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Belletristik Bücher
Aileen P. Roberts

Deana und der Feenprinz


Highlandsommer

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Kapitel 1 Grannys Geschichten


 


Der Wind pfiff leise um das alte Steincottage, in dessen gemütlichem Wohnzimmer ein Torffeuer prasselte.


Die kleine Deana saß mit einer Keksdose vor sich auf dem Teppich und blickte zu ihrer Großmutter auf, die ihre jüngere Schwester Jean auf dem Schoß hatte.


»Bitte, nur noch eine einzige Geschichte«, bettelte das kleine Mädchen mit den rot-blonden Haaren und wischte sich ein paar Kekskrümel vom Mund.


Auch Jean, die von allen Jeanie genannt wurde, und mit ihren sieben Jahren fast drei Jahre jünger als Deana war, nickte zustimmend und kuschelte sich an ihre Großmutter.


Anabell Grant, die ältere Frau mit den weißen, zu einem Knoten aufgesteckten Haaren, blickte seufzend durch das Fenster. Gerade ging ein heftiger Regenschauer über dem Meer nieder.


»Also gut«, sagte sie gespielt streng, »aber danach gehst du die Schafe füttern, Deana.«


Das Mädchen nickte und schlang die Arme um ihre Knie. Deana liebte es, Geschichten von ihrer Großmutter zu hören.


»Lass mich nachdenken«, begann die alte Frau mit ihrer Stimme, die sofort jeden fesselte. Anabell Grant war eine bekannte und beliebte Geschichtenerzählerin in der Gegend.


»In einem fernen Reich lebte ein hübsches junges Mädchen mit Namen Darina. Sie war die Tochter eines Gutsbesitzers, der die schönsten Pferde des ganzen Landes züchtete«, erzählte Mrs. Grant und ihre Augen schienen in eine andere Welt zu blicken. »Dort sah es gar nicht so viel anders aus als bei uns in Schottland. Das raue, von Felsen durchsetzte Land lag am Meer, doch es gab weder Autos, noch Straßen, noch solche Häuser, wie ihr sie hier kennt.«


»Auch keinen Fernseher?«, unterbrach Jeanie und ihre großen runden Augen strahlten Entsetzen aus.


»Nein, das gleich gar nicht«, antwortete ihre Großmutter gutmütig und zwickte sie in die Nase.


»Das ist doch Bullshit!« Dieses Wort hatte Jeanie von ihrem Freund aus der Schule gelernt und benutzte es nun bei jeder sich bietenden Gelegenheit.


»Jetzt sei doch still«, schimpfte Deana gereizt, »ich will die Geschichte hören!«


Anabell nickte zustimmend. »Nun gut. In diesem fernen Reich gab es nicht nur Menschen, sondern auch Elfen, Kobolde, Gnome und Feen teilten sich das Land mit ihnen.«


Deanas Augen wurden groß. Diese Geschichten über magische Wesen liebte sie ganz besonders.


»Eines Tages lief Darina über die endlosen Weidegründe ihres Landes. Sie war nicht nur wunderschön, sondern auch mutig und konnte mit Schwert und Bogen so gut umgehen wie ein Mann. Darina und ihre Eltern lebten auf einer Insel, so wie wir.


An diesem Tag sah Darina, dass eines ihrer Jungpferde auf eine der kleinen vorgelagerten Insel vor der Küste gelaufen war. Nun hatte die Flut eingesetzt und das arme Tier kam nicht mehr zurück aufs Festland. Seine Herde war offensichtlich schon weitergezogen und das junge Pferd wieherte kläglich. Da Darina wusste, dass sich bei Flut im Meeresarm häufig Seeungeheuer herumtrieben, beschloss sie, das Pferd zu retten.«


»Oh!«, staunte Jeanie und stopfte sich noch einen Keks in den Mund. »Wie kam sie denn auf die kleine Insel, wenn die Flut schon da war?«


