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Belletristik
Buch Leseprobe Der Säuberer, Viola Lyskander
Viola Lyskander

Der Säuberer



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Der Säuberer


 


Hier im obersten Stock des Mandarin Oriental Hamburg lagen die Suiten.


Hier war es teuer.


Richtig teuer.


So teuer, dass demjenigen, der hier residierte, die Zahlung von 8000 Euro für das Armband, das sie gerade im Begriff war zu überbringen, nicht sonderlich schmerzen dürfte.


Es war so gediegen, dass Astrin jetzt regelrecht erschrak als sich jetzt auf der rechten Seite eine Tür öffnete und ein Mann heraustrat.


Auf den ersten Blick wirkte er elegant.


Auf den zweiten Blick derangiert.


Sein Nadelstreifenanzug saß schlecht.


Von der rechten Seite seines Hemdes war Stoff aus dem Bund seiner schwarzen Hose gerutscht. Aus der Tasche lugte der Zipfel eines Stofftaschentuches, nahm Astrin erstaunt zur Kenntnis.


Rasch zog er die Tür hinter sich zu.


Dann fiel sein Blick auf sie.


Er hatte große dunkelblaue Kinderaugen.


Kleine Fältchen, die sich in seinen Augenwinkel kringelten, verrieten sein nicht mehr so jugendliches Alter.


„Los, verschwinden Sie! Hauen Sie ab!“ zischte er ihr eindringlich zu während er den Flur überquerte, Richtung des Treppenhauses.


Er zog die Tür auf und verschwand im Flur.


Leise klappte die Tür hinter ihm zu.


Astrin öffnete den Mund. Schloss ihn wieder.


Der Mann war längst weg.


Verwundert, mehr noch irritiert, sah sie ihm noch einen langen Moment hinterher bevor sie sich der Tür rechts zuwandte, prüfend auf das kleine Glasschild rechts an der Wand sah.


′ Suite 7b′.


Genau hier residierte ihr Kunde.


Was hatte diese eher zwielichtige Gestalt von ihm gewollt?


Im Geschäft, beim Aussuchen des Geschenkes, hatte Herr Reddigmann einen sehr ehrbaren Eindruck gemacht.


Aber das ging sie ja auch gar nichts an, ihre Dienstleistung lebte von der Verschwiegenheit.


Astrin klingelte.


Nur einen Moment später öffnete der zur Suite gehörige Butler die Tür.


Ein junger Bursche namens Max, laut des Namensschildes an seiner dunkelroten Weste.


Er war vielleicht Mitte Zwanzig.


„Guten Tag. Was kann ich für Sie tun?“


Er deutete eine leichte Verbeugung an.


„Guten Tag.“ erwiderte Astrin.


„Ich möchte das hier für Herrn Reddigmann abgeben. Er hatte das bei uns ausgesucht!“


Max nickte verstehend.


„Möchten Sie es nur abgeben?“


„Ich würde es ihm lieber selbst geben!“ entgegnete Astrin.


„Sehr gerne!“ gab Max zurück und gab die Tür frei.


„Bitte, kommen Sie herein!“


„Danke.“


Astrin betrat den kleinen Flur.


Er wirkte fast steril, so sauber war er.


Unpersönlich trotz des edlen Holzschrankes mit den Glasscheiben rechts und dem Spiegel mit dem dicken Goldrahmen links neben der kleinen Garderobe.


Cremefarbene Fliesen auf dem Boden, eine dicke Stofftapete an den Wänden mit einem ganz feinen Muster aus hauchdünnen silbernen Zweigen.


Die Türrahmen und Türen waren aus demselben dunklen Holz wie der Schrank.


Alles wirkte sehr unpersönlich weil Astrin wusste, dass das nicht Herrn Reddingmann gehörte, nicht seinem Geschmack entsprach.


Max hatte die doppelflügelige Tür des angrenzenden Raumes hinter sich geschlossen.


Astrin horchte auf als sie jetzt ein merkwürdiges Geräusch dahinter hörte.


Sie sah zur Tür.


Nur einen Moment später wurde sie aufgerissen und Max stürzte heraus.


Mit seinem Smartphone am Ohr.


Sein Gesicht war kreideweiß.


„Ja … Suite Sieben be … den Hausdetektiv … ja schnell!“


Dicke Schweißperlen standen auf seiner Stirn.


Er ließ das Smartphone sinken und sah sie an, mit weit aufgerissenen Augen.


„Was ist?“ erkundigte sich Astrin besorgt.


So entsetzt wie Max wirkte nur jemand, der Schreckliches gesehen hatte!


 


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