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Der Vampir


von Wladyslaw Stanislaw Reymont

belletristik
ISBN13-Nummer:
9783941670-07-5
Ausstattung:
220 Seiten, Paperback
Preis:
14.90 €
Mehr Infos zum Buch:
Website
Verlag:
Jens-Erik Rudolph Verlag
Leseprobe

KAPITEL 1
Alle Lichter waren erloschen, nur durch die Fensterscheiben
schimmerte in einer grünlichen Kristallkugel ein kaum sichtbares,
scheues Flämmchen, wie ein Glühwürmchen in dunkler
Nacht. – Ganz plötzlich trat Stille ein, eine Stille voll quälender
Erwartung.
Sie saßen da, lauernd, in sich versunken, wie tot, voll peinigender
Unruhe und voll eines kaum zu zähmenden Erzitterns der
Angst.
Die Zeit floß langsam dahin, in erschreckendem Schweigen,
in der lähmenden, entsetzlichen Stille banger Vorahnungen; nur
hin und wieder hörte man in der Dunkelheit mühsam unterdrückte
Seufzer, oder die Diele knarrte, daß sie heftig zusammenschraken;
dann wieder summte etwas Undefinierbares um ihre
Köpfe, wie der Flug eines Vogels, schwirrte im Zimmer umher
und kühlte mit eisigkaltem Hauch ihre erhitzten Gesichter,
um schließlich im nebligen Dunkel, leise weinend gleichsam,
zu ersterben . . . Und wieder verflossen lange Augenblicke, eine
Ewigkeit, Augenblicke quälenden Schweigens und der Erwartung.
Plötzlich erbebte der Tisch, geriet in gewaltsam schaukelnde
Bewegungen, erhob sich in die Luft und sank dann ohne jedes
Geräusch wieder auf den Boden. Ein eisiger Schauer erschütterte
die Herzen . . . Einer schrie auf . . . ein andrer schluchzte nervös
. . . wieder ein andrer sprang empor, als wolle er fliehen. Der
heiße Hauch der Angst war im Dunkel verweht und vergrub sich
mit einem schmerzhaft marternden Beben in die Seelen; doch
bald war alles erloschen, unterdrückt durch das schreckliche Verlangen
nach Wundern. Ein Wunder erflehten ihre Angstgefühle
und ihre Seelen, die, wie auf die Folterbank gespannt, in schmerzlicher
Sehnsucht bebten.
Das Schweigen wurde noch tiefer, man hielt den Atem an,
dämpfte das ängstliche Schlagen der Herzen, spannte alle Willenskraft,
um nicht zu erzittern, nicht zu flüstern, noch sich zu
bewegen, um nicht einmal aufzuschauen und in einer Stille zu
erstarren, so tief, daß das leise Ticken einer Uhr an den Herzen
bohrte, mit unaufhörlichem Ticktack, und in den Schläfen hämmerte
mit schweren Hämmern.
Ein dumpfes, klagendes, verwehendes und fernes Schäumen,
wie das Schäumen der Meeresflut, brauste eintönig hinter den
Fenstern, der Regen schlug unaufhörlich an die feuchtgrauen
Scheiben, ließ sie leise erklingen, floß an ihnen in langen Perlenketten
herab und flüsterte wie im Traume, flüsterte bang; der
Wind zerrte an den Laden und sank mit unterdrücktem klagendem
Schrei wie tot an den Mauern herab. Und Bäume, die aussahen
wie Wolkenfetzen, blinde, stumme Bäume neigten sich still
zu den Fenstern, bebten als kaum faßbare Schatten, – wie ein
Traum, dessen man sich nicht mehr erinnern kann, und verschwanden
im Nebel wie ein Traum.
Und das Zimmer war immer noch dumpf, stumm und abgrundtief,
nur das grünliche Flämmchen zitterte unaufhörlich, gleich
einem Stern, der sich in einem schwarzen, tiefen See widerspiegelt;
oder irgendein Blick flammte plötzlich auf und erstarb gleich
wieder im trüben Dunkel, das voll war von unfaßbarem Beben,
unfertigen Bewegungen, beunruhigendem Zittern, ersterbendem
Flüstern, verglimmendem Schillern und einer kauernden, fröstelnden
Angst.
Der Tisch riß sich wieder unter den Händen los, stieß die Sitzenden
auseinander, erhob sich gewaltsam und fiel mit lautem
Gepolter auf seinen Platz zurück . . . Die Kette der Hände wurde
unterbrochen, Schreie wurden laut, jemand sprang seitwärts, zum
Licht.
„Still! . . . Auf die Plätze! . . . Still!“ ertönte eine befehlende
Stimme.
