|
Der Abend vor meiner Operation:
Intime Tatsachen:
Gleichzeitig zu meiner leichten Gleichgültigkeit, welche sich durch die Beruhigungstablette breit macht,soll ich per Anal-Torpedo meinen Darm entleeren und so fängt der Stress schon an.
Ich halte das Zäpfchen so lange wie möglich in meinem Allerwertesten und dann beginnt der Kampf.
Nun sitze ich auf der Toilette, in der Hoffnung die klingenden Töne nicht so laut erschallen zu lassen, da Frauen ja so etwas nicht machen, geschweige denn Töne dieser Art von sich zu geben.
Das Bad ist groß und hellhörig und zu al lem Übel hat Frau Nachbarin auch noch Besuch, unter anderem einen jungen gutaussehenden Enkel, welcher schon visuell meine Wenigkeit fixiert hatte, bevor ich zur Toilette musste.
Ich drücke mir einen zurecht und habe das Gefühl, als müsste ich ein Baby zur Welt bringen, meine Augen quellen mindestens 5 cm aus den Höhlen hervor und mein Kopf hat mittlerweile die Farbe eines Feuerlöschers.
Meine Hände krallen sich am Waschbecken fest und ich drücke wie ein Weltmeister,
doch Luft ist das Einzige was aus meinem Po entweicht und das schaffe ich noch so zu unterdrücken, dass dies leise von statten geht.
Nach einer halben Stunde bin ich dann kaltschweißig und wundere mich, dass nicht mein kompletter Darm in der Toilette liegt.
Aus Angst, den lieben Ärzten morgens eine Portion verdauten Mageninhalt auf dem Op-Tisch zu servieren drücke ich tapfer weiter und verbringe die halbe Nacht damit auch die kleinsten Reste Mageninhalt durch Dünn und Dickdarm zu arbeiten.
Endlich ist es morgen und ich kann mir erneut Gedanken machen:
Wie soll man sich bitte morgens Duschen und von Grund-auf enthaaren, wenn man schon eine Dosis im Kopf hat, die einem nur eins sagt: Ich will fliegen und zwischen bunten Blumen mich mit Schokolade vollstopfen.
Ich schwebe zum Kleiderschrank um alle benötigten Pflegeprodukte mit in das Bad zu nehmen.
Eigentlich hat man ja eine Konsole, aber die hat meine Nachbarin voll in Gebrauch, denn von Nachtcreme über Haarspray bis hin zu Einlagen hat sie alles dort platziert.
Lediglich ein kleines Eckchen für meine Zahnbürste wurde mir gewährt.
Diese Zahnbürste schütze ich vor den Einlagen meiner Nachbarin und nehme selbst diese nach Gebrauch mit in meinen Nachtschrank.
Wankend geht es unter die Dusche, mein Venus-blue Rasierer gleitet sanft über alle nötigen Körperstellen und nachdem ich mich in einem Schwall von Duschbad Vanille gereinigt habe, folgt eine große Ladung Vanillecreme, gefolgt von Deo und Parfum.
|