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> Belletristik > Mein Boss, der Millardär - Teil 1
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Buch Leseprobe Mein Boss, der Millardär - Teil 1, Lexy Timms
Lexy Timms

Mein Boss, der Millardär - Teil 1



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Noch eine Stunde, dann kannst du gehen. Nur noch eine blöde Stunde. Jamie widerstand dem Drang, zum fünften Mal in zwanzig Minuten auf ihr Telefon zu sehen. Sie wusste nicht, was sie darauf zu sehen erwartete. Nicht, dass dadurch die Zeit schneller vergangen wäre. Sie wandte ihre Aufmerksamkeit wieder der Verlobungsfeier ihrer Schwester zu, die sie genießen sollte. Theoretisch. Allerdings schien ihr das so ziemlich unmöglich, wenn ihr Ex ihr genau gegenüber saß und den Arm um ihre Schwester legte. Stephen sah, wie Jamie sie anstarrte, und schenkte ihr ein falsches Grinsen. Jamie sah weg, hinunter auf ihr Eiswasser, für das sie sich anstelle des Biers, das sie eigentlich wollte, entschieden hatte. Sie konnte wenigstens versuchen, ihrer Familie zu zeigen, dass sie abnehmen wollte. „Habt ihr die Location schon ausgesucht, Christine?“, fragte Jamies Mutter. Ihr knochiger Ellbogen stieß Jamie in die Seite als sie nach ihrem Wasserglas griff. Jamie bemühte sich, sich aus ihrer gebückten Haltung aufzurichten, nur um einen Moment später die Schultern wieder nach vorne fallen zu lassen. „Noch nicht.“ Christine lächelte ihren Verlobten an. „Wir hatten an die süße kleine Kirche in der Nähe von Stephens Wohnung gedacht.“ Meine Wohnung! Zumindest war sie das, bis Stephen sich weigerte, auszuziehen. Mit ihren schwindenden Ersparnissen war es am Ende einfacher gewesen, ihm die Wohnung zu überlassen und dem Vermieter zu sagen, dass er ihm die Miete abbuchen sollte anstatt ihr. Sie hatte auch nicht widersprochen, als der Vermieter darauf bestand, Jamies Namen auf dem Mietvertrag zu lassen, als er Stephens Namen hinzufügte. Sie hielt den Mund, auch wenn es bedeutete, dass sie bei ihren Eltern in den Keller ziehen musste. Vorübergehend ... Hoffe ich. „Oh, die Kirche ist so süß! Ihr solltet sie auf jeden Fall ansehen. Sie ist methodistisch, stimmt‘s?“ Der Tonfall ihrer Mutter zerrte an Jamies Nerven. Sie wusste genau, dass ihrer Mutter nichts an der süßen Kirche lag, sie wollte nur ihre Frage bestätigt haben. Genauso tickte ihre Mutter immer. „Natürlich“, sagte Stephen. „Für uns kommt keine Kirche, die nicht methodistisch ist, in Frage.“ Ihr Vater brummte und sah auf die Uhr. Er schien der einzige in der Familie zu sein, der sich an die Tatsache erinnerte, dass Stephen sich nicht die Mühe gemacht hatte, Charme zu versprühen, als er sie noch als Jamies Freund kennengelernt hatte. Oder noch wahrscheinlicher, glaubte er, dass niemand seines wertvollen kleinen Engels Christine würdig war. Jamie konnte es nicht sagen. Sie konnte die Aufmerksamkeit ihres Vaters nie lange genug gewinnen, um ihn zu fragen. In diesem Augenblick kam ihr Essen und Jamie lief von dem Duft das Wasser im Mund zusammen. Sie konnte ihre Augen nicht von den übergroßen Burgern und den Chicken Nuggets mit Pommes, die in dem Pub serviert wurden, losreißen. Der Kellner balancierte riesige Teller mit leckerem Fast Food auf einem Tablett. Er lächelte allen zu, als er die Burger und gebratenen Hähnchen vor Christine und Stephen und das Hähnchen Alfredo und die Crab Cakes vor ihren Eltern abstellte. Dann schenkte er Jamie ein fast mitleidiges Lächeln, bevor er einen kleinen langweilig aussehenden Salat vor ihr hinstellte. Ihr schwante, dass es sich nur um eine Beilagenportion handelte. „Ich habe mir erlaubt, für dich zu bestellen, weil du spät dran warst“, sagte Christine über ihren hoch aufgetürmten Teller Gebratenes hinweg. „Ich weiß, wie sehr du abnehmen möchtest, Jamie. Schließlich passt das Brautjungfernkleid noch lange nicht.“ Sie warf Stephen einen Blick zu. „Ich werde in diesen Berg noch nicht einmal eine kleine Delle machen können.“ Jamie schluckte ihren Ärger hinunter und lächelte ihre Schwester gezwungen an. „Danke. Es ist perfekt.“ Für einen Hasen. Sie griff nach den Croutons, während Christine nickte und ein Stück von ihrer riesigen Pommes abbiss. „Schätzchen, bist du sicher, dass du die Croutons willst?