Die Hände verflochten sich wieder zu einer unzerreißbaren Kette,
alle verstummten plötzlich, doch niemandmehr vermochte das
nervöse Zittern zu unterdrücken, die Hände bebten, die Herzen
pochten, und die Seelen durchwehte ein Sturm heiliger Angst;
man neigte sich über den Tisch, wie über ein unerklärliches, geheimnisvolles
Wesen, dessen kleinste Bewegung ein sichtbares,
lebendiges Wunder wäre.
Yoe, der den Vorsitz führte, begann ein Gebet zu flüstern, und
nach seinemBeispiel begannen siemit bebenden Lippen dieWorte
nachzusprechen, immer schneller, immer stärker, daß das Dunkel
erfüllt wurde von leidenschaftlichem, gleichsamaus demHerzen,
aus der Tiefe verblendeter Seelen gerissenem Geflüster . . .
Glühend waren ihre Worte in ihrem Verlangen, ihrer Sehnsucht
nach dem Wunder.
Plötzlich ertönten aus dem anderen Zimmer oder aus irgendeiner
Tiefe hervor die gedämpften Klänge eines Harmoniums. Das
Jammern erstarb in den gepreßten Kehlen, die Seelen verfielen
in traumhafte Schauer, wie vor dem Tode; denn niemand hatte
diese Musik erwartet, niemand wußte, woher diese Töne kämen,
niemand war sich klar darüber, ob das wirkliche, lebendige Töne
wären, oder nur eine süße Täuschung.
Sie sanken mit der Brust auf den Tisch, denn niemand mehr
hatte Kraft, sie hielten sich krampfhaft an den Händen, hatten
Angst davor, einander loszulassen, hatten Angst, in die Einsamkeit
zu versinken . . . sie drängten sich mit den Schultern fester aneinander
und vertieften sich zusammengedrängt, zitternd in diese
wundersamen Töne, die wie ein liebkosender Wind über die Saiten
einer unsichtbaren Harfe dahinglitten.
Und so sehr vergaßen sie alles, daß niemand wußte, ob dies
nun Wirklichkeit oder nur ein zauberschöner Traum wäre.
Und dieMusik füllte das Dunkel mit dem Opferbeben eines inbrünstigen
Gebetes, mit dem Tau silberheller Töne, dem Hauch
einer so süßen Melodie, daß die Seelen in seligkeittrunkne Träume
versanken, gleich den Blumen in einer Mondnacht.
Und die Musik ließ ein feierliches, gewaltiges, weithinschallendes
Lied ertönen, als sänge die ganze Welt.
Und mit dem Schrei der Seele, die im Weltall irrt, schluchzte
sie traurig.
Und sie erhob sich höher, – bis zu den Hymnen seliger Verzückung
und in die Fernen einer Sehnsucht, als wäre sie die Emanation
eines neuen Seins, das aus dem Geheimnis und der Sehnsucht
geboren wird.
Noch waren die Menschen im Banne der Töne, noch wiegten
sich die Seelen im Rhythmus der leise ersterbenden Klänge, als
die Tür des Vorzimmers weit aufging, ein breiter Lichtstreifen
über den Fußboden fiel und auf der Schwelle eine hohe leuchtende
Gestalt erschien.
Sie sprangen von ihren Plätzen empor, doch ehe noch einer zu
schreien vermochte, bewegte sich jene Gestalt und schritt langsam
über den Lichtstreifen daher. Sie ging steif und schwer, mit
ausgestreckten Armen, jeden Augenblick stehenbleibend und sich
leicht wiegend.
Die Tür schloß sich ohne Geräusch, und wieder herrschte tiefes
Dunkel.
„Wer bist du?“ so erzitterte eine gepreßte Frage.
„Daisy,“ erklang ein Flüstern, das nichts Körperliches mehr an
sich hatte.
„Wirst du lange bei uns verweilen?“
„Nein . . . Nein.“
„Wo ist dein Körper?“
„Dort . . . Im Zimmer . . . Ich schlafe . . . Du riefst . . .
Ich kam . . . Guru . . .“
Das Flüstern verwirrte sich und wurde so leise, daß nur klanglose
abgerissene Töne in der Dunkelheit wisperten . . .
Mr. Yoe drückte auf den Knopf, und das ganze Zimmer wurde
von elektrischem Licht überflutet.
„Daisy!“ schrie einer, ihr nachstürzend, blieb aber plötzlich
stehen, wie vom Blitz getroffen, denn sie hatte ihm ihr blindes
Gesicht zugewendet und versuchte etwas zu sagen, ihre Lippen
bewegten sich.
„Nein, nein, Daisy . . . Dieselbe und doch fremd, eine andere
zugleich.“ Er neigte sich verwundert vor und umfing mit lauerndem,
ängstlichem Blick ihr Gesicht und ihre ganze Gestalt . . .
„Dasselbe Gesicht, und doch die Züge anders, fremd . . .
