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Belletristik
Buch Leseprobe Cools Run, Bibi Rend
Bibi Rend

Cools Run


Das Geheimnis ihrer Väter

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Effie konnte es immer noch nicht glauben. Vor zwei Tagen erhielt sie die Nachricht und nun war sie bereits auf dem Wege nach Dublin.


Ein Notar namens André Smand hatte ihr mitgeteilt, dass sie sich in einer Erbschaftssache innerhalb von sieben Tagen bei ihm melden musste. Effie rief sofort in der Kanzlei an und bekam nur den Termin, mit dem Hinweis, die Geburtsurkunden ihrer Eltern und von sich selbst sowie die Sterbeurkunden ihrer Eltern mitzubringen, genannt.


Nur eine Stunde nach dem Erhalt dieses Schreibens hatte sie alle Unterlagen zusammengesucht und sogar schon mit ihrem Arbeitgeber telefoniert, damit sie Urlaub bekam.


Natürlich war Herr Konstan, ihr Chef, nicht erbaut, dass sie zu diesem Zeitpunkt freie Tage haben wollte.


»Frau Bayer, wie können Sie denn sicher sein, dass es keine Falle ist? Haben Sie Verwandte in Irland?«


»Nein, nicht das ich wüsste, Herr Konstan, allerdings wurde mir soeben am Telefon bestätigt, dass ich die gesuchte Person bin und dringend dort persönlich erscheinen muss.«


»Mir ist nicht wohl dabei, da kein Name des Verstorbenen genannt wurde. Es wäre mir lieber, wenn Sie die Reise nicht antreten würden, sondern einen Rechtsvertreter beauftragen würden.«


»Entschuldigen Sie bitte, aber das kann ich mir finanziell nicht leisten. Die Reiseunterlagen sind auf meinen Namen ausgestellt und wurden mit dem Schreiben übersandt. Ich muss persönlich dort hin und ich werde fahren. In zehn Tagen wäre ich zurück.«


»Ungern, Frau Bayer, sehr ungern, aber ich sehe ein, dass Sie die Angelegenheit klären müssen. In zehn Tagen sind Sie aber wieder hier, ansonsten können Sie sich einen anderen Job suchen.«


»Ich verspreche es. Danke, Herr Konstan.«


Sie kannte ihren Chef gut genug, um zu wissen, dass er sie nie entlassen würde, allerdings war sie sich momentan unsicher, ob sie wirklich wieder zurück in diese Firma wollte.


Die neue Kollegin machte ihr bereits seit Wochen das Leben schwer und sie war selbst oft genug am Überlegen, ob sie die Stelle nicht wechseln sollte. Als Büroassistentin würde sie jederzeit einen neuen Job finden, denn ihre Zeugnisse waren ausgezeichnet.


Sie kontrollierte noch einmal alle Unterlagen, die sie mitnehmen musste. Auch ihrer Nachbarin gab sie kurz Bescheid, damit die ältere Dame sich keine Sorgen machte und die Post annahm.


»Meine Kleine, pass auf dich auf und nehme dich vor ›den Patricks‹ in acht.« Mit einem Augenzwinkern gab sie Effie zu verstehen, dass sie die Finger von den Männern lassen sollte.


»Aber natürlich, Frau Kölder, sie wissen doch ... ich habe keine Zeit für Männergeschichten und die Sache mit Lukas ist auch noch nicht sehr lange her. Ich habe die Schnauze voll von den Herren.«


»Du bist noch jung, zu jung, um dein Leben alleine zu verbringen. Irgendwann wird der Richtige deinen Weg kreuzen.«


Zum Abschied nahm die Seniorin Effie fest in die Arme und drehte sich abrupt mit Tränen in den Augen ab, bevor sie gleich darauf in ihrer Wohnung verschwand.


Effie blickte ihr traurig hinterher, denn sie mochte die Dame sehr.


Ihr blieb nicht mehr viel Zeit, um in das über eintausend Kilometer entfernte Dublin zu reisen.


Laut den beiliegenden Reiseunterlagen war bereits ein Taxiunternehmen beauftragt, sie nach Hamburg zum Flughafen zu bringen. Sie brauchte nur noch anrufen.


Am Flughafen würde sie von einer Dame erwartet, die Stella Dembski heißen sollte und Effie bis nach Dublin begleiten würde.


Mit jeder Minute stieg Effies Aufregung weiter ins Unermessliche. Sie verwählte sich fünf Mal bei dem Versuch, das Taxi zu bestellen. Endlich hatte sie es geschafft, erhielt die Auskunft, dass es in zwanzig Minuten losgehen sollte.


In Windeseile kleidete sie sich um, kontrollierte die Fenster und schaltete alle Sicherungen für den Strom aus.


›Sicher war sicher‹, ging ihr noch durch den Kopf, als sie den Hauptwasserhahn im Badezimmer abstellte.


Noch einen Blick in den Spiegel genehmigen und schon war sie mitsamt ihrem Koffer und der dazu passenden Handtasche im Treppenhaus. Als sie durch die Haustür schritt, stand bereits das Taxi davor und wartete auf sie.


 


Effie wurde nur nach ihrem Namen gefragt, schon startete die Fahrt. Eine Reise in eine ungewisse Zukunft.


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