Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern


Kategorien
> Belletristik > Ohne Hintern wär ich sexy
Belletristik Bücher
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Belletristik Bücher
Buch Leseprobe Ohne Hintern wär ich sexy, Sandra Hausser
Sandra Hausser

Ohne Hintern wär ich sexy



Bewertung:
(6)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
696
Dieses Buch jetzt kaufen bei:
Drucken Empfehlen

4. Mai „Oh mein Gott! In drei Wochen schon?“, rief ich erschrocken und hielt den Brief mit zitternden Fingern fest. Seit Jahren war ich mir darüber im Klaren, dass ich dieses Schreiben eines Tages in den Händen halten würde. Vor einiger Zeit hätte ich mich sogar darüber gefreut, nun war es der ungünstigste Zeitpunkt überhaupt. Ich starrte weiter auf das Papier. Das durfte nicht wahr sein. Ich stand auf und holte mir eine Zigarette und ein Glas Wein aus der Küche, setzte mich an den Tisch und nahm den Brief ein weiteres Mal in die Hände. Sein Inhalt hatte sich nicht verändert, ich musste mich den Tatsachen stellen, ich war zum Klassentreffen eingeladen. Meine Klassenkameraden versammelten sich, hatten mich seit fünfzehn Jahren nicht gesehen, und keine Ahnung von meiner persönlichen Situation meinem riesigen Hinterteil. Dieser, von mir sarkastisch Fettsteiß betitelte Po war in den letzten sechs Jahren Teil meines Körpers geworden. Ich hatte seine Entwicklung zuerst nicht einmal bemerkt. Aus Jeansgröße siebenundzwanzig war eine neunundzwanzig geworden. Na und, dachte ich, du wirst eben älter, treibst weniger Sport und arbeitest im Sitzen. Jeans und andere Bekleidungsstücke der unteren Körperhälfte kaufte ich größer, dann noch größer. Hajo, mein Ex-Mann sagte immer: „Sei froh, das du nur an einer Stelle zunimmst. Andere werden rundum richtig kleine Fässer.“ „Und was ist mit den Proportionen?“, hatte ich ihn angebrüllt. „Wie sieht das denn aus? Spindeldürre Arme und Beine, flacher Bauch, wenig Busen und ein fetter Hintern?“ Er lachte und erwiderte trocken, dass er gegen einen üppigeren Busen nichts einzuwenden hätte. Zeitgleich mit dem Wachstum meines Po’s bröckelte unsere Beziehung. Hajo war immer öfter geschäftlich unterwegs. Auffällig oft. Das ‚Geschäftliche’ stellte sich später als Gabi Klein vor, wirklich klein war an ihr nur sehr wenig. Ich stand auf und ging ins Schlafzimmer. Aus meinem Nachtschränkchen kramte ich eine blaue Truhe, in der ich alle alten Bilder meiner Kindheit und Jugend aufbewahrte. Ich schaute mich auf diesen Fotografien an. Drahtig, sportlich, dünn, keine Spur von Fettpolstern. Ein Bild zeigte mich mit dem Rücken zur Kamera, ein Apfelärschchen klein und rund, hübsch verpackt in einer ausgewaschenen Jeans. Keiner meiner Kameraden würde mich wieder erkennen, zumindest nicht von hinten


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



Sponsoren

© 2008 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!
suchbuch.de wird unterstützt von loadplanet.de


ExecutionTime: 0 secs