Fremd . . . Daisy! Nein . . . Nein . . .“ schrie es in ihm; das Erstaunen
und die Erinnerung verflochten sich in seinem Hirn mit
dem Blitzen des Wahnsinns, der Angst und eines grauenhaften
Entsetzens.
Er verstand nichts, er konnte diesen wunderlichen Wechsel
nicht verstehen, es schien ihm, daß er tief träume, daß ein Spiegelbild
Daisys vor ihm stehe und bald zerfließen würde, verschwinden
wie eine Erscheinung, sofort . . . Er schloß die Augen
und öffnete sie gleich wieder, aber Daisy stand an der alten Stelle,
sie war da, er sah sie in den kleinsten Einzelheiten: da wich
er plötzlich zurück, denn sie schaute ihn mit einem traurigen, abgrundtiefen,
fremden Blick an, der so schrecklich war, daß er tief,
auf den tiefsten Grund der Angst, hinabstürzte.
Alle standen in der gleichen eisigen Erstarrung da.
Mr. Yoe aber näherte sich Daisy ängstlich und berührte mit den
Fingern ihre Augenlider, – sie zuckten heftig und sanken dann
schlaff herab. Dann berührte er der Reihe nach ihre Schläfen, ihre
Hände, ihre Arme, machte einige Striche über ihrem Kopfe, trat
zurück und sagte befehlend: „Komm!“
Sie rührte sich nicht von der Stelle.
„Komm!“ rief er fester, langsam zurückweichend, doch ohne
seinen Blick von ihr zu lassen . . .
Sie zuckte plötzlich und begann, als koste es sie viel Mühe,
sich von dem Fußboden loszureißen, ihm nachzugleiten, mit steifen
automatischen Bewegungen, in die Tiefe des benachbarten
Zimmers hinein, das hell erleuchtet war . . . Niemand hatte sich
während dieser Zeit bewegt, noch lauter geseufzt, noch auch nur
gezuckt; alle Augen folgten ihr.
Mr. Yoe nahm sie bei der Hand und führte sie zu einem großen
Sofa, das mitten im Zimmer stand; auf dieses fiel sie kraftlos hin.
„Kannst du sprechen?“ fragte er und neigte sich über sie.
„Ich kann . . .“
„Bist du Daisy selbst?“
„Frage nicht . . . !“
„Stört vielleicht jemand von uns?“
„Nein . . . Nein . . . Was könnte den Willen des ‚A‘ stören!“
sagte sie.
Sie sprach mit einer Stimme, die nicht ihre Stimme war, sondern
fremd war und manchmal, als käme sie aus einem Grammophon,
wie die Stimme einer Leiche; sie drang mit leblosem
Geflüster direkt aus der Kehle hervor, denn Daisy bewegte ihre
Lippen nicht, noch irgendeinen Muskel ihres Gesichts.
„Also dürfen alle im Zimmer bleiben?“ fragte Mr. Yoe wieder.
Sie antwortete nicht, sondern machte eine ungeduldige Bewegung,
wahrend sie die schweren Lider hob, so daß das Weiße der
Augäpfel sichtbar wurde; ein Lächeln huschte über ihr kreidebleiches
Gesicht, sie streckte ihre Hand in die Leere, als wollte
sie irgendeinen Unsichtbaren begrüßen, und begann etwas halblaut
zu flüstern.
Mr. Yoe horchte aufmerksam, doch vergebens bemühte er sich,
etwas zu verstehen, – sie sprach in einer ganz fremden Sprache.
„Was sprichst du?“ sagte er nach einer Weile, seine Hand auf
ihre Stirn legend.
„Sarwatassida!“
„Der Mahatma?“
„Der, welcher ist, welcher alles ausfüllt, welcher ist das ‚A‘,
mein Geist . . .“
„Will er durch dich sprechen?“
„Quäle mich nicht . . .“
„Wird heute etwas geschehen? Die Brüder sind versammelt,
sie warten in Angst, harren flehend auf ein Zeichen, ein Wunder
. . .“
„Keiner der Leibbehafteten ist eines Wunders würdig!
Keiner . . . !“ dröhnte eine starke, gewaltige, männliche Stimme,
die so laut war, als käme sie aus einer ehernen Posaune.
Yoe wich entsetzt zurück, ließ seine Augen ringsumher schweifen,
doch im Zimmer war niemand; Daisy lag starr da, ohne sich
zu bewegen, die Lichter brannten hell, und die ganze Gruppe der
Versammelten stand im andern Zimmer, ihm gegenüber.
„Er soll spielen, er!“ flüsterte sie und erhob sich und wies auf
Zenon, doch fiel sie gleich wieder nach hinten zurück, ausgestreckt,
steif, und so blieb sie liegen.
Vergebens bemühte sich Yoe, sie zum Sprechen zu zwingen,
– sie lag leblos da wie eine Leiche; ihre Hände waren kalt, ihr
Gesicht mit eisigem Schweiße bedeckt.