»Das war ihr Problem«, stimmte ihre Großmutter zu. »Darina zögerte, denn wenn sie zurück zum Haus ihrer Eltern laufen würde, um sich ein Pferd zu holen, wäre es vielleicht schon zu spät und das Wasser zu hoch, um das junge Pferd noch zu retten. Da sah sie auf der Weide des Nachbarn einen großen schneeweißen Hengst stehen. Alle wussten, dass niemand sich traute, dieses Pferd zu reiten. Es war ein wildes, ungebärdiges Pferd und jeder hatte Angst vor ihm. Doch Darina fasste sich ein Herz. Sie schnitt mit ihrem Dolch ihren Umhang in Streifen und verknotete diese zu einem Halfter und Zügeln. Dann ging sie mit klopfendem Herzen auf das majestätische Pferd zu. Mit aufgewölbtem Hals stand es vor ihr und blickte zu ihr hinab. Würde dieses mächtige Tier sie überhaupt an sich herankommen lassen?« Anabell stoppte und genoss einen Augenblick das gebannte Schweigen der beiden kleinen Mädchen, während das Feuer knisterte.


»Erzähl weiter, Granny«¸ hauchte Deana.


Mit einem Lächeln fuhr ihre Großmutter fort. »Ganz vorsichtig ging Darina näher. Sie sprach leise mit dem Pferd und versuchte, ihm zu erklären, dass das Leben der jungen Stute davon abhing. Und siehe da, das Wunder geschah - der wilde Hengst senkte den Kopf, ließ sich das Halfter überziehen und Darina aufsitzen.«


Deana seufzte erleichtert, doch ihre Großmutter hob die Hand. »Warte, noch hatte Darina nicht gewonnen. Sie galoppierte in fliegender Hast hinab zum Meer und trieb den Hengst ins kalte Wasser. Es reichte ihm schon bis an den Bauch, doch das tapfere Pferd kämpfte sich durch die Strömung zu der kleinen Insel. Darina nahm ihren Schwertgürtel ab und band ihn der jungen Stute um den Hals, das Schwert behielt sie in der Hand. Dann ritt sie vorsichtig zurück durch das rasch steigende Wasser.« Die Stimme der alten Anabell war zu einem Flüstern geworden und die Mädchen beugten sich gebannt vor. »Beinahe hatten sie es geschafft, doch da tauchte aus dem Wasser ein unsagbar grässliches Monster auf. Es war mindestens zehn Fuß groß, hatte lange Reißzähne, schleimige, grünliche Arme und kleine, boshafte Augen. Mit seiner Pranke schlug es nach Darina und ihren Pferden.«


Jeanie stieß ein erschrockenes Quietschen aus und kuschelte sich an die Schulter ihrer Großmutter.


»Darina musste die junge Stute loslassen, doch die galoppierte, jetzt wo sie einmal im Wasser war, zum Glück rasch an Land. Verzweifelt schlug das Mädchen mit dem Schwert nach dem Ungeheuer, welches versuchte, sie und den Hengst ins Wasser zu ziehen.«


Nun legte Anabell eine kunstvolle Pause ein und goss sich betont langsam eine Tasse Tee ein. 


Deana rutschte zu ihrem Sessel und zupfte am langen, karierten Rock ihrer Großmutter. »Was geschah dann?«, fragte sie aufgeregt. »Hat das Monster sie gefressen?«


Nach einem genussvollen Schluck Tee wiegte Granny Anabell den Kopf. »Beinahe wäre es so gekommen. So gut Darina auch kämpfen mochte, gegen dieses gewaltige Untier kam sie nicht an. Sie wurde vom Rücken ihres Pferdes geschleudert und landete im eiskalten Meer. Der Hengst suchte sein Heil in der Flucht und galoppierte davon.« Sie hob die Arme. »Das wäre Darinas Ende gewesen, doch da tauchte, wie aus dem Nichts, plötzlich ein junger Mann auf. Er schien geradewegs aus dem Wasser zu kommen und ritt mit seinem großen silbernen Pferd furchtlos auf das Ungeheuer zu. Seine wallenden schwarzen Haare flogen im Meereswind und er schlug so kraftvoll und geschickt auf das Meerungeheuer ein, dass man seinen Bewegungen kaum folgen konnte.«


»Hat er es besiegt?«, hauchte Deana.