“ Ihre Mutter griff herüber und schob sie aus ihrer Reichweite. „Deine Schwester hat sich die Mühe gemacht, dir eine gesunde Mahlzeit zu bestellen und du bist dabei, die günstige Wirkung zunichte zu machen.“ „Ich glaube nicht, dass Croutons mich auf Größe zweiundvierzig halten.“ Jamie versuchte ein unergründliches Gesicht zu machen. Aber das chinesische Essen, das ich bestelle wenn ich hier rauskomme, vielleicht schon. Sie schüttete das ganze Päckchen Croutons auf den Salat und ignorierte die Blicke, die Stephen und Christine austauschten. Ganz genau. Plant eure Ersatzbrautjungfer, so viel ihr wollt. Ich esse die blöden Croutons! Sie war nicht fett, das wusste sie, aber ihre Familie gab ihr das Gefühl, unförmig zu sein im Vergleich zu ihrer Schwester, die Größe zweiunddreißig trug. Ihre liebe Schwester hatte wahrscheinlich kein oder kaum Dressing bestellt. Sie nahm einen Bissen und wünschte wirklich, dass der Salat automatisch mit Extradressing serviert würde. Und vielleicht Knoblauchbrot. Käse-Knoblauchbrot. „Was ist mit den Flitterwochen?“, fragte ihre Mutter Christine. „Habt ihr euch schon ein Ziel ausgesucht?“ „Noch nicht.“ Christine strahlte, als sie ihren Blick dem Mann neben ihr zuwendete. „Stephen meinte, er will mich überraschen. Meine einzige Bedingung ist, dass es dort warm ist.“ Sie tupfte einen winzigen Klecks Ketschup von seiner Lippe. „Jamie hat gesagt, dass sie mit mir zum Bikini shoppen geht, stimmt‘s Jamie?“ Jamie nickte und konnte nicht antworten, solange sie ihren fast geschmacklosen Eisbergsalat kaute. „Ich wünschte, du würdest kleinere Bissen nehmen.“ Ihre Mutter schüttelte den Kopf. „Wenn du das machst, bist du viel schneller satt. Vielleicht bräuchtest du dann nicht die ganzen Croutons zu nehmen.“ Lass mich verflixt noch mal in Ruhe, Ma! Ich bin nicht mehr sechszehn Jahre alt. „Natürlich, Mom.“ Jamie lächelte und trank einen Schluck Wasser. Verdammt, warum habe ich kein Bier bestellt? Oder gleich ein Sixpack? „Jedenfalls hoffe ich, irgendwo am Mittelmeer oder in der Karibik.“ Christine seufzte dramatisch. „Nur ein kleiner intimer Ort im Paradies.“ Sie wandte sich zu Stephen und küsste ihn auf den Hals. „Wird das nicht ein Spaß, Honey?“ „Das wird himmlisch.“ Er rieb seine Nase an ihrer. Jamie hätte am liebsten den widerlichen Salat wieder ausgekotzt. Sie stand auf. „Entschuldigt mich, bin gleich wieder da.“ Sie wartete nicht auf den missbilligenden Blick ihrer Mutter oder irgend einen unorthodoxen Kommentar eines anderen. Sie drehte sich um und ging in Richtung Toiletten, die Augen auf den Boden vor ihr gerichtet. Sie schaute auf, um sicher zu gehen, dass sie in die richtige Toilette ging. Sobald sie die Kabinentür geschlossen hatte, seufzte sie. „Fünfundvierzig Minuten, Mädel“, murmelte sie. „Dann kannst du gehen.“ Aber der Ausgang ist so nah! Sie musste nur hinaus schlüpfen und nie mehr einen von ihnen wieder sehen ... Bis nach der verdammten Hochzeit. Wenn sie nur nicht bei ihren Eltern im Keller wohnen würde. Wenn sie nur genug gespart hätte, um die Stadt zu verlassen. Wenn nur ... dann könnte sie wirklich verschwinden. Sie zwang sich, sich zu beruhigen und ihr war klar, dass sie nirgendwo hingehen würde. Sie hatte das Köpfchen, den gesunden Menschenverstand, die richtige Arbeitseinstellung und sogar ein freundliches Auftreten, wenn ihre Familie nicht in der Nähe war. Ihr fehlte nur der Glaube, dass sie es konnte. Genug! Sie ging zum Toilettenspiegel, um ihr Make-up aufzufrischen. Es war schlimm genug, dass Stephen sie für ihre jüngere und schärfere Schwester verlassen hatte, sie musste nicht auch noch wie die Verschmähte aussehen. Es hatte nicht sollen sein. Das mit ihr und Stephen wäre nie gut gegangen. Sie wusste das, aber es machte den Schmerz und die Erniedrigung nicht besser. Um noch mehr Zeit zu vertrödeln, übte sie ihr Lächeln im Spiegel und versuchte es ehrlicher und selbstsicherer wirken zu lassen. „So ist es, Stephen, du Arschloch“, sagte sie zu ihrem Spiegelbild und kicherte. „Ich brauche dich nicht. Du kannst mich am Arsch lecken, du oberflächlicher Hurensohn.