„Eine vollständige Katalepsie, ich verstehe nichts mehr“ flüsterte
er ängstlich.
„Was werden wir anfangen?“ fragte einer.
„Wir wollen beten und warten.“
„Ist das wirklich Daisy?“ fragte Zenon.
„Daisy . . . Ich weiß nicht, es kann sein . . . Aber ich weiß nicht.“
Die Tür des runden Zimmers, wo sie lag, schlug mit heftigem
Krachen zu.
„Setzen, Ruhe . . . Wir fangen an! . . .“
Zenon setzte sich an das Harmonium, das in einer tiefen Nische
rechts stand, gegenüber den Fenstern, und begann leise zu
spielen.
Da erloschen plötzlich die Lichter, sie flimmerten noch eine
Weile, aber dann glänzte nur noch die kristallene Kugel in einem
grünlichen zitternden Licht.
Sie setzten sich an die Wand, einer neben den andern, doch
jetzt bildeten sie keine Kette mehr.
Zenon spielte eine erhebende Hymne; die gedämpften Töne
klangen in einen süßen Choral zusammen, der aus weiter Ferne
zu kommen schien, als flösse er von dem Grunde unendlich tiefer
Meere empor; dann verrann er im undurchdringlichen Dunkel.
Yoe aber kniete hin und begann halblaut zu beten, eine Weile
hörte man das Rücken der Stühle, das Knarren der Diele, es waren
wohl alle hingekniet, denn das Flüstern der betenden Stimmen
wurde lauter, glühender und hörte sich an wie strömender
Regen, es schien die ergreifenden Wellen der Musik zu begleiten.
Zenon spielte immer leiser, die Klänge erstarben langsam, verstummten
und fielen schwer herab wie erstarrte Perlen, so daß nur
vereinzelte Akkorde, gleich verlorenen Seufzern, durch die Stille
irrten, dann wieder zurückkehrten und hartnäckig schluchzten, –
ergreifend.
Nach einer langen Weile toten Schweigens erhoben sie sich
wieder, wie ein Schrei in der Wüste, – ein plötzlicher, durchdringender,
schrecklicher Schrei.
Und wieder sank Grabesstille herab, aus der sich hin und wieder
irre, einsam schluchzende Akkorde herausrissen . . . Das Gebet
verstummte, doch diese monotone Stimme erhob sich jeden
Augenblick, wurde leiser . . . starb . . . und kam wieder . . . und
klagte wieder . . . wieder irrte sie umher; ein Schauer ließ alle erzittern,
denn die Stimme war wie Verzweiflung, wie der Schrei
von Menschen, die in einen Abgrund stürzen.
Yoe konnte sich nicht mehr beherrschen und drehte das Licht
an.
Zenon saß wie leblos da, seine Augen waren geschlossen, sein
Kopf war auf die Lehne des Stuhles gebeugt, die rechte Hand lag
regungslos auf dem Knie, und die linke bewegte er mechanisch,
ab und zu eine Taste anschlagend . . .
„Er ist in Trance,“ flüsterte Yoe, das Licht wieder abdrehend.
Im Zimmer wurde es geradezu schrecklich, sie saßen schweigend
wie in einem Grabe, zusammengekauert unter der schmerzhaften
Anspannung der Angst und der Erwartung, ihre Augen irrten im
Dunkel umher und klammerten sich an das eine Flämmchen, wie
an die Erlösung.
Eine merkwürdige Kühle wehte von den Wänden, so daß alle,
trotzdem sie durch die Erregung erhitzt waren, vor Kälte zitterten.
Die Stille war nicht mehr zu ertragen, und dieser immer wiederkehrende
monotone Akkord durchrieselte sie mit immer glühenderer
Qual.
Plötzlich schien im Dunkel etwas zu werden. Zuerst begannen
die Schiefertafeln, die auf dem Tische lagen, sich zu erheben und
wieder zu fallen, als werfe sie jemand in die Luft; schließlich
schlugen sie gegen die Decke an, und die zerschlagenen Scherben
stürzten klirrend auf den Fußboden.
Nach einerWeile begannen sich im Dunkel unzählige zitternde
Funken zu verstreuen, die jedoch so klein, so winzig waren, daß
sie phosphoreszierendem Moder glichen; sie fielen als glänzender
Tau herab, glitten an den Wänden herunter, wurden langsam
dichter und leuchteten immer stärker, während sie das Zimmer
mit einer leuchtenden, flackerndenWolke erfüllten, wie mit bläulich
glänzendem Schnee, der ohne Geräusch in großen flaumigen
Flocken zur Erde fällt.