Anabell nickte. »Sein glänzendes Schwert traf das Ungeheuer direkt ins Herz und es versank gurgelnd in den Fluten. Als sich der junge Mann umsah, erblickte er Darina, die im kalten Wasser um ihr Leben kämpfte. So ritt er rasch zu ihr und zog sie auf sein Pferd. Gemeinsam ritten sie an Land und Darina bedankte sich bei ihrem Retter.


›Wer bist du?‹, fragte Darina.


›Ich bin Cariàn, der Sohn des Feenkönigs‹, erklärte er und man sagt, er habe sich in genau diesem Augenblick in Darina verliebt.«


»Hat er sie geheiratet?«


Nun erhob sich Granny Anabell und blickte mit einem Lächeln auf Jeanie, die ganz unvermittelt eingeschlafen war. »Das erzähle ich euch ein anderes Mal.«


Ruckartig sprang Deana auf und schlang die Arme um die Hüfte ihrer Großmutter. »Bitte, erzähl weiter, ich möchte es wissen!«


Doch diesmal blieb die alte Frau hart. »Nein, du musst die Schafe füttern und ich muss noch hinunter zum Pub und das Zimmer für Mr. O´Connell herrichten.«


Deana murrte noch eine ganze Weile herum, sie hätte zu gern gewusst, wie es mit Darina und dem Feenprinzen weitergegangen war, doch ihre Großmutter scheuchte sie hinaus ins Freie, wo die Sonne schon ganz langsam auf den westlichen Horizont zuwanderte. Trotzdem war es noch ganz hell. Hier, im Nordosten von Schottland, auf der Isle of Skye, wurde es im Sommer immer erst sehr spät dunkel.


Ganz in das Märchen ihrer Großmutter versunken wanderte Deana den Hügel hinauf. Hinter dem kleinen Steincottage, in dem Granny Anabell lebte, befanden sich einige der großen Weiden ihres Onkels Cameron, der Schafe und Highlandponies züchtete.


Seine Farm lag nicht hier an der Meeresbucht, wie das Cottage von Deanas Großmutter und der Pub ihrer Eltern, sondern ein Stück die Straße hinauf auf dem Hügel.


Jetzt lief Deana über die große Schafsweide auf die alte Scheune zu. Geistesabwesend holte sie das Zusatzfutter für die Jungschafe, die bald auf dem Markt verkauft werden sollten, und drängte die vorwitzigen Lämmer zur Seite.


Seufzend schweifte ihr Blick über die vom Abendrot in ein sanftes Licht getauchten Weiden. Sie stellte sich vor, sie wäre die wunderschöne Darina und würde auf einem Schimmelhengst gegen Seeungeheuer kämpfen.


Zum Spaß nahm Deana einen dicken Ast und fuchtelte damit herum. Dann fiel ihr Blick auf Gallagher, den dreijährigen Schimmelhengst ihres Onkels. Er stand grasend unten in der Nähe des Meeresufers. Gallagher war ein imposantes Tier mit einem mächtigen Hals. Für seine drei Jahre hatte er bereits ausgeprägte Muskeln und war Onkel Camerons ganzer Stolz. Er hoffte, dass Gallagher ein erfolgreicher Deckhengst werden würde.


Von kindlicher Abenteuerlust erfasst nahm Deana, ohne weiter zu überlegen, eines der Halfter vom Zaun. Sie fand auch noch einen Strick und knotete diesen zu Zügeln. Dann rannte sie die Koppel hinunter in Richtung Meer, geradewegs auf den jungen Hengst zu.


»Du lässt mich doch bestimmt auch reiten, so wie der Wildhengst Darina«, murmelte sie.


