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> Belletristik > Ins ungewisse Sein
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Belletristik
Buch Leseprobe Ins ungewisse Sein, Peter Pitsch
Peter Pitsch

Ins ungewisse Sein



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Hinaustretend auf eine regennasse Straße, spielte Martin den Draufgänger. „Wird Zeit, uns ein paar Drogen zu besorgen.″ Er guckte sich nach allen Seiten um, so als hinge womöglich einer der lichtscheuen Gestalten eine lange Tüte aus dem Mundwinkel. Während der willkürlichen Suche sprachen sie einen umher torkelnden, pestbeuligen Kerl an, eine käsige Bohnenstange mit Dreadlocks, dessen knochige Hand Halt suchend zur nächsten Hauswand flatterte. „Klar! Ich habe noch Trips in der Tasche und Hasch fürn Hunderter″, lallte er auf Englisch und blies ihnen seine kotzige Fahne ins Gesicht. Martin schaute den Besoffenen ehrfürchtig an, so als erscheine ihm das Orakel von Delphi höchstpersönlich. „Na prima, nehmen wir alles″, posaunte er und händigte dem Zerlumpten mehrere Geldscheine aus. Der weiße Rastafari knüllte das Geld zusammen und krächzte: „Schon gut, schon gut.″ Mit Siebenmeilenstiefeln suchte er das Heil in der Flucht, nach hundert Metern Schlangenlinie hatte ein nebliger Dunst seine Silhouette verschluckt. Martin bastelte einen imposanten Joint, machte beim Anzünden ein theatralisches Gehabe, und siehe da, in Sekundenschnelle qualmte es infernalisch aus der Tüte und ein abscheulicher Gestank von brennendem Gummi verpestete die Luft. Das Unikum brodelte, sprühte und knallte. Von Rauchwolken umzingelt, kämpfte Martin sich ans Ufer einer Gracht vor; der Pseudojoint landete auf dem schwarz glänzenden Gewässer und zischte ein letztes Mal. Aus unbestimmter Ferne ertönte das Gebimmel einer Trambahn.


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