„Om!“ so erdröhnte durch die Stille eine helle, kristallene Stimme,
und sie neigten ihre Köpfe und begannen im Chor voll scheuer
Demut und Rührung mit gedämpften Stimmen flehend zu stöhnen:
„Om! Om! Om!“ Der Funkenregen wurde noch stärker, das
Zimmer sah jetzt einer dunkelblauen Grotte gleich, durch die ein
Strom von Sternstäubchen fließt, – so leuchtend, daß die Wände,
die Türen, die Bilder, die Möbel und die fahlen, verängsteten
Gesichter deutlicher zu sehen waren durch dieses zitternde, unaufhörlich
niedersinkende Gewebe von Funken. Die nebelhaften
Umrisse einer Gestalt, ein leuchtendes Trugbild, ein Gespenst aus
Licht gewebt erschien plötzlich in der Tür des Zimmers, wo die
Eingeschläferte lag.
„Om! Om!“ flüsterten alle immer leiser, während sie an die
Wand zurückwichen; und an diese gedrängt, erstarrten sie in heiligem
Grauen.
Die Erscheinung hob sich, wie eine Blume aus zerstobenen
Flammen, in die Höhe; es war, als sei sie aus dem Licht emporgestiegen,
aus dem sich immerfort die Umrisse einer menschlichen
Gestalt bildeten, um wieder in unzählige Funken zu zerstieben.
Der Funkenregen erlosch, das Zimmer wurde finster, nur die
Erscheinung erhob sich langsam, in einer stark leuchtenden, gelblichen
Wolke, bewegte sich einige Fuß über der Erde, wurde zuweilen
in ihrer menschlichen Gestalt so deutlich, daß man genau
das Gesicht einer Frau sehen konnte, von langen Haaren umrahmt,
die Umrisse der Schultern und der ganzen Gestalt; und für
ganz, ganz kurze Augenblicke schimmerte auch ein bläuliches,
von Flammen erleuchtetes Kleid, doch war es nicht möglich, die
Züge zu erkennen, denn dieses immer nur Augenblicke währende
Zusammenschießen des Lichts, dieser blendende Lichtstoff, aus
dem sie bestand, diese leuchtenden toten Zuckungen vermischten
sich immer wieder, verschwammen wie in einem Strudel, so daß
aller Augenblicke die Umrisse sich in leuchtenden Staub auflösten
und wieder von neuem hervortraten.
Für eine längere Weile wurde die Erscheinung zu einer vollkommenen
menschlichen Gestalt, sie rückte so nahe heran, daß
ein wahnsinniger Schreck gleich einem Blitzstrahl in die Versammelten
fuhr, sie glitt dicht vor ihnen dahin, während sie mit ihrem
entsetzlichen Antlitz näher kam; ein blindes Antlitz, ohne Züge,
wie eine Kugel, nur grob behauen, mit schwarzen Löchern, eine
Larve, ähnlich einem nebligen Funkenknäuel, – die Fratze eines
quälenden Traumes und des Entsetzens.
Sie huschte von einem zum anderen, mit leeren Augenhöhlen
in ihre erstorbenen, vor Angst erkalteten Augen starrend; und
glatte, feuchte Hände, wie aus erwärmten Kautschuk, schreckliche
Hände, die Leichenhände eines unsagbaren Entsetzens berührten
alle Gesichter.
Jemand seufzte schwer auf, wie in einem quälenden Traume,
und die Erscheinung zerfloß in demselben Augenblick zu einem
schimmernden Nebelschwaden.
Doch ehe die Versammelten sich noch von diesem Schrecken
erholt hatten, erschien sie wieder in der Nische neben Zenon.
„Daisy!“ schrie Yoe, ohne es zu wissen.
Alle übrigen hatten sie gleichfalls erkannt; ja, sie stand dort,
man konnte es genau sehen; jeder Zug ihres Gesichtes trat scharf
hervor in dieser wunderbaren Helligkeit, die sie selbst ausstrahlte,
jede Einzelheit ihrer Gestalt, sogar die Farbe ihrer Haare, die
ihnen so gut bekannt war. Sie waren der tiefsten Überzeugung,
sie selbst stehe dort in dem sanften Lichte der Ausstrahlungen,
wie in einer lichten Wolke.
Sie neigte sich über den Schlafenden, als wolle sie ihm etwas
ins Ohr flüstern, und er erhob sich und reichte ihr mit einem nicht
inWorte zu kleidenden Lächeln die Hand; und plötzlich zerfiel er
wie ein vom Blitzstrahl gespaltener Baum in zwei Personen . . . Er
saß in der früheren Haltung, den Kopf auf die Lehne des Stuhles
gesenkt, und stand zugleich in zweiter Person gebückt vor ihr.
