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> Belletristik > Ist denn Liebe nur ein Spiel?
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Belletristik
Buch Leseprobe Ist denn Liebe nur ein Spiel?, Nicola J. West
Nicola J. West

Ist denn Liebe nur ein Spiel?



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Kapitel 30 - Ausschnitt


 


In den nächsten zehn Minuten bekam ich einen Crashkurs in Schwedisch, lernte so interessante Worte wie Pepparkaka - Lebkuchen, Öl - Bier und Jul - Weihnachten. Und mich in Landessprache zu bedanken und zu verabschiedeten.


»Und all das kannst du auch in Oslo morgen sagen und man wird dich auch da verstehen«, sagte Marco, als wir zurück zum Motel liefen und die raue Seeluft einatmeten. Salzkristalle legten sich auf unsere vom langen Sommer noch gebräunte Haut.


»Ich werde das überprüfen.«


Marco lachte. »Mach nur, ich habe nicht gelogen!« Offen blickte er mich aus seinen Milchkaffee-Augen an. »So was mache ich nämlich nicht.«


Einen Augenblick ließ ich seine Worte auf mich wirken. Vielleicht log Marco tatsächlich nie. Jedenfalls nicht, was wichtige Dinge betraf, denn eine Ausrede benutzte jeder von uns dann und wann, und oft genug schrammte sie nur an der Wahrheit entlang.


»Schon gar nicht würde ich dich anlügen nach dem, was du zuletzt erlebt hast.«


»Ich glaube dir«, sagte ich. »Aber was ist dein Geheimnis?«


Überrascht hielt Marco inne und sah mich an, statt die Beifahrertür des Vans zu öffnen. »Mein Geheimnis?«


Ich nickte fest und nicht bereit, einen Rückzieher zu machen. »Ja, dein Geheimnis. Jeder hat eines. Mindestens«, klärte ich ihn auf. »Die meisten Menschen haben sogar eine ganze Menge davon, aber von denen spreche ich nicht. Ich meine das eine Geheimnis, das du im Herzen trägst. Das, worüber du nicht offen sprichst, weil die, die es wüssten, dann über dich urteilen, dich vielleicht verurteilen, bestenfalls nur anders von dir denken würden.«


Marcos Augen verengten sich ein bisschen und er nickte. »Ja, ich dachte mir schon, dass du das meinst, aber-«, sagte er dann gedehnt und öffnete mir nun doch die Tür, ließ mich einsteigen, bevor er um die Motorhaube herumging und auf den Platz hinter dem Lenkrad kletterte. Erst dann fuhr er fort. »Ich habe nicht das eine Geheimnis.«


Es enttäuschte mich, dass er mich an dieser Stelle belog, obgleich er zuvor versprochen hatte, genau das nicht zu tun.


»Jetzt schau mich nicht so an«, sagte er und steckte den Schlüssel ins Zündschloss, zog aber die Hand zurück, statt zu starten. »Ich habe zwei.«


»Zwei?«


»Geheimnisse?« Marco schmunzelte leicht. »Davon sprechen wir doch, oder?« Ich verdrehte die Augen und brachte ihn damit zum Schmunzeln. »Und ich werde dir beide einfach so erzählen, weil ich keines vor dir verstecken muss.«Abwartend blickte ich ihn an. Mein Herz klopfte unwillkürlich schneller. Meine Neugier war geweckt, auch, oder gerade weil, ich es überraschend fand, dass er sein Innerstes vor mir einfach nach Außen kehren wollte.


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