmen einer alten Holztür stützte sich mein 11-Jähriger Bruder ab und funkelte mich wütend an.
„Ich…“, setzte ich an, doch meine Stimme klang merkwürdig heiser. „Geh schlafen“, brachte ich noch gerade raus, ehe sie ganz versagte. Mein Bruder brummte irgendetwas unverständliches, das wie dumme Schwester und weiß von gar nichts klang, bevor er das Zimmer verließ.
8
Ich atmete tief ein und aus. Ich musste mich beruhigen, das war nichts weiter als ein dummer Alptraum und ich war noch dumm dazu. So! Ich drehte mich auf die andere Seite und probierte wieder einzuschlafen, doch das half wenig. Denn erstens war ich viel zu durcheinander und aufgewühlt und zweitens wollte ich gar nicht mehr einschlafen, denn ich hatte Angst noch mal genau denselben Traum (na ja, Alptraum) zu träumen. Also stand ich auf und ging nach unten in die Küche, um mir einen heißen Tee zu machen. Die Wanduhr zeigte 00.01 an. Eine Minute nach Mitternacht. Wie mysteriös. Ich musste lachen über mich selbst, seit wann hielt ich etwas von dem ganzen Aberglauben?! Ich schüttelte meinen Kopf. Schwachsinn! Das heiße Getränk brannte mir in der Kehle, als ich mich auf das Sofa legte. Im nächsten Moment überwältigte mich die Müdigkeit und ich schlief ein. Am nächsten Morgen konnte ich mich nicht mehr an den Alptraum erinnern.


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



Sponsoren

© 2008 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!
suchbuch.de wird unterstützt von loadplanet.de


ExecutionTime: 1 secs