Ein Schrei der Verblüffung entfuhr allen, erstarb aber sofort,
denn plötzlich ging die Tür des runden Zimmers auf, und man
erblickte Daisy, die auf dem Sofa lag. Ihre beiden Körper lagen
in tiefem Schlafe, und gleichzeitig bewegten sich gerade vor ihnen
in der Dunkelheit zwei Erscheinungen, zwei Gespenster oder
zwei Seelen, in sichtbare Gestalt gehüllt, von Licht überflutet, –
Spiegelbilder gleichsam von Daisy und Zenon.
Wie lange das währte? . . . Einen Augenblick, oder eine Ewigkeit
. . . Das wußte niemand, niemand dachte darüber nach, niemand
konnte es verstehen.
In heilige Verzückung verfielen die Seelen, und alle knieten sie
da im heiligen Grauen des Wunders . . .
In diesem heiligen Augenblick der Gnade hatte Isis den Saum
des Vorhangs vor denen gelüftet, die nach dem Lichte verlangten,
die Träume wurden mehr denn Wirklichkeit, denn sie wurden
zu einemWunder, einem unverständlichen, geheimnisvollen,
aber einem Wunder, das mit lebendigen Augen gesehen wurde.
Alle fühlten sich am Rande des Unerkennbaren hängend, wie
in den Tiefen des Werdens selbst und eines nie gedachten Seins
und jener Dinge, die der Menschen blinde Augen nie verstehen
werden.
Versunken war jede Erinnerung des Erdenlebens, aller Erdenstaub
war von den Seelen gewichen, jeder Gedanke zu Asche
verbrannt, so daß sie einzig und allein im Keime des Seins selbst
verblieben, vor dem sich alle Geheimnisse enthüllen; denn, siehe,
dort, einige Schritte von ihnen entfernt, schwebten zwei leuchtende
Gestalten, und das unfaßbare Wunder währte . . . Die Schatten
zeichneten Umrisse, bildeten einen Rahmen, in dem die Lichterscheinungen
um so deutlicher strahlten, wie Säulen von erstorbenen
Funken, die sich von Ort zu Ort bewegten, ohne jedes Geräusch
und in solchem Schweigen, daß alle das beschleunigte
Schlagen ihrer eignen Herzen hörten.
Langsam, in einem ungreifbaren Augenblick, begannen die Visionen
zu erblassen, zu erlöschen, unsichtbar zu werden, wurden
sie von der Dunkelheit aufgesogen; die Köpfe nur blieben etwas
länger sichtbar, wie Lichtblumen, von Schattenwellen geschaukelt,
stets waren sie beieinander; mit zögernden, zitternden Bewegungen
fortwallend, verschwanden sie auf Augenblicke in zerstiebenden
Lichtgarben und tauchten wieder auf, aber jetzt schon
blasser, verschwindender, durchsichtiger, nebligen Gestalten auf
Glasbildern vergleichbar; noch leuchteten die Augen mit der früheren
Kraft, dem früheren Leben, doch schon verschwammen die
Züge, schon erstarb die menschliche Gestalt, – bis auch die Blicke
getrübt erloschen, als wären sie plötzlich in den Nebel untergetaucht;
dann verschwanden sie, lösten sich in weißliche Stäubchen
auf, die langsam erblichen.
Alles war zu Ende, wieder umfing die Menschen Nacht und
Schweigen, doch niemand rührte sich von seinem Platze, die ohnmächtigen
Herzen schlugen kaum, die Gedanken schleppten sich
träge und ungern fort, erhoben sich wie aus der Lethargie der
Verzückung und des Zaubers.
Ach, wieder das Leben, wieder die dumme Wirklichkeit, wieder
derselbe Alltag, der Tag der nie endenwollenden Qual und
der Sehnsucht, – wieder! . . .
Das dumpfe, ferne Brausen der Stadt schlug mit eintönigem
Geräusch an die Fenster, der Regen trommelte an die Scheiben,
und das Flämmchen in der Kristallkugel flackerte mit seinem
grünlichen, geheimnisvollen Auge, wie die nie zu ergründende
Sehnsucht, wie die Erinnerung an vergangene, nie wiederkehrende
Dinge.
Erst nach geraumer Zeit hatte Yoe sich wieder in der Gewalt
und machte Licht.
Die Tür zum runden Zimmer war geschlossen, Zenon aber saß
eingeschläfert an seinem alten Platze vor dem Harmonium.
„Man sollte ihn wecken, – es wird ihn zu sehr erschöpfen.“
Doch ehe man dies getan, wachte er von selbst auf und erhob
sich.
„Mir scheint, daß ich geschlafen habe,“ flüsterte er, seine Augen
reibend.
