Suchbuch.de

Leseproben online - Schmökern in Büchern


Kategorien
> Belletristik > Betthupferl - Gutenachtgeschichten
Belletristik Bücher
Bücher Erotik
Esoterik Bücher
Fantasy Bücher
Kinderbücher
Krimis & Thriller
Kultur Bücher
Lyrikbücher
Magazine
Politik, Gesellschaftskritik
Ratgeberbücher
regionale Bücher
Reiseberichte
Bücher Satire
Science Fiction
Technikbücher
Tierbücher
Wirtschaftbücher
Bücher Zeitzeugen

Login
Login

Newsletter
Name
eMail

Belletristik Bücher
Buch Leseprobe Betthupferl - Gutenachtgeschichten, B. Wiedig, H. Rikken, R. Becker u. a.
B. Wiedig, H. Rikken, R. Becker u. a.

Betthupferl - Gutenachtgeschichten


für Junge und Junggebliebene

Bewertung:
(11)Gefällt mir
Kommentare ansehen und verfassen

Aufrufe:
731
Dieses Buch jetzt kaufen bei:
Drucken Empfehlen

Aurelia Auster und der Perlendieb 


In der Südsee, dort wo das ganze Jahr über das Wasser wunderbar warm ist, lebte Aurelia Auster. Ein Sandkorn hatte sich vor ein paar Monaten in ihre Schale verirrt. Eigentlich wollte sie dieses Ding sofort wieder los werden, aber es ging nicht. So begann sie damit, das Sandkorn mit Perlmutter zu überziehen, und es entstand eine wunderschöne Perle. Aurelia war eine besondere Auster, darauf legte sie großen Wert. So überzog sie das Korn nicht mit normaler Perlmutter, sondern mit schwarzer, denn schwarze Perlen sind äußerst selten und bei Menschen sehr begehrt. Genau eine solche Perle produzierte Aurelia gerade, und weil sie es schon ein paar Monate so tat, wuchs die Perle inzwischen richtig groß heran. Die anderen Austern in ihrer Umgebung waren neidisch, und so machten sie ihrem Neid eines Tages auch Luft. „Hey Aurelia, kannste mir mal sagen, wie du das machst, dass deine Perle so riesig groß ist? Das geht doch nicht mit rechten Dingen bei dir zu", rief die Nachbarauster Bärbel, doch Aurelia antwortete ihr nicht. Die anderen Austern ließen sich alle miteinander in eine Bucht des Felsens treiben. „Hier sind wir sicher, hier findet Aurelia uns nicht“, sprachen sie und bewegten sich heftiger und unruhiger als an den Tagen zuvor. „Habt ihr das gesehen?" lallte eine unter ihnen, „Aurelia glaubt etwas Besseres zu sein. So geht das nicht weiter. Diese wertvolle, schwarze Perle ist doch nicht ihr Eigentum. Sie gehört der Natur und Natur sind wir alle“. Plötzlich wurde die Gruppe von den rauschenden Wellen auseinander getrieben. Wasserflöhe, die mit den Wellen anspülten, hatten dieses Geplapper der neidischen Austern mit angehört. Ein Seestern saß an der Felsenbank und lauschte. „Was ist hier los? Warum streitet ihr?" sprach er. „Aurelia hat eine Perle in sich, und wir haben keine Perlen, also werde ich ihr die Perle abnehmen", antwortete Bärbel schnippisch, die schlimmste Neiderin überhaupt, und dabei klapperte sie mit ihren Muschelschalen, dass es fast ein Seebeben gab………….


 


Der Geist in der Murmel


An einem schönen Sonntag, ziemlich früh am Morgen, ging Peter in den Garten des Gutshofes, den er bewirtschaftete, schaute bei den Pferdeställen vorbei, warf einen Blick in den Kuhstall, zählte automatisch im Vorbeigehen die Hühner und vermisste wie jeden Morgen den Hahn. „Weiß der Geier, wo der sich wieder rumreibt", brummelte Peter zu sich selbst und ließ seinen Blick zwischen Kuh- und Saustall zum Misthaufen schweifen. Auch da sah er den Hahn nicht. Er ging um das Wohnhaus herum, durch den kleinen Gemüsegarten, hin zu den Blumenrabatten, und da sah er den Hahn mitten auf dem Weg liegen. Rasch lief er hin und stellte fest, das Tier war tot. Aber woran war er verstorben? Äußerlich war nichts festzustellen. Was den Hahn umgebracht hatte, stellte sich in der Küche schnell heraus. In seinem Schlund steckte eine Murmel und in dieser Murmel bewegte sich etwas. Die Farben darin glitzerten wie die Sterne am Himmel. Wie ein buntes Mosaik bewegten sie sich hin und her. Sie wirbelten durcheinander und gaben blitzartige Strahlen nach außen. Peter hatte den toten Gockel von der Kugel befreit, hielt sie in der Hand und bemerkte etwas Eigenartiges. Als wäre er vom Blitz getroffen, so zuckten seine Glieder und genau in diesem Augenblick kam die Bäuerin des Gutshofes herbeigeeilt. „Was ist hier los? Was ist passiert?" schrie sie voller Entsetzen. „Beruhige dich erst einmal und schau dir das hier an, das steckte in seinem Schlund", antwortete Peter ruhig. Als die Bäuerin die Kugel in die Hand nehmen wollte, fiel sie ihr auf den Fußboden. Sie kullerte durch den Raum und es gab dazu ein ohrenbetäubendes schrilles Geräusch. Immer schneller und schneller wurde die Kugel und dabei glitzerte sie in den schönsten Farben. In der hintersten Ecke des Raumes blieb sie liegen, Rauch stieg auf und plötzlich erschien eine durchscheinende Gestalt. Ihr Gesicht schimmerte in allen ……..