“ Sie erstarrte, als sie Stephens Stimme klar und deutlich durch die Tür hörte. Die Toilette war alles andere als schalldicht. „Alex! Zum Teufel, wie geht es dir?“ Oh, Scheiße! „Schön, dich zu sehen, Stephen.“ Es gab das Klatschen, das immer auf eine Männer-Umarmung folgte. „Wie ist das Leben als frisch Verlobter?“ „Ziemlich fantastisch! Wie ist das Leben als ewiger Junggeselle?“ „Noch besser.“ „Das glaube ich sofort.“ Stephen lachte, worauf Jamie in der Toilette nur mit den Augen rollte. „Du siehst leicht ergraut aus. Macht die Arbeit dich schon fertig?“ Es kam ein Seufzer und Jamie stellte sich einen großen, dunklen und gut aussehenden Typen vor, der sich mit den Fingern durch die Haare fuhr. Der Fremde würde natürlich hinreißend sein. Stephen hing nur mit wahnsinnig gut aussehenden Leuten herum. Offensichtlich ein Workaholic. Wahrscheinlich Anfang dreißig. „Ich sage dir ja dauernd, dass du eine persönliche Assistentin einstellen sollst“, sagte Stephen. „Du wirst noch mal in Teufels Küche landen.“ „Ich weiß.“ Alex seufzte wieder. „Tatsächlich suche ich eine. Kennst du jemanden?“ Er lachte leise. „Wirklich?“, lachte Stephen. „Tatsächlich kenne ich das perfekte Mädchen für dich. Sie hat Sekretariatserfahrung.“ Sein Lachen wurde zu einem Wiehern. „Und sie sucht einen Job.“ Jamie rollte mit den Augen. Sie konnte sich die Art von Sekretärin, die Stephen vorschlagen wollte, genau vorstellen. Barbie. Oder ein wunderschönes Model mit Größe vierunddreißig. „Warte, Stephen.“ Alex lachte leise und ein feines Geräusch kam über seine Lippen, so dass Jamie fürs Leben gern gewusst hätte, wie er aussah. „Ich bin sicher, dass du nur das Beste für mich willst, aber ich kann keine Ablenkungen am Arbeitsplatz gebrauchen. Das ist für dich vielleicht in Ordnung, aber ich habe in meiner Firma einiges mehr auf dem Spiel stehen.“ Alex musste wohl Stephen einen spielerischen Knuff auf die Schulter oder so gegeben haben. „Du wirst diese hier mögen“, beharrte Stephen. „Wenn sie so hübsch ist wie deine Verlobte, würde es niemals funktionieren. Ich brauche jemanden, der effizient ist, und die Arbeit erledigt. Keine hübsche Ablenkung.“ Stephen johlte. „So hübsch wie Christine? Das ist witzig. Nein, sie ist wenig attraktiv. Eigentlich ist sie Christines etwas ältere Schwester Jamie.“ Jamie wurde rot. Stephen hatte nie gesagt, dass sie wenig attraktiv‘ war, wenn er sie um Sex anbettelte. „Ich wette, sie ist hinreißend.“ Alex hielt inne, wahrscheinlich schüttelte er den Kopf oder reckte den Hals, um zu sehen, wo Christine saß und zu versuchen, einen Blick auf die ‚ältere Schwester‘ zu werfen. „Ist sie mit euch hier?“ „Ja“, sagte Stephen. „Aber sie ist gerade zur Toilette. Meinst du das ernst, dass du keine willst, die heiß ist?“ Er klatschte in die Hände und rieb sie aneinander. Jamie stellte sich vor, wie Alex mit den Schultern zuckte und nickte. „Hey! Warum isst du nicht mit uns zu Abend? Wenn sie herauskommt, stelle ich euch vor.“ Jamies Mund wurde mit einem Mal ganz trocken. Das letzte, was sie brauchte, war Stephens verdammt gut aussehender Freund, der sie während des ganzen Abendessens ansah, um festzustellen, ob sie hässlich genug war, um keine Ablenkung für ihn darzustellen. Sie betrachtete sich selbst im Spiegel, bevor sie ihre Kleider glatt strich. Sie atmete tief ein, zog ihren Bauch ein und versuchte, ruhig zu wirken als sie die Toilettentür öffnete und Stephen und Alex überraschte. Sie lächelte ihren Ex cool an. „S-Stephen!“ Als sie den Mann neben ihrem baldigen Schwager wahrnahm, fing sie beinahe an, zu stottern. Es hätte sie nicht gewundert, wenn es einen dumpfen Knall vom Aufprall ihres Kiefers auf dem Boden gegeben hätte. Vor ihr stand der bestaussehende Mann, den sie je gesehen hatte. Seine Augen waren rauchblau, so dass ihr ganz heiß wurde. Seine Augen strahlten im Kontrast zu seiner Bräune, die unmöglich unecht sein konnte, so gut sah sie aus. Trotz Stephens Bemerkungen, dass er ergraute, war davon weder in seinen dunkelbraunen Haaren noch in seinem Ziegenbärtchen eine Spur zu sehen. Und er beurteilt andere Leute danach, ob sie eine Ablenkung am Arbeitsplatz sind?


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