„Du bist gleich eingeschlafen.“
„Nein –, ich spielte doch etwas; mir scheint: Bach.“
„Du spieltest auch später.“
„Im Traum?“
„Du warst in Trance.“
„Und ich spielte! Richtig, ich erinnere mich an eine Melodie
. . . Sofort . . . Ich kann sie nicht festhalten . . . In meiner Erinnerung
jagen sich irgendwelche versprengte Töne, – aber das
ist doch merkwürdig, noch nie bin ich in einen derartigen Traum
verfallen . . .“
„Erinnerst du dich an nichts mehr als an diese Melodie?“
„Nein, – und Daisy? . . .“
„Sie schläft noch . . .“
Zenon öffnete die Tür zum runden Zimmer und stand ganz verblüfft
da.
„Aber da ist sie ja . . . Ich schlief doch nicht. Was redet ihr mir
ein? Vor einem Augenblick sprach ich noch mit ihr . . .Wir gingen
zusammen durch einen Park . . . Ja . . . Ich erinnere mich . . . Blaue
Bäume . . . sagte sie . . . Sofort . . . Wo war das . . .“
Er schaute sich plötzlich ängstlich um.
Alle standen sie da und starrten ihn an, neugierig und schweigend.
„Es ist etwas mit mir geschehen, woran ich mich nicht mehr
erinnern kann . . . Ich habe so merkwürdiges Kopfweh.“
Er wankte, daß Yoe ihn umfassen und auf einen Stuhl setzen
mußte.
Lange saß er unbeweglich, in sich versunken, als schaue er in
weite, unsichtbare Fernen, voll von Traumvisionen, deren man
sich nicht mehr erinnern kann, und bemühte sich vergebens, auch
nur ein Bild zusammenzusetzen, auch nur einen Gedanken herauszuschälen
aus diesen wirr umherflatternden Fetzen unter seiner
Schädeldecke; er versank im immer dichteren Nebel des Vergessens;
der Rest der blassen, verschwindenden Erinnerung zerstob,
als er ihn fassen wollte, diese letzten Strahlen erloschen, es
blieb nur eine dumpfe, schmerzliche Sehnsucht nach dem, was
versunken war in ungekannte Tiefen, so daß er die Augen weit
öffnete, als wäre er von neuem erwacht, dann alle anschaute und
aufstand.
„Ich bin so merkwürdig müde und erschöpft, daß ich mich
kaum auf den Beinen zu halten vermag,“ klagte er traurig.
„Geh, leg dich schlafen,“ flüsterte ihm Yoe zu.
„Wahrhaftig, das wird das beste sein.“
„Ich will dich nach deiner Wohnung begleiten.“
„Ja, aber ich werde doch nicht auf der Treppe einschlafen.“
Er lachte fröhlich auf und ging ins Vorzimmer hinaus; doch als
er schon im Begriff war, auf den Flur hinauszugehen, kehrte er
um und fragte leise:
„Schläft Daisy noch?“
„Sie schläft, doch ich will sie sofort wecken gehen.“
„Ist die Seance gelungen?“
„Außerordentlich; morgen werde ich dir die Einzelheiten erzählen.“
„Aber warum bin ich eingeschlafen? Ich kann mir das nicht
verzeihen.“
Er ging langsam die Treppen herunter, ganz automatisch, beinahe,
als wüßte er nichts davon; dann im ersten Stockwerk blieb
er stehen, schaute sich aufmerksam um und erwachte gleichsam
zum dritten Male . . .
Er erinnerte sich plötzlich, daß er auf einer Seance gewesen
war, und daß er gespielt hatte.
Er schüttelte sich, ein eisiger Schauer ging ihmdurch und durch,
er fühlte sich unsagbar müde und merkwürdig schmerzlich beunruhigt,
irgendeine Melodie begann sich in seinem Gedächtnis zu
spinnen, so daß er anfing, sie leise vor sich hinzusummen.
Der Korridor war breit, mit einem roten Teppich belegt, still
und vollständig leer, doch hell erleuchtet, denn eine Reihe von
Opalblumen an der Decke verbreitete elektrisches Licht; die wei-
ßen Wände, die nur hier und da von Türen unterbrochen wurden,
zogen sich in langer, eintöniger Linie dahin, voll Langeweile.
Irgendwo schlug eine Uhr langsam die Stunde an.
„Schon sieben! Ganze zwei Stunden hat die Seance gedauert,“
flüsterte er verwundert und erhob die Augen, um es auf der Uhr
festzustellen; doch da er eine Dame sah, die vom anderen Ende
des Flurs kam, ging er ihr schneller entgegen, – ehe er sie noch
erreicht hatte, blieb er wie versteinert stehen.
„Daisy?“ schrie er, an die Wand zurückweichend. Miß Daisy
ging vorbei und grüßte ihn mit einer leichten Neigung des Kopfes,
höflich und etwas erhaben wie immer; ein kleiner Groom folgte
ihr mit einer großen Schachtel in der Hand. Er stand eineWeile
mit geschlossenen Augen da, überzeugt, es sei dies eine Einbildung
oder Halluzination; denn wie wäre etwas anderes möglich
gewesen? Vor einer Weile hatte er sie dort schlafend in jenem
Zimmer verlassen, wo die Seance stattfand, er hatte sie mit seinen
eigenen Augen gesehen, er erinnerte sich dessen . . . Und sie
sollte jetzt hier sein, zum Ausgehen gekleidet, von der entgegengesetzten
Seite kommend . . . Nein, das war eine Halluzination.