Das Highlandpony betrachtete das kleine Mädchen freundlich unter seinem dicken grau-weißen Schopf hervor. Gallagher kannte Deana, seitdem er ein Fohlen gewesen war und war ohnehin sehr umgänglich.


»Wir müssen die junge Stute vor dem Seeungeheuer retten«, flüsterte das kleine Mädchen und zog ihm das Halfter über den Kopf.


Auch das kannte der junge Hengst. Gutmütig folgte er Deana, die ihn zu einem großen Felsen führte.


Als sie dann allerdings auf seinen Rücken kletterte, wirkte er etwas verwundert und drehte seinen großen Kopf fragend zu ihr um.


»Komm schon, Gallagher«¸ rief sie ungeduldig und klopfte mit den Fersen gegen seine Flanken. »Die Flut kommt, wir müssen die Stute retten.«


Gallagher schnaubte und begann vorsichtig einige Schritte zu gehen. Deana, ganz in ihrer Geschichte gefangen, lachte vor Freude und trieb ihn mit dem Stock an, der ihr als Schwert dienen sollte.


Aber das war dem jungen, uneingerittenen Hengst dann doch ein bisschen zu viel. Er warf den Kopf und machte einen kleinen Bocksprung.


Zwar war Deana eine gute Reiterin, doch sie hatte keinen Sattel und kam etwas zu weit hinten auf dem Rücken des Pferdes auf. Das erschreckte Gallagher und er stürmte panisch in Richtung Meer.


Erschrocken klammerte sich Deana an seiner Mähne fest und zerrte ohne großen Erfolg an ihrem behelfsmäßigen Zaumzeug. In rasendem Galopp donnerte der junge Hengst auf das nahe Meeresufer zu. Mit angstvoll aufgerissenen Augen blickte Deana auf die sich rasch nähernde Küste. Erst jetzt wurde ihr bewusst, was sie für einen Blödsinn gemacht hatte. Normalerweise war sie sehr umsichtig und hätte sich niemals auf ein uneingerittenes Pferd gesetzt, aber sie war so sehr von der Geschichte von dem Mädchen und dem Feenprinzen fasziniert gewesen, dass sie alles andere vergessen hatte.


»Gallagher, halt bitte an«, rief sie verzweifelt und zog an den Zügeln.


Doch das Pferd stürmte einfach weiter. Als die schroffe Kante des Ufers plötzlich vor ihr lag, gelang es Deana nicht einmal mehr zu schreien. Das Pferd stoppte abrupt ab und sie wurde über seinen Hals ins eiskalte Wasser geschleudert.


 


Wie jedes Jahr verbrachte Brandon O´Connell seinen Urlaub auf der Isle of Skye. Seine Großmutter war Schottin gewesen und als er im Alter von über vierzig Jahren auf die Idee gekommen war, seine Wurzeln zu suchen, hatte er sich in die Halbinsel Waternish, im Nord-Westen der Insel, verliebt. Seit vielen Jahren kam der inzwischen fünfundsechzig Jahre alte Mann immer wieder in das kleine Örtchen Stein und übernachtete regelmäßig im Pub am Hafen, dem Seagulls Inn, welches seit Generationen von den MacLennans geführt wurde.


Diesmal hatte er zum ersten Mal seinen Enkel, den zwölfjährigen Ciaran, dabei. Er wollte dem ruhigen Jungen seinen Lieblingsplatz zeigen und hatte ihn daher mitgenommen.


Der große, etwas schlaksig wirkende Junge mit den schwarzen Haaren blickte sich neugierig um, als er aus dem Mietwagen stieg. Frischer Meereswind schlug ihm entgegen und er zog seine Jacke enger um sich.


»Darf ich mich etwas umsehen, Grandpa?«, fragte er aufgeregt.