 


Aufruhr hinter der Fußleiste


Wenn der Frühling beginnt und die Sonne scheint, ist bei Familie Hinkelmann Hausputz angesagt. Mutter Isolde fuchtelt dann mit ihrem Staubwedel durch die Gegend, denn im Wohnzimmer ist zu dieser Jahreszeit das große Reinemachen angesagt. Aber was war das an diesem Tag? Mutter Isolde fegte mit ihrem Staubwedel über die Fußleiste. „Igitt ... iii ... gitt ... schau her!“ rief sie entsetzt. Da krabbelte etwas Schwarzes auf ihrem Frühlingsreinemacher. Nein, nein, nicht nur ein kleines Krabbeltier. Es wurden immer mehr. Oh, je, oh je ... das gab es doch nicht! „Wo kommen die denn her?", rief Mutter Isolde aufgeregt und rannte zum Balkon, um den Staubmob hin und her zu schütteln. Sie betrat wieder das Zimmer, ließ vor Schreck den Putzwedel fallen und schrie: „Emil, Emil, komm doch mal!" „Was soll deine Schreierei, Isolde?" antwortete ihr Mann Emil, „stell dich doch nicht so an, es sind doch nur kleine nützliche Ameisen". „Das kann ja sein, aber was suchen die hier bei uns im Wohnzimmer? Da haben solche Biester nichts verloren. Stell Dir vor, die kommen nachts in mein Bett!" entgegnete Isolde aufgeregt. „Also ich bitte dich Isolde, die haben besseres zu tun, als dich in deinem Bett zu besuchen, nur um dich zu ärgern. Schauen wir einfach einmal nach, warum sie sich da hinter der Fußleiste häuslich niedergelassen haben. Komisch ist nur, wir hätten sie früher bemerken müssen", raunzte Emil und ließ sich auf die Knie nieder, schnappte sich das Vergrößerungsglas und schaute aufmerksam hindurch. Haaaa, was war denn das? Eine Ameise sah ihn direkt an und ... nein das gab’s doch nicht, sie schnitt eine Grimasse, wackelte mit den Mundwerkzeugen, und er glaubte sogar zu hören, wie sie zu ihm sagte: „Hey Emil, na du Schnarchnase? Da haben wir deiner Isolde aber einen gehörigen Schrecken eingejagt was?" Emil war völlig sprachlos und glotzte die Ameise mit großen Augen an. „Wer bist du", flüsterte Emil der Ameise zu. „Darf ich mich vorstellen ... ich bin Amadeus Ameise, der Schrecken der Fußleiste". „Was machst du da eigentlich", kreischte Isolde „hast du die ollen Biester jetzt erwischt oder was". „Pssst versteck dich Amadeus", sprach Emil und erhob sich. „Aber was denn Isolde, schau her, nicht eine Ameise mehr zu sehen. Ich habe sie weggeschickt". Emil schaute seine Isolde mit großen Augen an. „Du hast waaaaaaaas? Sie weggeschickt? Seit wann kannst du mit Ameisen reden hääää?" antwortete Isolde völlig irritiert. „Also Isolde, ich weiß nicht, was dir die armen Tierchen getan haben. Findest du nicht, dass du übertreibst?" entgegnete Emil. „Ich übertreibe überhaupt nicht", Isoldes Stimme überschlug sich, sie fasste sich ans Herz und bekam wie schon so oft das Gefühl, jeden Moment einen Herzinfarkt zu bekommen. Natürlich bekam sie nicht wirklich einen Herzinfarkt, aber sie tat so und war der Meinung, ihr Mann würde dann wieder einmal fürsorglich das tun, was sie will und sie wollte, dass ihr Mann die Ameisen entweder vertrieb oder einzeln mit dem Zeigefinger zerquetschte. Aber Emil hustete ihr was. Er stellte sich vor sie hin und schaute direkt in ihre Augen, dann sprach er energisch: „Setz dich hin, höre auf zu jammern und denke einmal über das Leben der Tiere nach. Wenn du genau hinschaust und dir Gedanken machst, kannst du auch die Sprache dieser Lebewesen verstehen. Wenn du es wirklich wissen willst, das war die Ameise Amadeus, der Schrecken der Fußleiste, mit der ich gesprochen habe"………..


Für den Inhalt dieser Seite ist der jeweilige Inserent verantwortlich! Missbrauch melden



Sponsoren

© 2008 suchbuch.de - Leseproben online kostenlos!
suchbuch.de wird unterstützt von loadplanet.de


ExecutionTime: 0 secs