Er öffnete plötzlich die Augen. Miß Daisy war schon am Ende
des Korridors und bog gerade zur Haupttreppe ab.
Mit einem übermenschlichen Sprunge war er plötzlich dort
und sah, auf die Brüstung gestützt, wie sie die breiten Stufen hinunterging
. . .
Sie ging langsam, die Schleppe des Kleides schleifte über die
breiten Marmorstufen, ein resedafarbener pelzverbrämter Mantel
hüllte ihre hohe, schlanke Gestalt ein, die hellen Haare fielen in
einzelnen, wirren Strähnen unter einem großen schwarzen Hut
hervor . . . Er sah diese Einzelheiten genau, er hörte jeden ihrer
Schritte . . . fühlte jede ihrer Bewegungen.
Und an der Biegung zum Vorflur wendete sie ihren Kopf, ihre
Blicke kreuzten sich wie Blitze, schlugen zusammen und stoben
wieder auseinander, so daß er ganz unbewußt in den Schatten zurückwich
. . . Doch er hörte ihre Stimme . . . das Zuschlagen der
Tür . . . ihre Schritte auf den Fliesen im Flur . . . das dumpfe Getrappel
der Pferde auf dem Asphalt der Einfahrt . . . das gleitende
Geräusch des fortrollenden Wagens . . .
„Wer ist hier gerade fortgefahren?“ fragte er nach einer Weile
den Pförtner.
„Miß Daisy!“
Er entgegnete schon nichts mehr, denn er spürte plötzlich, daß
ihn eine schwere, unbezwingbare Schlafsucht befallen hatte. Er
kehrte zum ersten Stock zurück und fand mechanisch seineWohnung;
lange irrte er darin umher und stieß fortwährend an dieMöbel
an, lange tastete er umher, ohne zu wissen, was er tun wolle,
was mit ihm geschehen wäre, wo er sei . . .
Er sank auf einen Stuhl und blieb unbeweglich, steif vor Entsetzen,
hatte er sie doch wieder beide zugleich gesehen, jene, die
auf dem Sofa schlief, und diese hier, wie sie die Treppen hinunterging
. . . Mit einer letzten bewußten Bewegung drehte er das
Licht an und schellte.
Das Zimmermädchen trat ein.
„Ist Miß Daisy schon wieder da?“ fragte er nach langem
Schweigen, nun völlig bei Bewußtsein.
„Die Miß ist erst vor einem Augenblick ausgefahren.“
„Aber ist sie schon lange vor dieser Ausfahrt zurückgewesen?“
„Sie ist nirgends gewesen, – sie hatte sich gegen Abend hingelegt
und geschlafen. Ich habe sie vor kurzer Zeit selbst geweckt.“
„Sie hat geschlafen und ist nicht fortgewesen . . . nirgends?“
„Ja, ganz bestimmt nicht . . .“
„Sie war im zweiten Stock bei Mr. Yoe.“
„Nein, ich versichere Ihnen, daß sie nicht fortgewesen ist.“
„Das ist nicht wahr!“ schrie er in einem plötzlichen Wutanfall.
„Aber sicher, ganz sicher,“ flüsterte sie verwundert und wich
vor seinem irren Blick und seinem ganz veränderten Gesicht zurück.
„Ich muß krank sein, ich habe offenbar Fieber,“ sagte er laut
und sah sich mißtrauisch im Zimmer um; doch es war niemand
da, das Mädchen war fortgelaufen, alle Türen standen offen.
In allen Zimmern brannten die Lichter, die Möbel standen in
rohen, wuchtigen Umrissen da, die Spiegel funkelten wie strahlende,
leere Augen, die Blumen in den Vasen prangten in ruhigen
Farben, die schweren Vorhänge verhüllten die Fenster, und von
den Wänden schauten einige düstere Porträts hernieder.
Alles dies kannte er, er erkannte es, erinnerte sich daran . . .
Er fühlte, daß er bei sich in seiner Wohnung war, und doch . . .
und doch . . . Durch diese Möbel und Wände, durch diese Spiegel
und Blumen lugten die Umrisse der Erinnerung heraus, die nebelhaften
Umrisse irgendwelcher anderer Dinge, von Dingen, deren
er sich auf keine Art entsinnen konnte, und die doch irgendwo
existierten . . . von Dingen, die in zarten Schatten, in unfaßbaren
Visionen auferstanden . . .
„Ich verstehe nichts . . . gar nichts!“ rief er und vergrub seinen
Kopf in den Händen.