Mr. O´Connell nickte gutmütig. »Aber geh nicht zu weit weg, du kennst dich hier nicht aus. Behalte die Häuser im Blick.« Sein Enkel kam aus der Stadt und würde sich in den Highlands sicher nicht zurechtfinden. Doch Mr. O´Connell wollte Ciarans jugendlichen Entdeckersinn nicht bremsen, denn der Junge war für seine Begriffe ohnehin viel zu ruhig und erlebte nicht die Abenteuer, die er in diesem Alter erleben sollte.


Lächelnd blickte der große Mann mit den grauen Haaren und dem kurzen grauen Bart seinem Enkel hinterher, der die Dorfstraße am Meer entlang rannte. Dann trat Mr. O´Connell in das gemütliche Pub, welches bereits zu seiner zweiten Heimat geworden war.


 


Von ungewohnter Abenteuerlust gepackt rannte Ciaran die Straße hinauf. Dies war sein erster Urlaub mit seinem Großvater. Zwar hatte er ihn hin und wieder für wenige Tage in Irland besuchen dürfen, aber diesmal sollte er die halben Ferien mit ihm verbringen.


Schon jetzt mochte der Junge diese Insel. Die Weite, das Meer, die grünen Wiesen und die Schafe am Straßenrand, das gefiel ihm. Zu Hause in Manchester war alles eng und grau, aber hier fühlte er sich frei. Die wenigen Häuser hatte er bald hinter sich gelassen und hielt keuchend an. Achselzuckend entschloss er sich, am Meer entlang zu gehen. Es war noch hell und er würde den Rückweg sicher problemlos finden.


Ciaran kletterte über dicke Felsbrocken und trat hier und da in ein Matschloch, aber das kümmerte ihn nicht. Plötzlich sah er jedoch eine Bewegung rechts von sich und hielt seine Hand vor die Augen. Nicht weit vor ihm raste ein offensichtlich wild gewordenes Pferd auf das Meeresufer zu, eine kleine Gestalt auf seinem Rücken. Kurz darauf landete ebendiese kleine Gestalt mit einem lauten Platschen im Wasser.


Erschrocken rannte Ciaran los und watete ohne weiter nachzudenken ins kalte Meer, denn der Reiter trieb leblos in Richtung Norden ab.


 


Hustend und keuchend kam Deana zu sich, als ihr irgendjemand immer wieder heftig auf den Rücken schlug. Ihr war von dem Sturz und der Kälte des Meereswassers die Luft weggeblieben. Jetzt drehte sie sich zitternd um und blickte in die erschrocken aufgerissenen braunen Augen eines Jungen mit schwarzen Haaren, der deutlich erleichtert wirkte, als sie sich bewegte.


»Bist … bist du … der Feenprinz?«, fragte Deana noch immer ein wenig durcheinander und mit bebenden Lippen.


Der Junge starrte sie verwirrt an, dann grinste er und zog seine Jacke aus, um ihr diese umzuhängen. »Nein, tut mir leid, da muss ich dich enttäuschen. Aber geht es dir gut?«, fragte er besorgt. »Wo wohnst du? Dann hole ich deine Eltern.«


Mit verzogenem Gesicht richtete sich Deana auf. Ihr tat zwar so ziemlich alles weh und ihr war eiskalt, aber sie glaubte nicht, dass sie sich ernsthaft verletzt hatte. »Ist schon okay, mir geht’s gut.«


»Bist du sicher?«, fragte der Junge und musterte das klatschnasse kleine Mädchen kritisch.


Doch sie nickte und kam zum Beweis unsicher auf die Beine. Mit wütend gerunzelter Stirn blickte sie auf ihr aufgeschlagenes Knie.


Der Junge nahm sie am Arm. »Ich heiße Ciaran. Und wer bist du?«


»Ciaran«, flüsterte Deana und musste unwillkürlich schon wieder an den Feenprinzen aus der Geschichte ihrer Großmutter denken, der hatte fast genauso geheißen. Doch dann riss sie sich zusammen. Dieses Märchen hatte ihr schon mehr als genug Ärger eingebracht. 


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