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> Belletristik > Der Parzival-Code u.d. Externsteine
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Belletristik Bücher
Buch Leseprobe Der Parzival-Code u.d. Externsteine, Achim Köppen und Horst Burger
Achim Köppen und Horst Burger

Der Parzival-Code u.d. Externsteine


Die Suche nach der Gralsreliquie

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Ende September 1187, zwei Tagesreisen nordwestlich von Jerusalem, kurz vor Sonnenuntergang


 


Die zwei Templer richteten ihr Nachtlager her. Bisher war ihre Reise ohne größere Zwischenfälle verlaufen. In ihrer Verkleidung als Kaufleute kamen sie fast unbemerkt auf der Straße nach Akkon voran. Ihnen waren zwar einige Male berittene Stoßtrupps von Saladin begegnet, aber die Sarazenen hatten sie nicht ein einziges Mal kontrolliert. Ihre Aufmachung als harmlose Kaufleute schien nahezu perfekt zu sein. Bis auf eine einziges Mal, wo De Brion glaubte, einen der Muslime schon irgendwo einmal gesehen zu haben.
„Ihr hattet recht, De Brion, diese Heiden haben uns bisher nicht erkannt. In knapp einer Woche werden wir in Akkon sein."
„Frohlockt nicht zu früh, Philipp, noch sind wir nicht dort angelangt. Diese Truppe, die uns heute Mittag begegnet ist, gibt mir zu denken. Ich glaube, dass mir der Anführer von ihnen schon irgendwo einmal über den Weg gelaufen ist. Ich kann mich nur nicht daran erinnern, wo es war."
„Ihr seht das alles zu schwarz, Edgar. Ruht euch lieber aus. Die letzten Tage waren ziemlich anstrengend, und der morgige Tag wird es bestimmt auch wieder. Ich übernehme die erste Wache."
De Brion nickte müde:
„Ja, wahrscheinlich stimmt das auch, Philipp. Gute Nacht."
Er legte sich nieder, schlug sich die Decke über den Kopf und war kurz darauf eingeschlafen.
Das schwach flackernde Lagerfeuer hüllte ihre Ruhestätte in ein fast unheimliches Licht.


 


Edgar De Brion blickte sich um. Vor ihm auf dem Schlachtfeld türmten sich die Schwerverletzen und Toten auf. Er fasste sich an die rechte Seite. Unterhalb seines Armes spürte er eine warme, feuchte Stelle. Als er seine Hand zurückzog, spürte er die Feuchtigkeit auch an seiner Hand. Es war Blut, sein Blut. Dann sah er den Toten, der nur wenige Meter vor ihm lag. Oder war er gar nicht tot? Es schien einer der Sarazenen gewesen zu sein, ein Anführer. Er begann sich zu erinnern: Sie hatten miteinander gekämpft, solange bis beide schwer verletzt und total erschöpft am Boden lagen.
Brion taumelte jetzt auf ihn zu. Der Moslem lag auf dem Bauch. Er beugte sich über ihn und drehte ihn herum. Plötzlich schlug der Fremde die Augen auf. Ein dunkles, stechendes Augenpaar traf ihn.


 


Brion schrie auf und wurde plötzlich hellwach. Gott sei Dank, nur ein Alptraum. Erleichtert stellte Edgar fest, dass er offensichtlich nur schlecht geschlafen hatte. Er konnte sich noch an diese Schlacht erinnern. Und da fiel ihm auch ein, wo er den Anführer der Sarazenen von heute Mittag schon einmal gesehen hatte. Es war genau bei dieser Schlacht gewesen. Sie hatten gegeneinander gekämpft, so lange bis sie aus mehreren Wunden bluteten. Dann war der Moslem hinterrücks von einem Pfeil niedergestreckt worden. Kurz darauf verlor auch Edgar, aufgrund seiner schweren Verletzung, das Bewusstsein.
Als er dann Stunden später wieder zu sich kam, war der Sarazene verschwunden.
Entweder hatte er sich, schwer verletzt, wieder aufgerappelt, oder er war vom Schlachtfeld geborgen worden.


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